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Von Rache an Smartphonedieben und Rücksendestrafen bei Amazon

Einer jungen deutschen Frau war während des Urlaubs das Smartphone gestohlen worden. Einige Monate später stellte sie Bilder des Diebes online. Möglich machte das ein Dropbox-Account, den der Dieb nicht deaktiviert hat. Seitdem gilt Hafid aus Dubai als der dümmste Smartphonedieb der Welt. Lesen Sie mehr dazu in unserem absatzwirtschaft-Wochenrückblick.

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Von Anne-Kathrin Keller

Racheaktion der Woche: Beklaute Smartphone-Besitzerin stellt Fotos von Dieb online

Beim Diebstahl eines Smartphones hat sich Hafid aus Dubai noch geschickt angestellt. Während sein Opfer bei einer ausgelassenen Feier im Ibizaurlaub unachtsam ihre Sachen am Strand liegen ließ, klaute er das Smartphone. Schnell machte er sich mit dem Gerät vertraut und schoss Bilder von sich. Diese landeten automatisch in dem Dropboxordner seines Opfers. Die Synchronisierung funktioniert ähnlich wie bei Apples iCloud: Einmal ein Foto geschossen, wird dies in der Datenwolke gespeichert, sofern die Einstellung dazu aktiviert worden ist. Als der Dieb sich auch in ihrem Facebookaccount herumtrieb, ihr Nachrichten schrieb und ihre Freunde über die auf dem Smartphone installierte Skype-App anrief, reichte es der jungen Frau. In ihrem Blog veröffentlichte sie Namen und Bilder des Diebes. Das Netz jubelte und verlieh Hafid dem Titel „Dümmster Smartphone Dieb.“ Das Blog existiert seit gerade mal drei Tagen und wird jeden Tag mit neuen, bissigen Posts aus dem wundersamen Alltag des arabischen Smartphone-Diebs gefüllt. Bis die Botschaft auch den Dieb erreicht oder ihm ein Freund erklärt, wie die Synchronisierung mit dem Dropboxordner gelöscht werden kann, können wir an Hafids Leben teilhaben: lifeofastrangerwhostolemyphone.tumblr.com


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Warum die Reichweite bald ins Plus drehen wird

>>>Mehr bessere Inhalte – Die richtigen Tools für Content Marketing

>>>Ein Fünftel der Konsumenten hält Markentreue für lohnenswert

>>>Rechteinhaber verschärfen Kampf gegen Internet-Piraterie


Aufreger der Woche: Amazon erteilt Hausverbot

Das ist doch das Schöne an E-Commerce: Bequem zuhause Waren bestellen und wenn sie nicht in die Vorstellung passen einfach zurücksenden. Besonders bei Kleidung ist das ein beliebtes Vorgehen. Jetzt schiebt Amazon diesem Verhalten einen Riegel vor. Kunden, die zu viele Waren zurücksenden, kündigt der Versender das Konto. Das kann ohne vorherige Warnung passieren. In den Mails, die betroffene Kunden erhalten, steht laut dem Blog „Caschy Blog“: „Natürlich kann es gelegentlich zu Situationen kommen, in denen man Produkte zurückgeben muss, allerdings ist die Häufigkeit Ihrer Rücksendungen außergewöhnlich hoch. Wir müssen Sie deshalb darauf hinweisen, dass wir aufgrund der Überschreitung der haushaltsüblichen Anzahl an Retouren (…) Ihr Amazon-Konto mit sofortiger Wirkung schließen.“ Für Internetversandunternehmen entstehen durch hohe Retourenquoten erhöhte Porto- und Handlingkosten. Die zurückgegeben Artikel können häufig nicht mehr zum regulären Preis verkauft werden. Rechtlich ist die Sperrung der Accounts von Nutzern mit hohen Retourquoten in Ordnung. Das Problem besteht allerdings in der Differenzierung: Laut diverser Internetblogs sind auch Nutzer betroffen, die in erster Linie fehlerhafte Ware zurückgesendet haben.

Kommunikation

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