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Volvo-Chef will bis 2020 „todsichere“ Autos bauen

Volvo will seine Markenstärke als Nummer Eins in Sicherheit ausbauen und noch deutlicher auf skandinavisches Design setzen, um seine Absatzzahlen zu verdoppeln. Die Bestrebungen gehen soweit, dass das Unternehmen auf dem gerade stattfindenden Car-Symposium in Bochum das vollmundige Versprechen gibt, dass bis 2020 niemand mehr in einem Volvo sterben müsse. Die Ziele von Volvo sind hoch gesteckt. Das Car-Symposium zeigt: Gerade für Premiumanbieter ist zukünftig viel Marktmacht gutzumachen, auch wenn der Automarkt sich vorerst noch erholen muss.

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„Wir haben ein ehrgeiziges Ziel: im Jahr 2020 soll niemand mehr in einem neuen Volvo sein Leben lassen“, das kündigte Volvo-CEO und Aufsichtsrat Håkan Samuelsson soeben beim Automobilfachkongress „Car-Symposium“ in Bochum an. Sicherheit als einer der zentralen Kernwerte der Marke, sei einer der drei Erfolgsfaktoren mit denen Volvo seine PKW-Verkaufszahlen in den kommenden acht Jahren auf 800.000 verkaufte Fahrzeuge verdoppeln will.

Zusätzlich zu den Bemühungen im Bereich Sicherheit, will Samuelsson technologische Komplexität weiter reduzieren, indem das Unternehmen das Angebot von acht Motoren auf zwei Motoren (Benziner, Diesel) herunterfährt und diese mit Elektroantrieb kombiniert. Trotz Reduktion sei so technisch alles abgedeckt. Der Dritte Erfolgsfaktor lautet Marktwachstum. Samuelsson rechnet bei der Verdoppelung der Absatzzahlen mit einer Hälfte des Wachstums in China. Die andere Hälfte soll aus den USA und der EU kommen. Dabei sei der EU-Markt derzeit der schwierigste.

Neben Sicherheit ist das skandinavische Produktdesign von Volvo ein zentraler Markenwert. Samuelson wies darauf hin, dass Volvo nach der Saabpleite der einzige skandinavische Autobauer sei. Deshalb werde man auf ein sehr dynamisches Design setzen.

Premiummarken setzen sich durch

Samuelsson gehörte neben Daimlervorstand Dr. Dieter Zetsche zu einem der beiden Premiumhersteller, die beim 13. Internationalen Carsymposium referieren. Bei dem Fachkongress steht dieses Jahr das weltweit boomende Geschäft mit Premiumfahrzeugen im Mittelpunkt. Gerade deutsche Autobauer profitieren von dem wachsenden Markt.

Professor Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Car-Instituts an der Uni Duisburg-Essen und Veranstalter des Symposiums, kündigt an, dass der Premiummarkt stärker wachsen wird, als der gesamte PKW-Weltmarkt. Zu den wichtigsten Trends sagte er: „Produktinnovationen, Premiumkleinwagen, Premium-SUV und die neuen Märkte in Asien und Russland, sind die wichtigsten Wachstumstreiber.“ Zu den Premiumkleinwagen gehören der Smart-Viersitzer, der Audi A1 und der BMW Mini. Im SUV-Segment sind es der BMW X1, der Audi Q3 sowie Volvo XC und Mercedes GLA.

Die Zahlen sprechen bereits für sich: Zwischen 2005 und 2012 stiegen die Verkäufe deutscher Premiumanbieter von 3,5 auf 4,9 Millionen PKWs. Das bedeutet einen Zuwachs von 41 Prozent bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von fünf Prozent. Zum Vergleich: Der gesamte PKW-Weltmarkt ist nur um 22 Prozent gewachsen, mit einem jährlichen Durchschnitt von 2,9 Prozent. Der Marktanteil deutscher Premiumanbieter am Weltmarkt von ist von 6,3 auf 7,3 Prozent gestiegen.

Gastgeber Dudenhöffer muss allerdings auch schlechte Nachrichten verkünden: Nach einer neuen Marktstudie geht sein Carinstitut davon aus, dass der europäische Automarkt noch einige Zeit zu Erholung brauche. „Die Erholung wird eine zeitzehrende Herkulesaufgabe“, sagt Dudenhöffer. (garb/ak)

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