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Vier Dinge, die Marketer von den Oscars lernen können

J.K. Simmons (r.), Patricia Arquette, Julianna Moore und Eddie Redmayne (l.) sind die großen Gewinner. Von dieser Veranstaltung kann man sich viele Marketingstrategien abschauen © dpa 2015

Der größte Film-Award, die dickste Party, die reichsten Promis und die dekadentesten Auftritte: Bei den Oscars kann man nicht nur schöne Kleider bewundern und die Gewinner feiern, auch marketingtechnisch bietet dieser Abend interessante Aspekte. Hier vier Tips, was wir von der Academy Award-Veranstaltung aus Hollywood lernen können.

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1. Seien Sie sich niemals zu sicher

Eddie Redmayne war der Favorit für den Oscar des besten Schauspielers, doch sicher konnte sich der 33-Jährige nicht sein. Selbst Adrien Brody schnappte mal Daniel Day-Lewis den Preis vor der Nase weg. Und damit hatte keiner gerechnet.

Trotz monatelanger Planung, Durchführung Verbraucherfokusgruppen, verfeinern der Kampagne und kreativen Einfällen: Sie werden vorher nie wissen, wie ihre Kampagne, ihre Strategie und die Nachricht, die sie verbreiten wollen, ankommen wird. Das einzige was sie tun können, ist sich anzupassen, darauf vorbereitet zu sein, dass auch scheitern möglich ist und dann warten Sie ab.

2. Vermeiden Sie schlechte Publicity. Auch wenn sie für Aufmerksamkeit sorgt

In einer Welt der sozialen Medien scheint es so zu sein, dass jede Presse eine gute Presse ist. Das ist heute nicht mehr so sehr. Trotz Stylisten und unbegrenztem Budgets, werden einige Stars heute morgen auf die „Worst Dressed“ -Liste verbannt werden und haben damit, zumindest für das nächste Jahr, den Ruf weg.

Heute bekommen Marken aus den unterschiedlichsten Gründen Aufmerksamkeit. Und das nicht immer durch gute Kampagnen, neue Strategien oder einfach ein sympathisches Auftreten nach außen. Oft erhalten sie Aufmerksamkeit für die falschen Gründen: Von Sicherheitslücken von Target bei Sony, unangebrachten Bemerkungen von CEOs bis hin zu bedenklichen Tweets und geschmacklosen Kampagnen ist alles dabei. „Schlechte Presse ist auch Presse“ – das sollte für solide Unternehmen kein Credo werden.

3. Machen Sie ein soziales Thema zur Markenstrategie

Die Award-Saison scheint ihren Höhepunkt in Sachen Cause-Related Marketing erreicht zu haben. In Film und Fernsehen stehen kooperativen Bemühung für soziale und andere wohltätige Zwecke im Mittelpunkt. Der Film „Selma“ stellt die Zivilrechtsfragen in den Mittelpunkt, „Downton Abbey“ thematisiert Vergewaltigung und der Sommer 2014 zeigte, dass man mit einem Eimer Eiswasser ein größeres Bewusstsein für Krankheiten wie ALS hervorrufen kann.

Vielleicht ist dies ein guter Zeitpunkt, um erneut zu prüfen, ob Ihrer Marke sich auch sozial einbringen sollte und zwar nicht nur als Marketingstrategie sondern einfach, um etwas Gutes zu tun. Wie eMarketer berichtet, haben 53 % der Verbraucher Produkte wegen einer sozialen Initiativen gekauft. Dies zeigt: Gutes tun, kann auch zu einem guten Geschäft führen.

4. Preise sind gut, aber nicht alles

Für Schauspieler ist der Oscar der wichtigste Preis ihrer Karriere. Mehr als diesen Preis können sie nicht gewinnen.

Auch Agenturen sind stolz darauf und Kunden lieben es sie entgegen zu nehmen: Auszeichnungen sind wichtig, sie würdigen harte Arbeit, eine gute Strategie und Kreativität. Am Ende sorgen Preise allerdings nicht für klingelnde Kassen oder für ein anderes Bewusstsein beim Kunden und Konsumenten. Investieren Sie ihre Zeit, um die beste Kampagne für Ihr Unternehmen zu schaffen und nicht, um einem Preis nachzujagen.

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