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Vertrauen vermögender Anleger in Banken stabilisiert sich

Das Vertrauen der gut situierten Deutschen in die Banken erholt sich: 58 Prozent von ihnen geben aktuell an, in der Finanzkrise das Vertrauen in Banken verloren zu haben. Im Sommer des vergangenen Jahres lag dieser Wert noch bei 70 Prozent, im Winter 2008 immerhin noch bei 60 Prozent. Es zeichnet sich also ein deutlicher Kurswechsel ab. Das ist eines der Ergebnisse der neuesten Erhebung des German Wealth Monitor (GWM) vom Institut für Markencontrolling Brandcontrol.

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Für die halbjährlich erscheinende Studie befragt das Institut 1 000 Personen aus den TOP drei Prozent der deutschen Einkommenspyramide unter anderem zu Reputation und Vertrauen in 39 deutsche und ausländische Banken. Die aktuelle Erhebungswelle des GWM zeigt: Das Vertrauen der gut situierten Anleger in die Banken kehrt langsam zurück. Noch immer führend in Sachen Anlegervertrauen sind die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken. Jeweils 45 Prozent der Befragten geben an, dass sie diesen Institutionen voll vertrauen.

Dahinter gruppieren sich neuerdings die schweizerischen Privatbanken. Nach dem Streit mit dem ehemaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück um die Lockerung des Bankgeheimnisses hat sich die Aufregung darüber etwas gelegt. Die erfolgreichen Bemühungen der Schweizer, das Bankgeheimnis so weit wie möglich zu wahren, werden von den Anlegern honoriert. So setzen aktuell 29 Prozent der vermögenden Anleger volles Vertrauen in die Bank Pictet, 20 Prozent von ihnen vertrauen voll der Vontobel-Gruppe. Damit eröffnen sich den Banken gute Chancen, mit dieser wichtigen Kundengruppe wieder ins Gespräch zu kommen.

Auf die kleineren deutschen Privatbanken sieht Brandcontrol ein Gattungsproblem zukommen. „Der Fall Sal. Oppenheim, wirtschaftliche Schwierigkeiten bei einigen anderen Instituten sowie das hilflose Schweigen zahlreicher Privatbanken in der Hochzeit der Krise haben dazu geführt, dass selbst renommierte Häuser wie Metzler und Lampe in einer Art Sippenhaft an Vertrauen verlieren“, stellt Brandcontrol Geschäftsführer Dr. Harald Jossé fest. So sprechen beispielsweise dem Bankhaus Lampe nur noch 15 Prozent der gut situierten Anleger ihr volles Vertrauen aus.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass eine „Bodenbildung“ in der Vertrauenskrise offenbar erreicht ist. Wichtige Gründe für die Stabilisierung des Anlegervertrauens sind Nachrichten über aktuell erzielte Gewinne bei einer Reihe von Banken und die allgemeine Erholung der Konjunktur. Nicht zuletzt spielen die steigenden Aktivitäten der Anleger an der Börse für die gegenwärtige Zuversicht gegenüber den Bankhäusern eine Rolle. „Insbesondere jene Banken, die noch über hohes Anlegervertrauen verfügen, können jetzt neue Kunden für sich gewinnen“, meint Dr. Harald Jossé. Auch beim Bestandskundengeschäft könne man vorsichtig damit beginnen, statt den Festgeldanlagen wieder leicht risikoreichere Anlageformen zu empfehlen.

www.brandcontrol.com

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