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Verliert Apple den Premiumanspruch?

Wenige Unternehmen verkörpern im Bewusstsein vieler Verbraucher den Begriff „Innovation“ so wie Apple. Doch der Glamour, der diese Markenikone umgibt, scheint zu verblassen, analysiert die Marketingzeitschrift absatzwirtschaft in ihrer neuen Ausgabe. In vielen Bereichen – nicht zuletzt beim Innovationstempo – machen Wettbewerber wie Samsung und Google den Kaliforniern die Vorreiterrolle streitig.

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Apple werde nicht mehr verklärt wie zu Zeiten von Steve Jobs, sondern ist inzwischen in weiten Teilen ein ziemlich normales Unternehmen mit Problemen und Marotten. Dazu gehöre, dass das Terrain für die Produkte von Apple schwieriger geworden ist. Die Märkte für Smartphones und Tablets wachsen in den Industrieländern nicht mehr grenzenlos.

Samsung bewirkt größere Anstrengungen

Konkurrent Samsung hat sich vom Billigimitator zum starken Wettbewerber entwickelt und greift erfolgreich an. Das ist durchaus gut fürs Innovationstempo, meint Peter Sealey, Ex-Marketing-Chef von Coca Cola und Gründer der Marketingberatung The Sausalito Group: „Samsung bewirkt, dass sich Apple mehr anstrengen muss und noch besser wird. Es ist wie das Rennen zwischen Coca Cola und Pepsi.“

Für Zweifel an der Innovationsfähigkeit sorgen dagegen die Gerüchte, dass die Premiummarke Apple in den Markt mit preiswerten Smartphones einsteigen wolle. „Wenn Apple-Chef Tim Cook damit anfängt, verwandelt er Apple in eine völlig andere Firma“, warnt der kalifornischen Technik-Experte Rob Enderle.

Apples Geschäftszahlen in der Übersicht

Die Geschäftszahlen, die Apple kürzlich vorlegte und die Statista in einer Infografik zeigt, sind angesichts der Rekorde der Vergangenheit eher als mäßig einzustufen. Im zweiten Geschäftsquartal 2013 (Januar bis März) musste das Unternehmen erstmals seit zehn Jahren einen Gewinnrückgang hinnehmen. 9,5 Milliarden US-Dollar bedeuten im Jahresvergleich ein Minus von gut 18 Prozent. Erfreulicher sieht Apples Bilanz beim Umsatz aus, der um rund elf Prozent auf 43,6 Milliarden US-Dollar zulegte.

Die Verkaufszahlen des iPhones sind im vergangenen Quartal nur leicht auf 37,4 Millionen Geräte (plus 7 Prozent) gestiegen. Dagegen zog der iPad-Absatz deutlich um 65 Prozent auf 19,5 Millionen Geräte an. Stark eingebrochen (minus 27 Prozent) sind die Verkaufszahlen bei Apples einstigem Zugpferd, dem iPod. Das Geschäft mit PCs und Notebooks stagnierte in den vergangenen drei Monaten. Für das nächste Quartal geht Apple von 33,5 bis 35,5 Milliarden US-Dollar Umsatz und einer weiter schrumpfenden Gewinnspanne aus.

Die Quartalsergebnisse hat Statista in dieser Infografik aufbereitet:

Grafik: Apples aktuelle Quartalszahlen

Die ausführliche Apple-Analyse von absatzwirtschaft lesen Sie in Ausgabe 5-2013, zu beziehen in unserem Onlineshop.

www.absatzwirtschaft-shop.de

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