Suche

Anzeige

Verein Deutsche Sprache kritisiert DFB für „Best never rest“ – obwohl der Spruch von Mercedes stammt

Für den Spruch "Best never rest" wurde der Deutsche Fußballbund (DFB) vom Verein Deutsche Sprache (VDS) zum "Sprachpanscher des Jahres" gekürt. Dabei stammt der Claim gar nicht vom DFB, sondern vom Sponsoren Mercedes Benz. Das juckt den VDS aber nicht weiter.

Anzeige

Von 

Der Verein Deutsche Sprache verleiht jedes Jahr den Negativpreis “Sprachpanscher des Jahres”, in der Regel für als unsinnig empfundene Anglizismen. Der zugegebenermaßen recht dümmliche Spruch “Best never rest” passt da schön in die Reihe. “Neue Klatsche für den Deutschen Fußballbund: DFB ist Sprachpanscher des Jahres“, titelt der Verein auf seiner Website. In der Begründung heißt es unter anderem:

Der Deutsche Fußballbund ist der Sprachpanscher des Jahres 2018. Sein Motto „Best never rest“, mit dem der DFB zur missglückten WM-Verteidigung in Russland angetreten war, klänge nach Meinung erzürnter Sprachfreunde wie die ungelenke Formulierung eines russischen Englischschülers im ersten Lernjahr. Auch der Aufdruck „Germany“ auf verschiedenen Kleidungsstücken wurde oft moniert.

Lobend erwähnt wurde dagegen die kroatische Mannschaft, die den Landesnamen in Landessprache auf ihre Trikots druckte (“Hrwatska”). Dumm nur, dass “Best never rest” gar keine Kreation des viel gescholtenen DFB war, sondern von den Werbe-Strategen des Nationalmannschaft-Sponsors Mercedes Benz stammt, worauf der DFB via Twitter in unnachahmlich diplomatischer Manier hinwies:

Die beleidigte Pampigkeit des DFB-Tweet war dann wiederum für viele Nutzer Grund genug, verbal auf den Fußballbund einzudreschen. Es wurde nicht zu unrecht darauf hingewiesen, dass der DFB, bzw. sein Marketing-Konstrukt “Die Mannschaft” den “Best never rest”-Spruch vielfach retweeteten und ihn sich somit auch zu eigen gemacht hatten. Trotzdem: Es handelt sich dabei um keinen DFB-Werbespruch, wie die Sprachwächter behaupten. Auf unsere Anfrage, warum der Verein den Negativpreis dem DFB zugedacht hat, obwohl der kritisierte Spruch doch von Mercedes stammt, antwortete VDS-Geschäftsführer Oliver Baer:

Sollen wir nun glauben, der DFB habe mit dem Werbespruch Best Never Rest nichts, aber auch gar nichts gemein gehabt? Hätte der Verein Deutsche Sprache womöglich übersehen, dass sich der DFB um Distanzierung von dem Werbespruch bemüht hätte? Dann müssten wir in uns gehen.

Das war zwar gar nicht die Frage, aber gar so genau nehmen sie’s beim Verein Deutsche Sprache dann offenbar auch wieder nicht.

Digital

CES 2019 (Teil 1): Ob albern oder sinnvoll – diese Highlights aus Las Vegas bringen Schwung ins Marketing

Es ist ein schmaler Grat zwischen technologischer Albernheit und echtem Verständnis der Customer Journey. Die CES 2019 war ein Lehrbeispiel für die veränderten Ansprüche an Marketing, in einer Zeit des aufgeklärten, gut informierten und mündigen Endkunden. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Überraschender Abschied: DB-Marketingchefin Neubauer gibt im Spätsommer ihren Posten auf

Antje Neubauer arbeitet seit zwölf Jahren bei der Deutschen Bahn. Im Spätsommer dieses…

Reise- und Tax Free Shopping-Trends: Die Handelskrise wird die Touristenströme in 2019 entscheidend beeinflussen

Wie werden Millennials in Zukunft im Ausland shoppen? Innovative Zahlungstechnologien und Serviceleistungen sollten…

Logo versus visuelle Positionierung oder warum Mastercard nicht Apple oder Nike ist

Starke Marken besitzen eine verbale und eine visuelle Positionierung. So besitzt Flixbus die…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige