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Verbraucherinformation tut not

Innovationen haben es häufig schwer sich im Markt durchzusetzen, weil die potenziellen Käufer ihren Nutzen nicht sehen. Dieses Schicksal könnten auch Location-based Services erleiden, wenn die Verbraucher nicht frühzeitig über den Nutzen der Technik informiert werden, wie die August-Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der absatzwirtschaft zeigt.

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Werden den deutschen Onlinern Location-based Services
abstrakt vorgestellt, dann ist es für rund 40 Prozent vorstellbar, diese auch zu
nutzen. Mehr als ein Drittel würde standortbezogene Dienste, die mittels
Mobiltelefon empfangen werden können, nicht nutzen und ein gutes Drittel weiß
überhaupt nicht wo es lang geht. Werden Location-based Services anhand konkreter
Beispiele allerdings erläutert, geben die offenbar notwendigen Hinweise erste
Orientierung und führen zu einem deutlich veränderten Ergebnis. Dann wollen nahezu
80 Prozent ortsbezogen abrufbare Informationen nutzen und nur jeder Fünfte würde
dann auf Location-based Services verzichten wollen. Das ergab die August-Umfrage von
eMind@emnid im Auftrag der Fachzeitschrift absatzwirtschaft zu ortsgebundenen
mobilen Datendiensten.

Stadtpläne gehören jenseits der Sprachdienste mit 49 Prozent Nennungen bei den
deutschen Internet-Nutzern zu den Favoriten der ortsgebundenen Mobilfunkdienste.
Mit 32 Prozent sind in der Nähe liegende Geschäfte mit Sonderangeboten und mit 31
Prozent die nächstgelegene Notdienst-Apotheke weitere attraktive Dienste auf das
Handydisplay. Weiter gehören der nächstgelegene Geldautomat (28 Prozent), die
nächstgelegene Tankstelle (24 Prozent) und das nächstgelegene Restaurant (19
Prozent) zu den gefragtesten Informationen der deutschen Internet-Nutzer.

Das Thema Datenschutz wird von jedem zweiten deutschen Onliner kritisch gesehen. 52
Prozent sehen bei den LbS-Diensten Datenschutzprobleme auf die Betreiber zukommen.
Weiteres überraschendes Ergebnis: 40 Prozent würden ihr Handy abschaffen wollen,
wenn durch LbS der Aufenthaltsort des Handybesitzers bestimmbar sei. „Offenbar ist
den Befragten nicht klar, daß diese Standortbestimmung bereits möglich und für die
Einbuchung in die jeweiligen Funkzellen auch notwendig ist,“ sagt Carsten Theisen,
Director von eMind@emnid, der Internetforschung von TNS EMNID.

Als ein weiteres Hindernis könnten sich lokale Werbemails auf das Handy erweisen.
Der unaufgeforderte Empfang solcher Botschaften wird von 77 Prozent der Internet-
Nutzer abgelehnt. Und: lediglich elf Prozent der Befragten würden ihren Netzanbieter
wechseln, um überhaupt Location-based Services in Anspruch nehmen zu können.

„Dass auch diese neue Technologie breite Akzeptanz finden kann, beweist der Einzug
des Handys in unseren Alltag. Hier stand immer der Nutzen im Vordergrund, weniger
die Technik. Verbraucherinformation ist daher mehr gefragt denn je. Dabei ist der
Schritt zu Location-based Services kleiner, als aus Konsumentensicht vermutet,“ so
Theisen.

eMind@emnid befragte zwischen dem 22. Mai und dem 29. Juli 2002 insgesamt 623
Internetnutzer. Die Untersuchung wurde im TNS EMNID-Onlinepanel durchgeführt. Sowohl
beim Panelaufbau als auch bei der Auswahl der Teilnehmer an dieser Befragung wurde
dafür Sorge getragen, daß die Struktur der Befragten der aller deutschen Onliner
entspricht. Die Ergebnisse sind somit repräsentativ für alle Internetnutzer in
Deutschland.

www.emind.emnid.de

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