Suche

Anzeige

Verbraucher geben sich Teilschuld an Lebensmittelskandalen

Pferdefleisch, Werbelügen, falsch deklarierte Milch – die Skandale um Lebensmittel scheinen 2013 ihr großes Jahr zu haben. Verbraucher sind verunsichert, suchen die Schuld aber nicht ausschließlich bei Unternehmen, sondern auch bei sich selbst. Gerade ältere Menschen nehmen sich in die Verantwortung. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Anzeige

57 Prozent der Deutschen geben den Verbrauchern – und damit auch sich selbst – eine (Teil-)Schuld an Lebensmittelskandalen wie zuletzt zum Thema Pferdefleisch oder Bio-Eier. Für 48 Prozent sind sowohl Industrie und Verbraucher dafür verantwortlich, für neun Prozent ausschließlich die Verbraucher. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.100 Bundesbürgern durch die Nürnberger Marktforschung Puls. „Die verbreitete Meinung, dass ausschließlich die Industrie für derartige Skandale verantwortlich sei, wird mit diesem Ergebnis klar widerlegt“, sagt Dr. Konrad Weßner, Geschäftsführer der Puls Marktforschung.

Gerade für Ältere ab 60 Jahren tragen die Verbraucher zu über zwei Drittel die gesamte oder zumindest eine Teilschuld. Jüngere bis 30 Jahre schieben dagegen den Schwarzen Peter nur zu 51 Prozent den Konsumenten zu. Auch Männer sehen sich unterdurchschnittlich als Verursacher von Lebensmittelskandalen (53 Prozent, Frauen 60 Prozent).

Für 43 Prozent trägt allein die Industrie die Verantwortung für die aktuellen Lebensmittelskandale. Dabei gilt: Je höher das Einkommen, desto geringer wird die alleinige Schuld bei der Industrie gesehen.

„Die Verbraucher haben erkannt, dass sie selbst für sich und zukünftige Generationen verantwortlich sind. Bei vielen hört diese Verantwortung heute noch an der Supermarktkasse auf. Der Trend zu biologischen und regionalen Produkten könnte eine Trendwende bringen“, resümiert Weßner. So geben heutige Intensiv-Konsumenten von Bio-Lebensmitteln den Verbrauchern bereits zu 70 Prozent eine (Teil-)Schuld an den Skandalen.

Die gesamten Ergebnisse unter: www.puls-marktforschung.de

Digital

„Ergebnisse der Umfrage sind alarmierend“: Umsatzrückgänge durch DSGVO im Marketingbereich stärker als erwartet

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist seit fast drei Monaten in Kraft. Nun hat der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) eine Umfrage unter seinen Mitglieder zu den wirtschaftlichen Folgen durchgeführt. Umsatzrückgang und zeitlicher wie bürokratischer Aufwand bei der Umsetzung seien enorm, so das Ergebnis. "Die wirtschaftlichen Folgen wurden vom Gesetzgeber unzureichend bedacht", sagt der DDV und fordert Anpassungen. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

„Ergebnisse der Umfrage sind alarmierend“: Umsatzrückgänge durch DSGVO im Marketingbereich stärker als erwartet

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist seit fast drei Monaten in Kraft. Nun hat der…

Plakat mit ausgestrecktem Mittelfinger sorgt für größten Frust: Deutscher Werberat veröffentlicht Halbjahresbilanz

Der Deutsche Werberat hat seine Halbjahresbilanz für 2018 präsentiert. Die Zahl der Beschwerdefälle…

Redaktionsliebling: Nike lässt ein Phantom teuflisch gut kicken

Nike Football hat ein actiongeladenes Video erstellt, um seine Fußballschuhlinie „Phantom“ zu promoten.…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige