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US-Behörde plant Strafe für ungekennzeichnete bezahlte Meldungen

Die US-Bundeshandelskammer Federal Trade Commission (FTC) will sich dem zunehmenden Problem des verdeckten Sponsorings auf „Blogs“ beziehungsweise auf Websites geführten „Tagebüchern“ annehmen. Wie die New York Times berichtet, hat die Kommission, die unter anderem für den Verbraucherschutz in den USA zuständig ist, dafür bereits ein Regelwerk ausgearbeitet, das noch in diesem Sommer in Kraft treten könnte.

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Um zu verhindern, dass Blogger mit bezahlten Beiträgen, die für Leser als normale Nutzer-Meldungen erscheinen, Verbraucher in die Irre führen, will die FTC die „Blogosphäre“ generell einer stärkeren Überwachung unterziehen. Danach sollen Blogger, die gesponsorte Beiträge veröffentlichen, ohne diese als solche zu kennzeichnen, Entschädigungen an ihre Leser beziehungsweise die sogenannten „Follower“ zahlen.

Hintergrund des Vorstoßes sei die überhandnehmende Praxis, dass Unternehmen Blogger beauftragen, bestimmte Produkte mit einer positiven Meinung zu bewerten und diese dann auf einschlägigen Seiten im Web zu veröffentlichen. „Dass sich Konsumenten heute zunehmend im Netz schlau machen, bevor sie sich für ein bestimmtes Angebot entscheiden, liegt vor allem an der unglaublichen Fülle und Authentizität der dort zu findenden Testberichte“, erklärt Markus Hübner, Geschäftsführer der Brand Management Agentur „Brandflow“. Im Moment herrsche in dieser Hinsicht noch große Glaubwürdigkeit im Web. Wie am Beispiel der USA ersichtlich werde, nehme die Gefahr, dass diese Glaubwürdigkeit verwässert wird, bereits heute deutlich zu.

Dass die FTC angesichts des wuchernden Missbrauchs der Blogger-Glaubwürdigkeit nun in den USA die Einführung eigener Richtlinien plane, sei ein prinzipiell richtiger Ansatz. „Die Unternehmen und PR-Agenturen brauchen klar definierte Spielregeln dafür, welches Vorgehen in diesem Zusammenhang erlaubt ist. Auch für den Fall eines nachweislichen Verstoßes muss festgelegt sein, welche Strafe der Übeltäter zu erwarten hat“, unterstreicht Hübner. Vorstellbar wäre etwa eine Art Punktesystem, das etwaige Vergehen abgestuft sanktioniert. Unternehmen und Agenturen müssten sich aber in jedem Fall darüber im Klaren sein, dass die Entdeckung einer bewusst gefälschten Blogmeldung einen enormen Imageschaden für die betroffenen Marken oder Produkte nach sich ziehen kann.

Die zunehmende Zahl von Bezahl-Beiträgen auf Blogs habe mittlerweile dazu geführt, dass sich die „Blogosphäre“ Sorgen um ihre Reputation machen muss. Dennoch werde die Einführung eines Regelwerks, das diese Praxis unterbinden soll, von vielen ihrer Mitglieder eher kritisch gesehen. In Zentrum der Bedenken stünde dabei die Frage, ob es einer Regierungsbehörde erlaubt sein sollte, sich in einen derart sensiblen Bereich wie „Weblogs“ einzumischen. Unklar sei bisher auch, wie die FTC es schaffen will, die Fülle an Blogmeldungen zu kontrollieren, die inzwischen im Netz zu finden ist. pte

www.brandflow.at

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