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US-Automarkt: Trump-Effekte beim Wachstum?

Der US-Automarkt ist ein gesättigter Markt, aber mit dem besseren Wirtschaftswachstum des Jahres 2017 steigen auch die Chancen für ein gutes Autojahr in USA. Abgeschwächter dürfte das mittelfristige Wachstum nach den Trump Ankündigungen zum „Make America Great Again“ für Exportstaaten wie Mexiko ausfallen.

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Mit einem Trump-Effekt rechnen nicht nur die OECD bei der wirtschaftlichen Entwicklung der USA, sondern auch andere Organisationen, wie etwa der IWF. Zwar ist Mexiko das neue Produktions-Eldorado der Autowelt, doch es könnte durch die von Trump angekündigte Politik des Schutzes der heimischen Industrie geschwächt werden.

Zwar herrscht in den USA immer noch Unsicherheit über genauen Wirtschaftskurs des zukünftigen US-Präsidenten, aber ein Teil seiner Wahlversprechungen wird er gegenüber seinen weißen Wählern einlösen müssen. Drei dieser Wahlversprechen werden den US-Automarkt zusätzliche Impulse verleihen und gleichzeitig Mexiko schwächen.

Erstens, das Trump-Versprechen von Konjunkturprogrammen und Steuersenkungen

Niedrige Steuern bedeuten bei den ausgabefreudigen Amerikanern mehr Konsum. Konsum kann leicht beflügelt werden durch etwa Abwrackprämien für Autos oder eine zeitweilige Absenkung der Mehrwertsteuer. Autos werden damit billiger, die konsumfreudigen US-Amerikaner haben mehr Geld in der Tasche, die Konjunkturlokomotive aus Detroit wird gestärkt.

Zweitens, die Trump’sche Drohung der Mauer nach Mexiko

In den USA werden etwa 3,3 Millionen Autos mehr verkauft als im Lande produziert werden. Ein Großteil dieser Autos wird beim Nachbarn Mexiko produziert. Erst vor ein paar Monaten hat Audi sein neues Werk in Mexiko eröffnet. Der VW-Konzern hat damit in Mexiko Produktionskapazitäten für knapp 600.000 Neuwagen. Hyundai-Kia und Toyota verkaufen jeweils 650.000 Autos in USA mehr als dort produziert werden. Mazda baut in Mexiko knapp 200.000 Autos, ein Großteil für die USA. Was läge näher als Zölle für Fahrzeugimporte einzuführen. Was China kann, könnte auch für die USA denkbar sein. Damit hätte Trump zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Amerikaner kaufen mehr Autos und deutlich mehr davon aus Amerika. Für die weißen Wähler im Rust Belt wäre so ein Wahlversprechen eingelöst.

Drittens, Trump und die konventionelle Energie

bildschirmfoto-2016-12-12-um-10-43-14Schnelles Wachstum ohne hinderliche Regulierungen, vor allem im Umweltbereich, die das alte Detroit stören wird stärker zur Strategie. Die alten Produktionsanlagen um Detroit können daher schnell wieder angeworfen werden. Dort wurden jahrzehntelang mit dicken Acht-Zylinder-Straßenkreuzern blendende Gewinne eingefahren. Tausende Bandarbeiter und ihre Familien hingen an diesen „Gas Guzzlers.“ Doch dann machte ihnen die Regierung Obama den Garaus, indem sie ehrgeizige Verbrauchsziele für Neuwagen vorschrieb. Die US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) wollte 2017 die Vorschriften zur Halbierung des Benzinverbrauchs auf 55 Meilen pro Galone im Jahr 2025 rechtskräftig verabschieden. Daraus dürfte nichts werden. Trump hat die Auflösung der EPA angekündigt. Benzin ist billig und der menschengemachte Klimawandel für Trump bekanntlich nur eine Erfindung. Nach seinem Wahlsieg stiegen die Aktien von Ford und GM unmittelbar um zehn Prozent. Börsianer erwarten offenbar, dass Trump seine Wahlversprechen mit einem umwelt- und klimapolitischen Rückwärtssaldo einlösen wird. Damit ist für das Jahr 2017 ein US-Automarkt von 17,9 Millionen Fahrzeugverkäufen zu erwarten.

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