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Urlaubsanbieter brauchen mehr Fingerspitzengefühl

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise wollen mehr als 40 Prozent der Verbraucher im kommenden Jahr seltener verreisen. Außerdem möchte jeder Dritte weniger Geld für Unterkunft und Verpflegung ausgeben. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG), für die weltweit mehr als 8000 Konsumenten befragt wurden.

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Insgesamt hätten sich diese Werte gegenüber dem Frühjahr schon wieder etwas erholt, denn damals hätte beispielsweise noch jeder Zweite geplant, nicht mehr so oft in Urlaub zu fahren. Nur bei der Wahl des Transportmittels seien die Deutschen noch knauseriger geworden. Der Anteil von Verbrauchern, die etwa auf Billig-Airlines umsteigen wollen, sei um weitere sechs Prozent auf 44 Prozent gestiegen. „Selbst wenn sich die Reiselust der Deutschen wieder erholt, werden sie ihren Urlaub zukünftig anders planen als bisher: Sie werden die einzelnen Angebote im Hinblick auf Dauer, Zielort, Transportmittel und Hotel viel sorgfältiger vergleichen und auswählen. Dabei wird das Internet eine große Rolle spielen“, sagt Martin Koehler, Geschäftsführer bei BCG in München sowie Leiter des weltweiten Sektors „Reisen und Tourismus“.

Manche europäische Nachbarn seien sogar noch zurückhaltender als die mehr als 1000 Bundesbürger unter den Befragten. Während hierzulande im nächsten Jahr 45 Prozent weniger Geld für ihren Urlaub einplanten, treffe dies in Frankreich auf 57 Prozent und in Spanien sogar auf mehr als 60 Prozent zu. Dabei würden sich die bevorzugten Einsparmöglichkeiten je nach Land unterscheiden. Während Italiener und Franzosen vor allem weniger für Unterkunft und Verpflegung ausgeben wollten, hätten besonders viele Briten vor, künftig gezielt nach Sonderangeboten Ausschau zu halten. Eine sehr große Anzahl US-Amerikaner wolle seltener in Urlaub fahren, die Japaner würden dagegen wie die Deutschen möglichst bei Reisekosten sparen. Beim Blick auf einzelne Altersgruppen falle auf, dass in Deutschland vor allem ältere Menschen bei ihren Urlaubsvorhaben zurückhaltend sind. „Gelingt es den Tourismusunternehmen, ihre Angebote schnell an die neuen Bedürfnisse der Verbraucher anzupassen, können sie sich den wachsenden Optimismus und die veränderten Verhaltensweisen der Verbraucher zunutze machen“, ist Koehler überzeugt.

www.bcg.de

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