Suche

Werbeanzeige

Unverständnis bei den Dienstleistern im Direktmarketing

"Ob es 2009 noch Mailings gibt, ist fraglich" oder "Das Direktmarketing stirbt mit Ansage" lauten die apokalyptisch anmutenden Äußerungen aus der Direktmarketing-Branche. Grund ist der Ende Oktober vom Bundesinnenministerium vorgelegte Entwurf zur Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes.

Werbeanzeige

Doch wie wirken sich die angestrebten Änderungen künftig tatsächlich aus? „Der Entwurf streicht das sogenannte „Listenprivileg“. Danach dürfen bestimmte in Listen zusammengefasste Daten einer Personengruppe bislang zu Werbezwecken genutzt und auch an andere Unternehmen weitergegeben werden. Es sei denn, der Betroffene hat dem zuvor widersprochen“, erklärt Rechtsanwalt Ingo Schöttler, LL.M. von der Kanzlei Rödl & Partner in Nürnberg.

In Zukunft soll die Weitergabe der Daten an andere Unternehmen grundsätzlich nicht mehr möglich sein. Ein Ausnahme liegt vor, wenn der Betroffene ausdrücklich vorher schriftlich einwilligt. Eine weitere Ausnahme soll es nur noch im rein karitativen Bereich der Spendenwerbung geben. Untersagt der Gesetzgeber künftig tatsächlich die Weitergabe von persönlichen Daten wie Name, Anschrift, Geburtstag und Berufsbezeichnung an andere Unternehmen, so befürchtet die Branche große Probleme bei der Akquisition von Neukunden: Ein Unternehmer darf Neukunden nur dann noch per Mailing akquirieren, wenn er zuvor Adressdaten erworben hat, bei denen der Betroffene ausdrücklich in Werbung durch bestimmte „fremde“ Unternehmen eingewilligt hat.

Marko Reiß von Team Go Direct betreut deutschlandweit Kunden wie Freenet, Metro Cash & Carry Deutschland, OTTO Media, die Praktiker Bau- und Heimwerker AG und Acer Computer. „Das ist doch das Gleiche, als wenn man das Medium E-Mail abschaffen würde, nur weil es einige Wenige gibt, die unsere Mailboxen mit Spam verseuchen“, protestiert der Geschäftsführer der Hamburger Dialogmarketingagentur. Mit der Umsetzung des Entwurfs zäume man das Pferd von hinten auf. Man müsse Wege finden, die schwarzen Schafe aus dem Verkehr zu ziehen, ohne dabei gleich die komplette Direktmarketingbranche zu zerstören.

Der Dienstleister befragte Verbraucher mit dem Online-Panel mafo.de. Danach lesen 83,1 Prozent der Kunden gerne Werbeprospekte. Knapp vier Fünftel (78,8 Prozent) finden persönliche Angebote per Post oder auch per E-Mail sogar wichtig. Und 91,6 Prozent der Befragten fordern die Einführung einer stärkeren, juristischen Sanktionierung von Datenschutzverstößen. Der Gesetzentwurf äußert sich diesbezüglich aber eher zurückhaltend: Neben der Einführung einer Melde- und Informationspflicht sieht er nur eine moderate Erhöhung des Bußgeldrahmens vor.

www.godirect.de/umfrage

Digital

Neue Studie: HubSpot präsentiert „The Future of Content Marketing“ auf der dmexco

HubSpot stellte auf der dmexco die neue Studie „The Future of Content Marketing“ vor, die einen Einblick in die aktuellen Online-Vorlieben und -Wünsche von Verbrauchern gibt. Inken Kuhlmann erläutert die Ergebnisse und zeigt, wohin die Entwicklung geht. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Sie snappen 30 Minuten am Tag: Snapchat meldet fünf Millionen deutsche Nutzer

Auf der diesjährigen Dmexco ist ein Newcomer vertreten, der in den vergangenen beiden…

Dekadente Luxusreisen: So originell binden Chefs ihre Mitarbeiter ans Unternehmen

Wie bindet man Mitarbeiter an eine Firma? Das Unternehmen UNIQ GmbH, zu dem…

Das sind die wichtigsten Verteidigungsmaßnahmen um Ihren Workspace zu schützen

200.000 betroffene Computer in 150 Ländern, hunderte Millionen Dollar Schaden. Ein Erpressungstrojaner namens…

Werbeanzeige

Werbeanzeige