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Unverändert hohe Sensibilität bei Messekosten

Die Rahmenbedingungen für die deutsche Messewirtschaft haben sich nach dem Krisenjahr 2009 erheblich verbessert. Neue Impulse geben die deutlich positive Grundstimmung in der Wirtschaft sowie hohe Auftragszuwächse – auch aus dem Ausland. Dem „Messe-Trend 2011“ des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses (AUMA) der deutschen Wirtschaft zufolge wollen 27 Prozent der deutschen Aussteller in den beiden nächsten Jahren ihre Messebudgets erhöhen. Nur 16 Prozent planen geringere Ausgaben.

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Der AUMA-Messe-Trend 2011 basiert auf einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid. Die Etat-Erhöhungen konzentrieren sich demnach eher auf größere Firmen: Ein Drittel der Firmen mit über 50 Millionen Euro Umsatz wollen mehr Geld für Messen ausgeben, bei kleineren Unternehmen ist es nur ein Viertel. Die Ergebnissen zeigen weiter, dass deutlich mehr Investitionsgüteraussteller (32 Prozent) ihre Messe-Etats erhöhen wollen als Konsumgüteraussteller (23 Prozent). Gleichzeitig beabsichtigen 17 Prozent der kleineren Firmen, ihre Messe-Etats um über ein Zehntel senken. Der AUMA-Vorsitzende Hans-Joachim Boekstegers erklärt hierzu: „Es gibt unverändert eine hohe Sensibilität bei den Messekosten. Die Aussteller achten sehr streng darauf, welche Messe für sie wirklich effizient ist.“

Die Hälfte der Aussteller mit größerem Budget strebe größere Standflächen an, 42 Prozent planten höhere Investitionen in den Standbau, und 26 Prozent wollten sich an mehr Messen als zuvor beteiligen. Konsumgüterhersteller werden den Ergebnissen zufolge zu 75 Prozent die Zahl der Messeauftritte im Inland konstant halten. Bei Auslandsmessen betrage dieser Wert 83 Prozent. Von den Investitionsgüterausstellern planten nur 60 Prozent konstante Inlandsbeteiligungen, 70 Prozent hielten am Umfang ihrer Auslandspräsenz fest. Nach Ansicht Boekstegers testet man offensichtlich im Inland eher einmal neue Messeangebote, da das Risiko überschaubar sei, im Ausland setze man dagegen eher auf bewährte Beteiligungen.

Die Position des Instruments Messe im Kommunikations-Mix sei stabil bis steigend. Für 84 Prozent der Aussteller seien Messen wichtig oder sehr wichtig. In der Rangfolge vor diesem Instrument stehe nur die im Grunde selbstverständliche Präsenz im Internet, danach folgten der Außendienst und das Direct Mailing. Nach einer ersten Einschätzung des AUMA für das Messejahr 2010 werden sich fast 174 000 Aussteller an 159 überregionalen Messen beteiligen, die Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr betrage damit ein Prozent. Die Standfläche erreiche in diesem Jahr rund 6,9 Millionen Quadratmeter und liege damit rund drei Prozent niedriger als bei den Vorveranstaltungen. Hier wirkten offensichtlich Sparmaßnahmen, die im Jahr 2009 beschlossen wurden.

Die Besucherzahlen sind laut Trendstudie nochmals leicht zurückgegangen: minus zwei Prozent nach minus acht Prozent im Jahr 2009, wobei der stärkste Rückgang die Investitionsgütermessen betrifft. Rund zehn Millionen Interessenten seien insgesamt registriert worden. Trotz zögernder Erholung der Messen im Jahr 2010 sei die Zufriedenheit bei Ausstellern und Besuchern aber vielfach hoch. Veranstalter seien überdies dabei, stärker auf den Feldern Service, Beratung, Catering und Kongress aktiv zu werden.

www.auma.de

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