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Unternehmen vernachlässigen gezielte Kundenansprache

Die meisten Verbraucher sind Werbung gegenüber aufgeschlossen – sofern diese ihren persönlichen Bedarf anspricht. Eine Studie von Forsa und dem Softwarehersteller SAS zeigt jedoch, dass Unternehmen die erfolgreiche Ansprache häufig nicht gelingt. Auch schöpfen sie die Potenziale nicht aus, die das Internet für Marketing und Kundenbindung bietet.

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Die Studie zur Konvergenz bei der Kundenansprache zeigt, dass verbrauchernahe Branchen viel Geld in Werbung investieren: Von den insgesamt gut tausend im Rahmen der Studie befragten Verbrauchern bekam zuletzt fast jeder Dritte (31 Prozent) Werbung von einem Bekleidungsunternehmen, 14 Prozent von einer Bank oder Sparkasse und 13 Prozent von einem Telekommunikations-Unternehmen. Es folgen der Handel für Unterhaltungselektronik (neun Prozent), Energieanbieter (sieben Prozent) und Versicherungen (sechs Prozent). Fast neun von zehn Befragten öffnen diese Werbesendungen auch tatsächlich – 51 Prozent lesen sie dann aber nicht.

Elf Prozent der Befragten hingegen entsorgen die Werbesendungen ungeöffnet. Der Grund hierfür: Die klare Mehrheit der Befragten (76 Prozent) ist der Meinung, dass Werbung in der Regel nicht auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Demgegenüber würden beispielsweise 20 Prozent der Bank- und Sparkassenkunden mit Internetzugang gern selbst entscheiden, welche Werbung sie erreicht.

Werbeerlaubnis soll geldwerte Vorteile bringen

Die Unternehmen verschenken demnach ein gewaltiges Potenzial und nutzen die generelle Offenheit vor allem junger Verbraucher für Werbung nicht. Denn immerhin 37 Prozent der 18- bis 29-Jährigen würden für geringe finanzielle Vorteile wie Rabatte, Guthaben oder Lieferkostenerstattung einem Unternehmen, bei dem sie Kunde sind, eine umfassende Werbeerlaubnis erteilen, etwa für das Mobiltelefon oder die private E-Mail-Adresse.

Die Forsa-Befragung im Auftrag von SAS weist zudem auf ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld für die Unternehmen hin: Während sich Verbraucher zunehmend im Internet über Produkte und Dienstleistungen informieren und sich in sozialen Medien und Foren dazu austauschen, wächst auch die Bereitschaft, sich mit Anbietern direkt auseinanderzusetzen. Insbesondere bei Problemfällen würde eine aktive Ansprache durch die betreffenden Unternehmen bei einem hohen Anteil der Befragten auf positive Resonanz stoßen: 81 Prozent der Befragten finden es richtig, wenn sich Unternehmen mittels direkter Kontaktaufnahme im Forum mit Fragen und Kritik ihrer Kunden auseinandersetzen.

Allerdings hat die Bereitschaft zur „Tuchfühlung“ mit Unternehmensvertretern auch Grenzen: So wäre die Mehrheit der Befragten (74 Prozent) nicht bereit, einen Unternehmensrepräsentanten zu den eigenen Kontakten im sozialen Netzwerk hinzuzufügen. Immerhin knapp jeder fünfte Social-Media-Nutzer (19 Prozent) hätte damit jedoch kein Problem.

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