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Ungeduldige Online-Shopper: Drei Sekunden bis zum Tschüss

Kunden sollten in feine Cluster eingeteilt und per intelligentem Storytelling angesprochen werde © Fotolia 2015

Drei Sekunden: Mehr Zeit gibt die Mehrheit der Kunden einem Online-Shop nicht, um die eigenen Angebote zu laden. Das hat eine aktuelle Studie des Internet-Performance-Spezialisten Dyn ergeben.

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Drei Sekunden: Mehr Zeit gibt die Mehrheit der Kunden einem Online-Shop nicht, um die eigenen Angebote zu laden. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Shopper weltweit brechen einen Einkauf nach dieser kurzen Zeitspanne ab, wenn die Seite dann nicht steht. So lautet eines der Ergebnisse einer globalen Studie unter 1.400 Verbrauchern, die der Internet-Intelligence und Performance-Spezialist Dyn jüngst veröffentlicht hat. Wird der Einkauf abgebrochen, so geben nicht alle Shopper der Seite eine zweite Chance. Eine große Mehrheit von 85 Prozent der Befragten ist sich zudem einig: Die Geschwindigkeit mit der ein Online-Shop lädt, wirkt sich auf das Vertrauen aus, das Shopper dem Anbieter entgegenbringen. Der vollständige Report zur Umfrage kann hier heruntergeladen werden.

„67 Prozent der Befragten tätigten in den vergangenen zwölf Monaten einen Einkauf in einem Shop, der seinen Sitz im Ausland hat“, sagt Paul Heywood, Managing Director bei Dyn. „Das überrascht nicht, hat doch kaum eine Erfindung den Handel derart globalisiert wie das Internet. International agierende Händler stehen damit vor einer riesigen Herausforderung: Egal aus welchem Land ein möglicher Kunde den eigenen Shop besucht – die Performance muss immer optimal sein.“

Deutsche etwas nachsichtiger mit schlechter Performance

Geduld scheint kulturellen Schwankungen zu unterliegen: Mehr als 80 Prozent der Shopper aus China brechen nach drei Sekunden ab, wenn das Angebot dann noch nicht verfügbar ist. Bei Shoppern aus Israel, Hong Kong und Malaysia sind ebenfalls zwischen 50 und 70 Prozent der Befragten nicht bereit, länger zu warten. Anders die Deutschen: Genau ein Drittel bricht hier den Einkauf ab, wenn die Website nicht nach drei Sekunden geladen hat. Doch auch nur 32 Prozent warten länger als fünf Sekunden.

Zweite Chance bekommen Händler nicht immer

Auch was zweite Chancen betrifft, sind Deutsche nachsichtiger: Über 80 Prozent der Deutschen würden einer Seite eine zweite Chance geben, wenn diese beim ersten Versuch nicht lädt. Deutsche Shop-Anbieter, die international bestehen wollen, dürfen sich aber nicht an ihren einheimischen Kunden orientieren: International gaben nur 65 Prozent der Befragten an, einer Website eine zweite Chance zu geben. Von den Befragten aus den Niederlanden würden nur 17 Prozent ein zweites Mal kommen, von den Briten nur ein Drittel.

Online-Handel mit grenzenlosem Potenzial

Verbraucher aus Israel (90,2 Prozent), Hong Kong (87,2 Prozent), China (86,8 Prozent) und Singapur (84,1 Prozent) shoppen sehr gerne international. Global haben nur 28,5 Prozent aller Befragten noch nie in einem Online-Shop mit Sitz in einem anderen Land eingekauft. 85 Prozent aller Befragten würden es laut Umfrage in Betracht ziehen, öfters international einzukaufen, wenn dies schneller und einfacher ginge. 70 Prozent würden unter dieser Voraussetzung ganz sicher öfters international einkaufen.

Die eigene Performance im Griff

Online-Shopper wünschen sich von E-Commerce-Anbietern die folgenden drei Dinge am dringlichsten:

  • Online-Shops müssen über alle Verkaufspunkte hinweg – sei es Online, Mobil oder auch im Ladengeschäft selbst – dieselbe hohe Nutzererfahrung bieten. Das wünscht sich über die Hälfte der globalen Verbraucher.
  • E-Commerce-Anbieter müssen ihren Kunden helfen, schneller zu finden, was diese im Shop suchen – so ebenfalls fast die Hälfte der Befragten (47,7 Prozent)
  • Schließlich müssen Anbieter am grundlegenden Auftritt und der Nutzererfahrung ihrer Webseiten arbeiten, wünschen sich 38 Prozent der Befragten.

„Die eigene Infrastruktur haben professionelle Händler meist noch im Griff“, so Paul Heywood. „Dyn liefert ihnen zudem Einblicke in die Performance des globalen Internet-Ökosystems. Hat ein Händler beispielsweise viele Kunden in den Niederlanden, sieht er genau, an welcher Stelle diese auf dem Weg zum eigenen Shop ausgebremst werden. Dyn analysiert die Leistung innerhalb und außerhalb des eigenen Netzwerks und versetzt Entscheider im Unternehmen in die Lage, die Performance insgesamt zu optimieren.“

* Dyn hat im Januar 2015 über 1.400 Verbraucher in 11 Ländern befragen lassen (U.S., China, Indien, Großbritannien, Deutschland, Singapur, Hong Kong, Malaysia, Israel, Die Niederlande und Australien).

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