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Undercover Marketing: Wie Böhmermann Schweiger-Kinopremiere kapert

Böhmermann lässt seine Neo Magazin Royale-Werbung vor dem Schweiger-Tatort laufen

Mit einer bitterbösen Persiflage auf Til Schweigers "Tatort"-Kinofilm verschafft sich der Satiriker Jan Böhmermann nicht nur einen neuen Viral-Hit. Er betreibt zudem Guerilla Marketing at it's best

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An diesem Donnerstag läuft Schweigers Film „Tschiller: Off Duty“ in den deutschen Kinos an. Es ist der dritte Teil des Hamburg-„Tatorts“, dessen zwei vorherige Teile das Erste gesendet hatte. Gleichzeitig geht außerdem Jan Böhmermanns „Neo Magazin Royale“ in die nächste Runde – und das weiß der Satiriker auszunutzen.

Guerilla-Marketing at it’s best

Böhmermann teasert sein ZDFneo-Magazin mit einem eigenen „Tatort“-Trailer an. Darin zu sehen: AfD-Rechte, Feministinnen, Sigmar Gabriel, der WDR und am Ende auch die ganze Stadt Köln. Sie alle fallen Jan Böhmermann in „Deutschland: Off Duty“ zum Opfer. „Der verzogene Bubi ist zurück – actionreicher und aufwendiger als je zuvor“, heißt es in der Beschreibung des Videos, welches klar Bezug auf den bevorstehenden Schweiger-Tatort nimmt. Mit dem Video landet der aktuelle Meister der deutschen Polit- und Popsatire einen erneuten Viral-Hit – und macht sich sowohl die Reichweite und Bekanntheit des „Tatorts“ als auch der Marke Til Schweiger zu eigen.

Doch damit noch nicht genug: Das Video läuft als Werbespot für Böhmermanns „NeoMagazin Royale“ vor dem Schweiger-Film auch im Kino. Laut Böhmermann im Cinespace in Bremen und im Astra in Berlin. Guerilla-Marketing für die neue „Neo Magazin Royale“-Staffel quasi.

Da Böhmermann und Schweiger keine Freunde sind, könnte dieses Video die schlechte Stimmung weiter anheizen. Schweiger entgegnete zuletzt im „Stern.de“-Interview, er finde Böhmermann überhaupt nicht lustig: „Das ist ein leicht verzogener Bubi, der sich selbst am lustigsten findet.“ Dieser „verzogene Bubi“ schafft es aber gekonnt, die Aufmerksamkeit um den Schweiger-„Tatort“ auf sich und seine Sendung zu lenken.

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Kommentare

  1. „Gorilla-Marketing“ muss es heißen.
    Also, sorry, ob man Schweiger mag oder nicht, er bescheißt mich nicht. Satire braucht ein Händchen, da kann man sich schnell mal vertun … … ja, ja, der Erfolg muss laut, das weiß auch Herr Böhmermann … es funktioniert ja, wenn man „Ruhe“ brüllt … ein paar lachen dann schon … bloß warum wohl?

  2. Undercover? Overcover!
    Glückwunsch Böhmi…fürchte nur, dass Deinen Humor nur Wenige verstehen (können). Aber: Es werden mehr. Wir schaffen das ;o).

  3. Wer schreibt, der bleibt.
    Herr Schweiger verkörpert seine Rollen wie ein Schauspieler es zu pflegen versteht.
    Und er er kommt ehrlich rüber. Märchen müssen müssen nicht erst seit 007 anders, schneller und plakativer erzählt werden. Herr B. will sich erst noch einen Namen machen und hängt sich einfach dran, bloß warum wohl?

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