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Umbrüche im Lebensmittel-Einzelhandel: Millennials stellen den Supermarkt auf den Kopf

Knapp die Hälfte der Millennials konsultiert vor einer Kaufentscheidung das Internet, oft direkt vor dem Regal im Supermarkt. Dagegen tun dies nur gut 30 Prozent der Menschen in der Altersgruppe 39 Jahre und älter. Millennials bestellen zudem häufiger als die Altersgruppe 39+ Lebensmittel online. Also sollten Händler mit einer guten Online-Ansprache an sich binden.

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Die Welt der Lebensmittelhändler wird durch die Onlineaffine Generation Y umgekrempelt. Denn diese nutzen Apps von Lebensmittelhändlern doppelt so viel wie in der älteren Gruppe. Ein Grund dafür: Für die Jüngeren ist die Nutzung von Smartphones zur Selbstverständlichkeit geworden, sie sind „always online“. „Für die Millennials ist es selbstverständlich, sich online zu informieren und mit Marken und Produkten zu interagieren, etwa über soziale Medien. Dabei geht es nicht nur um den Preisvergleich, sondern auch um Produkteigenschaften wie Inhaltsstoffe oder Testergebnisse“, erklärt Thorsten de Boer, Partner von Roland Berger. Das zeigt die neue Studie „Millennials im Supermarkt“, für die Roland Berger mehr als 2.000 Verbraucher befragt hat.

Auch Familie und Freunde sind die wichtigsten Berater für Millennials und die am häufigsten genutzte Informationsquelle, wenn es um Marken und Kaufentscheidungen geht.

Millennials bestellen zudem häufiger als die Altersgruppe 39+ Lebensmittel online (47 Prozent versus 34 Prozent). Und sie nutzen das Smartphone, um sich in der Filiale Einkaufslisten anzeigen zu lassen oder mobil zu bezahlen. Dafür suchen sie aktiv nach kostenlosem Wlan im Supermarkt.

Online-Angebot ist entscheidend

 

Weil Millennials anders kaufen, etablieren sich neue Technologien und neue Trends – auch im Lebensmitteleinzelhandel. Für die Händler ergibt sich die Chance, mit entsprechenden Angeboten neue Kunden zu gewinnen. Wichtig, um die Millennials an sich zu binden, ist in erster Linie eine gute Online-Ansprache. Damit können sowohl Händler als auch Marken ihre Kunden bereits vor dem Einkauf für sich gewinnen. Sie können zum Beispiel online Empfehlungen abgeben, Rezepte oder Einkaufslisten anbieten oder die Kundenbindung durch personalisierte Gutscheine steigern. Unverzichtbar ist zudem die Möglichkeit, Lebensmittel online zu bestellen, auch wenn dieser Verkaufskanal erst noch an Akzeptanz gewinnen muss.

Auch das stationäre Geschäft ändert sich

Bei der Wahl eines Lebensmittelgeschäfts legen zwar alle Altersgruppen Wert auf traditionelle Kriterien wie Sauberkeit, ein gut sortiertes Warenangebot und die Nähe zum Wohnort. Doch speziell die Millennials wünschen sich auch Angebote wie Selbstbedienungskassen, kontaktloses Bezahlen mit Karte oder Smartphone sowie WLAN im Supermarkt. Deshalb sollten Händler mit entsprechenden Innovationen maximalen Einkaufskomfort in der Filiale bieten.

Das Werben um die Millennials lohnt sich für den Lebensmittelhandel auf jeden Fall. Nicht nur, weil sie ca. ein Viertel der deutschen Bevölkerung stellen, sondern weil sie eine loyale Käufergruppe sind. So zeigt die Roland Berger-Analyse, dass 42 Prozent von ihnen einem Lebensmittelhändler dann auch treu bleiben, wenn ein anderer Anbieter genauso gut ist.

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