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Überregionale Zeitungen gewinnen Leser hinzu

An einem durchschnittlichen Tag lesen in Deutschland mehr als 48 Millionen Menschen eine Tageszeitung. Damit spielt dieses Medium nach wie vor eine zentrale Rolle im täglichen Leben der Bundesbürger, wie die aktuellen Daten für das Jahr 2011 zeigen, die die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) jetzt vorgelegt hat. Für das Segment Tageszeitungen wurden die erhobenen Daten von der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft ausgewertet.

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Regionale Zeitungen lesen der Media-Analyse zufolge 39 Millionen Deutsche, überregionale Angebote nutzen 4,1 Millionen Bundesbürger. Dass sich die überregionalen Tageszeitungen zunehmender Beliebtheit erfreuen, zeigt ihre erhöhte Reichweite, die im Vergleich zum Vorjahr in Summe um 200 000 Leser zunahm. Im Gegenzug verzeichneten die regionalen Tageszeitungen einen leichten Rückgang von 1,1 Prozent. In erster Linie, so dokumentieren die aktuellen ma-Zahlen, greifen vor allem einkommensschwächere Leser deutlich seltener zu Tageszeitungen. Die Reichweiten in den Gruppen „persönliches Nettoeinkommen bis 750 Euro“ und „Haushalts-Nettoeinkommen bis 1 000 Euro“ sanken überproportional stark um jeweils 2,5 Prozent. „Eine Korrelation zwischen Einkommen/Bildung und der Bereitschaft, eine Zeitung zu lesen und zu kaufen, ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Es ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen, wie wir bildungsferne und einkommensschwache Bevölkerungsgruppen wieder ans Lesen gewöhnen können“, interpretiert Markus Ruppe, Geschäftsführer der ZMG, die aktuellen Entwicklungen.

Mit 68,4 Prozent (deutschsprachige Personen ab 14 Jahren, Leser pro Ausgabe) verzeichnen Tageszeitungen eine weitgehend stabile Gesamtreichweite (Vorjahr 69,6 Prozent). Auch wenn sie als Universalmedium alle Bevölkerungsgruppen in hohem Maße erreichen, erzielen sie bei den Premium-Zielgruppen besonders gute Werte: 71,4 Prozent bei Gutverdienenden mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 2 500 Euro und mehr sowie 74,6 Prozent bei den Bundesbürgern, die studiert haben. Bei differenzierter Betrachtung der Altersgruppen zeigen sich Unterschiede in der Reichweite: Sieben Millionen der 14- bis 29-Jährigen lesen täglich mindestens eine Tageszeitung (46,7 Prozent), bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 15,6 Millionen (66,8 Prozent) und bei den über 50-Jährigen 25,4 Millionen (79,6 Prozent).

www.zmg.de

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