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Twitter will über Verkauf noch im Oktober entscheiden – Google hat kein Interesse an Übernahme

Gelingt das Wall Street-Comeback: Twitter-Boss Jack Dorsey

Das Wettbieten kann beginnen: Knapp zwei Wochen nachdem die ersten wirklich konkreten Übernahmegerüchte kursierten, scheint Twitter mit der Erkundung eines Verkaufs Ernst zu machen. Wie Reuters nach Handelsschluss berichtet, will Twitter demnach noch im Oktober über die Übernahmegebote entscheiden. Die ernstesten Absichten auf Käuferseite scheint unterdessen Salesforce zu haben: Der E-Commerce-Plattformanbieter untermauert seine Ambitionen. Das Techportal re/code berichtet unterdessen, Google werde dagegen aktuell kein Gebot abgeben.

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Darauf haben Twitter-Aktionäre rund zehn Monate warten müssen: Plötzlich leuchteten wieder Notierungen von 25 Dollar an der New York Stock Exchange auf – 80 Prozent mehr noch als Ende April, als der Kurznachrichtendienst nach den desaströsen Quartalszahlen auf sein bisheriges Allzeittief bei weniger 14 Dollar abgestürzt war.

Nach einer wahren Achterbahnfahrt notieren die Anteilsscheine des 140-Zeichen-Dienstes inzwischen seit Jahresbeginn wieder um 7 Prozent im Plus – und damit sogar besser als der Nasdaq 100, der Auswahlindex der US-Technologiebörse.

Twitter-Aktie legt 40 Prozent in weniger als zwei Wochen zu

Das Twitter-Comeback hat jedoch kaum fundamentale Grunde – die jüngste Quartalsbilanz bot wenig Anlass zu Turnaround-Hoffnungen. Was die Twitter-Aktie in den vergangenen zwei Wochen um 40 Prozent an Wert steigen ließ, sind die nun konkreten Übernahmegerüchte, die nach Berichten von CNBC und des Wall Street Journals am vorvergangenen Freitag kursierten.

Demnach wären an Twitter mehrere Tech- und Medienunternehmen mit dem Interesse einer Akquisition herangetreten. Die Liste der möglichen Bieter war länger als erwartet: Google, Microsoft, Disney und Salesforce sollen mit einer Übernahme von Twitter liebäugeln.

Salesforce-CEO Mark Benioff: Twitter ein „ungeschliffenes Juwel“

Während über Googles mögliche Übernahmeabsichten seit Jahren spekuliert wird, überraschte das Interesse des E-Commerce-Plattform-Anbieters Salesforce. Doch der scheint es mit seinen Absichten ziemlich ernst zu meinen: Wie das Wall Street Journal berichtet, bezeichnete Salesforce-CEO Mark Benioff Twitter als „ungeschliffenes Juwel“.

Auf einem privaten Dinner mit CEOs von anderen Tech-Unternehmen habe Benioff  habe Twitter zudem als „großartige Marke“ bezeichnet. Er wolle Twitter zu einem „großartigen Unternehmen“ machen, berichtete eine anwesende Person dem Murdoch-Blatt.

Wie hoch werden die ersten Gebote?

An der Wall Street kamen Benioffs Äußerungen indes nicht gut an – bei den eigenen Aktionären. Die Salesforce-Aktie büßte heute fast sechs Prozent an Wert ein. Der Skepsis liegt der Erkenntnis zugrunde, dass eine Twitter-Übernahme immer teurer zu werden scheint.

Nach der jüngsten Kursrallye beträgt Twitters Börsenwert immerhin schon wieder mehr als 17 Milliarden Dollar. 20 Milliarden und mehr müsste ein erfolgreicher Bieter wohl aufbringen, berichtet das Wall Street Journal. Die US-Wirrtschaftszeitung berichtet zudem, dass der 140-Zeichen-Dienst noch in dieser Woche erst formale Gebote entgegennehmen würde.

re/code: Google hat kein Interesse – Aktie stürzt um 10 Prozent ab

Der Nachrichtendienst Reuters vermeldete unterdessen nach Handelsschluss, dass Twitter die Übernahmegespräche bis bereits zu den nächsten Quartalszahlen am 27. Oktober abschließen und bis dahin über einen Verkauf entscheiden möchte.

Minuten später überraschte re/code mit einer neuen Wendung in Übernahmesaga:  Das Techportal berichtete, dass weder Google noch Techpionier Apple – dem bisher auch keine ernsthaften Ambitionen nachgesagt wurden – aktuell ein Übernahmegebot abgeben würden. Twitter-Aktien brachen daraufhin reflexartig um 10 Prozent an Wert ein.

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