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Twitter wieder erlaubt, Zuckerberg auf Shoppingtour und Logo-Ärger in Köln

In der Türkei hat ein Gericht das Twitter-Verbot aufgehoben. Die Nutzer freut´s, der Ministerpräsident dürfte sich indes ärgern. In Köln findet das neue Stadtlogo nicht nur Fans. Von „Kindergarten-Kritzelei“ bis „Hochwassergebiet“ reichen die Kritiken. Und Mark Zuckerberg feilt mal wieder an seinem multimedialen Imperium.

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Von Johannes Steger

Das Urteil der Woche: Keine Twitter-Sperre

Dass der Ministerpräsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, gerne mal zu einer gewissen Radikalität neigt, durften die türkischen Twitter-Fans in der vergangenen Woche erfahren. Herr Erdogan ist nämlich so gar kein Fan des Sozialen Netzwerkes mehr. Denn auf Twitter formierte sich seit geraumer Zeit der Protest gegen den Ministerpräsidenten. Bei Erdogan klingt das natürlich anders, denn es sei nicht er, der da in 140 Zeichen verunglimpft werde, sondern das ganze Land. Seiner Drohung „Twitter und solche Sachen werden wir mitsamt den Wurzeln ausreißen“ ließ er Taten folgen: Kurz vor der Kommunalwahl ließ der Ministerpräsident den Dienst sperren. Prompt hagelte es nicht nur Kritik aus dem Ausland, auch im eigenen Land regte sich Unmut. Parteifreund und Staatspräsident Abdullah Gül fand keine guten Worte für die Maßnahme. Seinen Protest verkündete Gül dann auch passenderweise via Twitter, denn die Zwitscher-Sperre am Bosporus ließ sich leicht umgehen. Und so bekam Erdogan das, was er eigentlich nicht will: noch mehr Stunk auf Twitter. Zahlreiche Nutzer verkündeten ihren Widerspruch und umgingen die Sperre. Am Mittwoch machte dann ein Verwaltungsgericht in Ankara Schluss mit der Sperre und hob den Vollzug der Blockade auf. Es darf also bald wieder gezwitschert werden.


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Der Aufreger der Woche: Köln und das Logo

Längst sind die Zeiten, in denen eine Stadt nur eine simple Ansammlung von Wohnräumen und vielleicht der ein oder anderen Sehenswürdigkeit war, vorbei. Heutzutage sind Städte Marken. So wie Waschmittel oder Schokolade. Und was eine echte Marke sein will, braucht ein Logo. Berlin hat eins, Hamburg ebenfalls und Düsseldorf seit kurzer Zeit ein neues. Dass gerade die Konkurrenz vom Rhein innovativ daherkommt, will man in Köln wohl nicht so stehen lassen. Zumindest ließ die Stadt ein neues Logo entwerfen. Mit Dom und Rhein, so wie es sich für die Stadt gehört. Die Umsetzung gefiel aber nicht allen Kölnern. „Kindergartengekritzel“ oder der „Verlauf der neuen U-Bahn-Linie“ war da auf Twitter zu lesen. Für rund 40.000 Euro hätte manch einer wohl mehr erwartet.

Der Einkauf der Woche: Zuckerberg auf Shoppingtour

Instagram, Whatsapp und jetzt Oculus: Was Mark Zuckerberg auf seine Wunschliste schreibt, landet schon bald im Facebook-Warenkorb. Denn der Milliardenkonzern kann sich teure Shoppingtouren leisten. Für Instagram legte Zuckerberg eine Milliarde auf den Tisch, für Whatsapp waren es gar stolze 19 Milliarden. Und nach Fotodienst und Nachrichtenportal kommt jetzt die Videobrille. Für zwei Milliarden erstand Zuckerberg den Hersteller Oculus. Im Netz regt sich dagegen Widerstand, viele vermuten, dass die Brille für neue Marketingzwecke genutzt werden soll, wie Handelsblatt Online berichtet. Was Facebook mit der Videobrille vorhat, steht noch nicht fest. Liken per Augenzwinkern?

Der Spot der Woche: Großstadtdschungel

Großstädte sind gefährlich. Doch wilde Tiger, Ufos oder Meteoriteneinschläge erwartet man dann doch eher in Hollywood-Werken als an einer britischen Bushaltestelle. Pepsi macht´s jetzt möglich, denn mithilfe einer montierten Videowand gaukelt der Limonadenhersteller ahnungslosen Passanten allerlei Kuriositäten vor.

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