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Twitter in Hochform, der lachende Shitstorm und Mary Poppins geht

An der Wall Street war in dieser Woche Freudengezwitscher zu hören, denn der Internetdienst Twitter hat seine Zahlen vorgelegt und die überzeugen die Anleger. Die Aktie schießt in die Höhe. In der Türkei reagieren die Frauen auf eine absurde Forderung mit herzlichem Lachen. Und Mary Poppins hat genug vom Mindestlohn und geht.

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Von Johannes Steger und Stephanie Dittebrand

Der Gewinner der Woche: Twitter mit Rekordzahlen

Diese Selfies können bekanntlich ja vieles: Popularitätszuwächse zum Beispiel. Das hat auch die Kanzlerin erkannt und ließ sich fleißig während WM von schräg oben fotografieren. Die Bilder mit Kanzlerin und Götze, Podolski oder Draxler landeten dann immer auf Twitter und gingen um die Welt. Doch es waren nicht nur die Selfies, die zur WM auf dem Internetdienst landeten. Live-Tweets, Nachberichterstattung, Fan-Euphorie und Fan-Enttäuschung: All das bescherte Twitter Rekordwerte. So viel Gezwitscher war nie. Und das schlägt sich jetzt auch in den Unternehmenszahlen des Internetdienstes aus. Endlich zeigt Twitter wieder Wachstum und der Umsatz lag deutlich über den Erwartungen. Es gibt zwar einen Nettoverlust von 145 Millionen Dollar, die Aktie schießt trotzdem in die Höhe. Und Twitter-Chef Costolo hat noch viel vor. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte er: „Wir wollen jede Person auf dem Planeten erreichen.“ Dieser Ehrgeiz scheint anzustecken.

Der Spot der Woche: Mary Poppins kündigt

Für Märchen- und Romanfiguren kann die Realität ziemlich bitter werden. Die Königstochter Schneewittchen hätte wohl kaum sieben Jahre in einem Glassarg zugebracht, ohne nicht von sensationslüsternen Paparazzi belagert zu werden. Und Peter Pan wäre irgendwann von der Fürsorge aufgegriffen worden. Auch Mary Poppins hat Probleme mit der Realität. In einem Spot der Satireplattform „Funny or Die“ beklagt die Mutter aller Super-Nannies ihre Bezahlung, den US-Mindestlohn. Spielte das Video in Deutschland, würde Miss Poppins wohl eher das Betreuungsgeld beklagen.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>> Wie man selbst den hartnäckigsten politischen Gegner überzeugen kann

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Der Aufreger der Woche: Schweini gegen den BVB

Kaum ist der Gaucho-Gate vergessen, stapft Weltmeister Bastian Schweinsteiger in das nächste, tiefe Fettnäpfchen. Im Internet ist ein Video aufgetaucht, in dem Schweini in sichtlicher Feierlaune das berühmtberüchtigte Schmählied gegen Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund anstimmt. Das Netz ist natürlich empört – und eine Reaktion des Bayers lässt nicht lange auf sich warten. Auf seinem Facebookprofil veröffentlicht er ein Entschuldigungsvideo.

Stark ist die Reaktion des „beleidigten“ Erstligisten, der dem Video gar keine Bedeutung beigemessen hatte. So schnell lösen sich Probleme, die für die Beteiligten scheinbar nie dagewesen sind. Wenn man ehrlich ist, hat der BVB auch besseres zu tun, denn nach der WM ist vor der Bundesliga.

Der Laughstorm der Woche: Lachen gegen das Lachverbot

Herbert Grönemeyer sang einst: „Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht“. Das denken sich nun auch türkische Frauen auf der ganzen Welt. Denn ihr Vizepremier und Regierungssprecher Bülent Arinc beklagte in dieser Woche den moralischen Verfall in seinem Land. Seine Lösung: Frauen soll es verboten werden, in der Öffentlichkeit zu lachen und zu telefonieren – die Damen sollen sich vielmehr in Keuschheit, Scham und Ehre üben. Und wie reagieren die Türkinnen? Diese weinen nicht oder gehen gar zum Lachen in den Keller, sondern starten einen Laughstorm in den sozialen Netzwerken. Allen voran die türkische Autorin und Polit-Kommentatorin Ece Temelkuran.

Mit ihr solidarisieren sich Frauen und Männer weltweit, Tausende Fotos werden mit den Hashtags kahkaha (Lachen), direnkahkaha (Widerstand Lachen) und direnkadin (Widerstand Frauen) hochgeladen.

Und wie zu erwarten bekommt auch Premier Erdogan sein Fett weg. Den ganzen Laughstorm hat Meedia zusammengefasst.

Kommunikation

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