Werbeanzeige

Trotz Mediatheken, Netflix & Co.: Aufnehmen von TV-Sendungen boomt

Wie und wann schauen wir fern?

Netflix, Amazon Prime Video, Maxdome, Mediatheken. Oft denkt man angesichts der Medien-Berichterstattung, die Menschen würden Bewegtbildinhalte nur noch auf Abruf und als Stream haben wollen. Doch das ist nicht der Fall. Der TV-Konsum bleibt stabil - und wie eine Untersuchung der Zeitschrift Media Perspektiven zeigt, steigen auch die Zahlen des guten alten Aufnehmens von TV-Sendungen.

Werbeanzeige

In einer Analyse für das Fachmagazin Media Perspektiven haben Oliver Turecek und Gunnar Roters von der SWR-Medienforschung u.a. untersucht, wie sich die Zahlen des „non-live“-Fernsehkonsums entwickeln und welche Sendungen besonders häufig auf diese Art genutzt werden.

Die GfK misst seit langer Zeit auch den Konsum von TV-Sendungen, der nicht live stattfindet. Der Begriff „non-live“ berücksichtigt dabei das Aufnehmen von Sendungen mit Festplattenrekorder, auf USB-Stick, DVD, usw. Noch nicht mit gemessen wird das Anschauen in Mediatheken – diese Zahlen werden derzeit noch gesondert erfasst und nicht mit den herkömmlichen TV-Quoten verknüpft.

Zeitversetzte TV-Nutzung

Der Vergleich der Jahre 2014 und 2015 zeigt, dass die zeitversetzte TV-Nutzung deutlich angestiegen ist. So liegen die Zahlen zu allen Tageszeiten über denen aus dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2016 habe sich die Entwicklung fortgesetzt, so die Autoren. Besonders hoch ist die Nutzung am Sonntagabend. Der Höhepunkt liegt zwischen 21 Uhr und 22 Uhr, also etwas später als der des herkömmlichen Live-Fernsehens. Der Grund dafür ist klar: Filme oder Shows werden aufgezeichnet und gesehen, wann es dem Nutzer besser passt – oft eben zeitversetzt ein oder zwei Stunden nach der „Live“-Ausstrahlung.

media_perspektiven_non-liveDer Blick auf die meist-„non-live“-gesehenen TV-Programme des Jahres zeigt ganz klar, welche Sendung besonders oft aufgenommen wird: der „Tatort“. Auf den ersten 25 Plätzen der „non-live“-Charts finden sich 24 Folgen der ARD-Krimireihe. Einzig der DFB-Film „Die Mannschaft“ landete dazwischen. Platz 1 ging 2015 mit 820.000 Non-Live-Sehern an den „Tatort: Schwanensee“ aus Münster. Auf Rang 2 findet sich ebenfalls ein Münster-„Tatort“, dahinter folgen die anderer Ermittler. Auffällig: Mit 820.000 und 760.000 Aufnahme-Zuschauern liegen die beiden Fälle aus Münster klar vor den anderen, die maximal auf 680.000 kommen.

1 2

Kommunikation

Top-Thema: Edeka will Drogeriesegment mit Budnikowski ausbauen

In dieser Woche trat Böhmermann in Amerika auf, Dortmund gewann gegen Bayern und Heineken veröffentlichte einen wunderbaren Spot. Was uns interessierte: Die Hamburger Traditionsfirma Budnikowsky macht gemeinsame Sachen mit Edeka, Fielmann baut den Umsatz aus und Radio stand für einen Abend im Mittelpunkt des Geschehens. Unser Wochenrückblick. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Top-Thema: Edeka will Drogeriesegment mit Budnikowski ausbauen

In dieser Woche trat Böhmermann in Amerika auf, Dortmund gewann gegen Bayern und…

Mehr Daten als Sandkörner: Warum Dark Data die dunkle Seite der Business Analytics ist

„Dark Data“ – das klingt unheimlich, wenn nicht fast schon gefährlich. Und in…

Fünf Vorschläge, die Agentur-Kunden Beziehung frisch zu halten

Im Grunde genommen ist es wie in jeder Beziehung. Wenn wir nicht in…

Werbeanzeige

Werbeanzeige