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Trendbeobachtung in Asien: Die Sehnsucht nach „Made in Germany“

Mit Dehli, Singapur, Jakarta und Guangzhou hat Mathias Haas auf seiner „Asien Mindset Tour“ vier Megacities bereist, mit den Menschen gesprochen und Belege für Megatrends aufgespürt. absatzwirtschaft hat ihn virtuell begleitet. Die Länder sind stark und stolz, dennoch ist die Sehnsucht nach westlichen Marken enorm, urteilt der Trendbeobachter nach vier Wochen Asien. Lesen Sie unseren Zwischenbericht, kurz bevor es zur letzten Station der „Asien Mindset Tour“ nach Seoul in Südkorea geht.

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1. Station: Delhi, Indien

In Dehli in Indien startete die Trendsuche für Mathias Haas. Gleich die erste Station zeigt exemplarisch die großen Gegensätze der asiatischen Megacities: Automatisierung in Fabriken im Kontrast zu kleinen handwerklichen Straßenwerkstätten, traditionelle Gewänder gleich neben Designermarken, aber vor allem extreme Armut und bettelnde Kinder neben Luxuslimousinen und Rolexuhren. Für Mathias Haas wurde immer wieder, regelmäßig und unübersehbar deutlich, dass „der Inder an sich“ ackert wie verrückt und der Wettbewerb irre hoch ist. Für die eigenen Kinder geht es um Bildung, koste es was es wolle – auch wenn der Druck die kleinen Menschen in den Wahnsinn treibt.

2. Station: Singapur

Von aller Sterilität, dem Ordnungswahn des Landes und der starken Kontrolle der Besucher und Bürger abgesehen, in Singapur belegte sich für Haas besonders ein Trend, der sich auch schon in Indien gezeigt hat: Trotz aller gewonnenen wirtschaftlichen Kraft, der eigenen Produkte und Entwicklungen wetteifern die Menschen um Status mittels unserer westlichen Marken. Haas beobachtete, „dass Shopping-Malls gefüllt sind mit unseren Marken, deren Preise oft höher liegen als bei uns.“ Die Menschen kaufen dennoch – wenn sie denn können.

Hier eines der schönsten Beispiele für die Stärke von „Made in Germany“ in Singapur:

3. Station: Jakarta, Indonesien

Zwar ist Jakarta die Hauptstadt Indonesien, die wirklichen wirtschaftlichen Entwicklungen spielen sich allerdings in den stark wachsenden mittelgroßen Städten des Landes ab. Der Trendbeobachter Haas traf hier auf der einen Seite auf große Armut – 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung müssen mit zwei bis acht US-Dollar pro Tag auskommen – auf der anderen Seite fand er extrem viel westliches wieder. Europäische und amerikanische Markenartikler erobern die Märkte.

Große Player wie L’ORÉAL eröffnen hier ihre weltweit größten Werke und nutzen die Binnennachfrage gleich mit. Genau diese Unternehmen haben bisher die Einheiten durchaus für etwa vier US-Dollar verkauft und gehen jetzt den Weg vieler Markenartikler aus dem Westen: Halber Preis, halbe Größe. „Was in Europa als Reisegröße verkauft wird ist hier die Einstiegsdroge“, beobachtet Haas.

4. Station: Guangzhou, China

Als viertes macht Haas halt in einer der unfreundlichsten Städte der Welt. Die chinesische Millionenstadt Guangzhou besticht nicht gerade durch ihre Schönheit. Hier geht es um handeln und produzieren. Zwei Faktoren geben der Stadt ihre Bedeutung: Sie liegt nahe an Hong Kong und ist damit ideal von der Mentalität als auch von der Logistik an die westliche Welt angebunden und gleichzeitig sind die Löhne die des chinesischen Mainlands. Zweimal im Jahr findet hier Chinas größte import- und Exportmesse statt. Guangzhou ist keine Stadt zum Wohlfühlen, wohle aber eine zum Geschäfte abschließen.

Für Haas war China sicherlich die größte Herausforderung. Das Land sei schwer zu verstehen, urteilt der Trendexperte. Das lege zum einen am Sprachniveau, aber nicht weniger an der Kultur und dem chinesischen System. Nach der Definition von Mathias Haas und seinem Team wurden keine radikal-neuen Megatrends identifiziert. „Tatsächlich ist das ganze Land ein gelebter Megatrend! Hier sind die Gewohnheiten völlig neu codiert – der Veränderungswahn dreht sich in vollem Umfang“, urteilt Haas.

5. Station: Jetzt geht’s nach Seoul in Korea

Der letzte Stopp auf der „Asien Mindset Tour“ heißt Seoul in Südkorea. Hier trifft Tradition auf Moderne, von hier greift Großunternehmen wie Samsung und Hyundai europäische und amerikanische Märkte an. Hier dürfte Haas einige Trends aufspüren.

Lesen Sie die ausführlichen Berichte auf Haas Blog oder in unserem Special zur „Asien Mindset Tour“.

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