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Trend ist, sich zu verwöhnen statt die Welt zu verbessern

Der "Wohlfühlfaktor" gewinnt für den Verbraucher an Bedeutung. Für die Trendstudie "Konsum-Ethik 2007" untersuchte das Trendbüro Hamburg im Auftrag des Einzelhändlers Otto ethische Fragen aus Sicht der Konsumenten. Das Resümee: Heute kommt erst die Ästhetik, und dann die Ideologie.

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Dabei beobachten die Konsumforscher einen Trend zu „Selbstverwöhnung statt Weltverbesserung“. Die Konsumenten nähern sich dem Thema Ethik heute über Ästhetik statt über Ideologie, sie wollen gut aussehen und dabei Gutes tun, berichten die Experten. „Nach dem Erfolg von Bio-Lebensmitteln und Bio-Kosmetik ist der nächste große Öko-Boom in der Mode zu erwarten. Dabei wird Fair-Play eine ebenso große Rolle spielen wie das gute und gesunde Tragegefühl,“ zieht Prof. Peter Wippermann als Fazit.

Die Studie des Trendbüro ergab über alle Altersstufen hinweg ein hohes Interesse an Fragen der Konsum-Ethik. Die Perspektiven, aus denen die Generationen das Thema betrachten, unterscheiden sich jedoch deutlich: Für die so genannten „Netzwerkkinder“ (16 bis 25 Jahre) zählen vor allem Vertrauen und Transparenz, Menschlichkeit und
Natürlichkeit. Mode, Marke und Moral gehören für sie klar zusammen. 93 Prozent der Netzwerkkinder stimmen folgender Aussage zu: „Mir ist es wichtig, Produkte zu kaufen, die unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurden, keine Kinderarbeit, faire Bezahlung et cetera.“ Netzwerkkinder delegieren aber die Verantwortung an die Unternehmen und Marken und erwarten Fair Play.

Die so genannte „Generation X“ (26 bis 45 Jahre) sucht in Gesundheit und Wellness den Ausgleich zum familiären und beruflichen Stress, dem sie als Sandwich-Generation ausgesetzt ist. Ihr geht es vor allem um die sinnliche Erfahrbarkeit: Produkte müssen sich besser anfühlen, eine spürbar bessere Qualität haben und so zum persönlichen Wohlbefinden beitragen.

Die Altersgruppe der 45 bis 65-Jährigen schließlich, die so genannten „Babyboomer“, legen besonders großen Wert auf Gesundheit als Garant für ein aktives und selbstbestimmtes Leben. Ökologisch produzierte Produkte erhalten unter diesem Askept eine große Bedeutung. So stimmen 77 Prozent dieser Altersgruppe der Aussage zu:
„Bio-Produkte sind gut für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden. Ich tue damit mir und meiner Gesundheit etwas Gutes.“ Das Preis-Leistungsverhältnis erhält im Kontext der aktuellen Wertediskussion eine neue Bedeutung: Der Preis bleibt wichtig, ist aber nicht länger allein entscheidend.

Die vollständige OTTO-Studie Konsum-Ethik 2007 liegt auf der Homepage des Trendbüro unter www.trendbuero.de zum Download bereit.

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