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Top-Thema der Woche: Schimpansen, Böhmermann und der Echo 2017

Eine skurrile und auch traurige Woche liegt hinter uns mit folgenden Themen in unserem Wochenrückblick: Geld abheben geht demnächst nur noch mit Gebühr, Nivea im Twitter-Feuer, Jan Böhmermann lässt Schimpansen texten und mit der Telekom kann man bald überall streamen.

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Der Shitstorm der Woche: Nivea-Werbung

Eigentlich wollte die Hamburger Beiersdorf in den USA für ein neues Deodorant werben, dass keine Spuren auf Textilien hinterlässt. Dazu hatte der weltweit agierende Kosmetikkonzern eine Anzeige mit einer Frau entworfen, die in blütenweißer Kleidung auf einem Bett sitzt und aus dem Fenster schaut. Darüber steht der Werbeslogan White is purity, übersetzt wie Weiß ist Reinheit. Darunter der Spruch „Keep it clean, Keep it bright. Don’t let anything ruin it“ (zu deutsch: Halte sie sauber, halte sie hell. Lass sie dir von nichts ruinieren). Dies postet die Hautpflegemarke Nivea unter anderem auch auf der eigenen Facebook-Seite im mittleren Osten. Viele User waren empört und kanzelten die Werbung als rassistisch ab. Kommentare wie „Ich werde alle meine Nivea-Produkte entsorgen“ oder „dieses Deo ist das optimale Produkt für die Alt-Right-Bewegung“ waren noch milde. „Wir bedauern den Vorfall sehr und werden künftig darauf achten, die Kommunikation zu verbessern,“ erklärt eine Unternehmenssprecherin gegenüber MEEDIA. Die missglückte Kampagne werde aber keine personellen Konsequenzen haben. Der Vorfall sei nicht der erste seiner Art. Bereits 2011 hatte das Unternehmen mit einer Werbung angeeckt. Damals hielt auf einem Plakat ein Afro-Amerikaner den Kopf eines anderen Afro-Amerikaners in der Hand.

Die Gebühr der Woche: Geldabheben nicht mehr kostenlos

Dieses Jahr fängt der Trend zu höheren Girokontogebühren gerade erst so richtig an. Laut der Zeitschrift „Finanztest“ haben für 2017 rund 24 Banken und Sparkassen angekündigt, ihre Kontoführungsgebühren zu ändern. Ärgerlich ist dabei der Umgang der Banken mit der Transparenz. Denn viele Kunden wissen über die Änderungen nicht Bescheid. Dazu kommt die Gebühr am Geldautomaten: Viele Bankkunden sind verunsichert. So hatte Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon noch im Herbst gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärt: „Abhebungen an unseren Geldautomaten sind für Sparkassenkunden kostenlos – und das wird auch so bleiben.“ Beobachter glauben allerdings, dass Gebühren fürs Geldabheben nun zur Regel werden könnten. Das Handelsblatt hat dazu einen Azubi einer Sparkasse gefragt, wie die Kunden, Familie und er selbst auf die Einführung der Gebühr reagiert haben: Das Video gibt es hier.

Das Video der Woche: Jan Böhmermann

Diesmal vernichtete Jan Böhmermann in seiner Sendung nicht nur den Echo-Preis, sondern direkt auch noch die deutsche Pop-Musikindustrie. In sehr witzigen 22 Minuten präsentierte er alles, was die so authentischen Pseudo-Singer-Songwriter, die derzeit die deutsche Musikszene beherrschen so unecht machen. Und am Ende präsentierte er  seinen eigenen Song, „Menschen Leben Tanzen Welt“ von Jim Pandzko feat. Jan Böhmermann. Der Text besteht aus Tweets von Bibi und Sami Slimani, Kalendersprüchen, Werbeslogans und Textzeilen aktueller Popsongs, zufällig zusammen gestellt von Schimpansen im Gelsenkirchener Zoo. Sein Ziel: die Charts, die Hot Rotation im Radio und der Echo 2018 für fünf Schimpansen aus dem Gelsenkirchener Zoo.

Die Einführung der Woche: Überall streamen

Die Telekom zieht nach: Nachdem schon Vodafone und O2 ihren Kunden mit neuen Möglichkeiten zum Verbrauch des Highspeed-Datenvolumens entgegengekommen sind, bietet nun auch die Telekom ein unbegrenztes und kostenfreies Streaming von Musik- und Video-Diensten wie Spotify und Entertain TV an.

Wir kennen es alle: Nach Verbrauch des Datenvolumens wird die Surfgeschwindigkeit seitens des Providers schonungslos auf GPRS-Niveau reduziert. Neue Tarife, zum Beispiel von der Telekom, wollen das nun ändern: Die StreamOn genannten Flat-Optionen erlauben es den Kunden Serien und Musik zu streamen ohne Blick auf den Datenzähler. Der entstehende Traffic wird somit nicht auf das Highspeed-Datenvolumen angerechnet. Der Tarif kann kostenfrei zu den Laufzeitverträgen in der MagentaMobil-Tarifreihe hinzugebucht werden. Wer zu den neuen Partnern der Telekom gehört, lesen Sie hier.

Die Namensänderung der Woche: Oath

Yahoo und AOL verschmelzen im Sommer zu Oath. Das jedenfalls ist wohl der Plan von AOL-Chef Tim Armstrong, der von einem neuen Internet-Riesen träumt. AOL und Yahoo! immer mehr an Bedeutung. Bei Unter-20-Jährigen wird die Buchstaben-Kombination AOL praktisch nicht mehr mit dem Internet in Verbindung gebracht und Yahoo! ist bestenfalls noch bekannt, weil es den Foto-Dienst Flickr betreibt.

Oath heißt zu deutsch „Eid“. Der neue Firmenname stößt bei zahlreichen Twitter-Nutzern reflexartig auf Verwunderung, Unbehagen und Spott, auch wenn die einzelnen Dienste – wie Yahoo Finance – ihren eingeführten Markennamen behalten sollen.Mehr zum Thema finden Sie hier.

Der Trump der Woche: Er will Krieg

Eines kann im Rückblick leider diese Woche nicht fehlen: Präsident Trump hat irgendwo im östlichen Mittelmeer, nicht weit von der syrischen Küste entfernt, die Veranlassung gegeben, mehr als 50 Tomahawk-Raketen abzuschießen. Die Marschflugkörper schlugen in der Region Homs ein. Offenbar zerstörten sie einen Luftwaffenstützpunkt. US-Präsident Donald Trump will nun Härte demonstrieren, nachdem ihn die Schreckensbilder der Giftgasattacke auf die von Regimegegnern gehaltene syrische Stadt Khan Scheikhun aufgewühlt haben – und sie haben ihn verändert. Das Handelsblatt berichtet an diesem Freitag ausführlich über das Thema.

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