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Top-Studie: Mobile überholt Desktop, sogar an Arbeitstagen

Vor allem in den Niederlanden als auch in Großbritannien wird Mobile immer relevanter

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Woche.

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Top 1: Digitaler Werbekonsum im internationalen Vergleich

Plista, eine Plattform für datengetriebenes Native Advertising in redaktionellen Premium-Umfeldern, hat den internationalen, digitalen Werbekonsum verglichen und geschaut, welche Geräte in Deutschland, Niederlande, Großbritannien, Australien und China zu welcher Zeit genutzt werden.

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Die Ergebnisse zeigen, dass Desktop vor allem im Arbeitsumfeld weiterhin eine große Rolle spielt, Mobile jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnt. Im internationalen Verglich liegt der Desktop bei der Nutzung mit 53 Prozent weiterhin an erster Stelle, gefolgt von Mobile mit 46 Prozent und Tablet ein Prozent. Während in Deutschland Desktop und Mobile weitestgehend gleichermaßen genutzt werden, ist Mobile sowohl in den Niederlanden als auch in Großbritannien relevanter.

An Arbeitstagen wird Desktop international häufiger verwendet als Mobile, am Wochenende dagegen steigt die Nutzung von Mobile. Während die Unterschiede zwischen der Desktop- und Mobile-Nutzung im internationalen Vergleich eher gering sind, sinkt die Desktop-Nutzung in Großbritannien am Wochenende sogar um 40 Prozent. Eine weitere Besonderheit zeigt sich zudem in China, wo die Desktop-Nutzung erst am Sonntag zurückgeht.

Im Verlauf des Tages spielt Desktop zunächst eine größere Rolle als Mobile, wobei die Nutzung beider Geräte zur Mittagszeit abnimmt. Am Abend übersteigt der mobile Werbekonsum die Desktop-Nutzung, genau wie es am Wochenende der Fall ist.

Ein Vergleich der Betriebssysteme zeigt, dass Windows mit über 40 Prozent das meistgenutzte Betriebssystem auf dem Desktop ist. Im Mobile-Bereich liegt Android mit 28 Prozent klar vor dem iPhone (17 Prozent). Abweichend von dem internationalen Durchschnitt liegt die iPhone-Nutzung in Australien 8 Prozent über dem Durchschnitt, in Großbritannien ist die iPhone-Nutzung sogar doppelt so hoch.

Aus den Ergebnissen geht weiterhin hervor, dass Mobile Desktop langsam überholt, wobei mobile Endgeräte vorrangig im privaten Bereich genutzt werden. Weiterhin müssen Werbetreibende, die international erfolgreich sein wollen, länderspezifische Daten analysieren, da es Abweichungen hinsichtlich des Nutzungsverhaltens zwischen den Ländern gibt.

Top 2: Kenn ich, kauf ich! So treu sind die Deutschen beim Einkaufen

Mein Haus, mein Auto, meine Sneakers? Der Deutsche ist weltweit für seine Beständigkeit bekannt und mag keine allzu großen Überraschungen. Wenn es ums Einkaufen geht, trifft das Klischee des risikoscheuen Deutschen jedoch nur bedingt zu. So sagen laut einer aktuellen Umfrage des Cashback-Portals Shoop.de nur 25 Prozent der Menschen hierzulande, dass sie immer bei der gleichen Supermarkt- oder Discounter-Kette einkaufen gehen. Die große Mehrheit von 56 Prozent tut dies dagegen nur manchmal und knapp jeder Fünfte (19 Prozent) sogar nie. Auch kauft nur rund ein Viertel der deutschen Verbraucher (27 Prozent) wirklich immer in den gleichen stationären Geschäften ein. Ganz ähnlich sieht es beim Shopping im Internet aus. Auch hier scheint der Deutsche eher ein Wechselkäufer zu sein. So kaufen lediglich zehn Prozent der deutschen Verbraucher immer beim gleichen Online- Shop. Die große Mehrheit von 62 Prozent tut dies nur manchmal und mehr als ein Viertel (28 Prozent) sogar nie.

Deutlich wichtiger als die Marke oder der Name des Shops, scheint vielen Deutschen das Angebot und der Preis zu sein. So sagt mehr als ein Viertel der Menschen hierzulande (26 Prozent), dass sie immer dort online einkaufen, wo es gerade besonders günstige Angebote und Rabatte gibt. Weitere 65 Prozent tun dies zumindest manchmal. Speziell in den konsumaffinen und kaufkräftigen Altersgruppen der 18- bis 29-Jährigen (32 Prozent) und 30- bis 39-Jährigen (35 Prozent) ist der Anteil der Rabatt- und Schnäppchenjäger besonders hoch. Darüber hinaus würden insgesamt 29 Prozent der Deutschen auf jeden Fall zu einem anderen Online-Shop wechseln, wenn ihnen dort ein attraktiverer Bonus angeboten wird. 56 Prozent würde dies zumindest manchmal tun. Auch hier sind es besonders die 18- bis 29-Jährigen (41 Prozent) und 30- bis 39-Jährigen (34 Prozent), die sich von einem attraktiven Bonus leiten lassen. Und selbst im stationären Handel kauft mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Verbraucher immer in den Geschäften ein, bei denen es gerade günstige Angebote und Rabatte gibt. Weitere 67 Prozent tun dies zumindest hin und wieder.

Wenn es aber darum geht, was im Einkaufskorb landet, bleiben die Deutschen zum Großteil doch einer Marke treu – gerade, wenn es sich um Produkte des täglichen Bedarfs handelt. Ganz vorne liegen hierbei Kaffee (38 Prozent), Tiernahrung (37 Prozent), Zahnpasta (36 Prozent), Waschmittel (35 Prozent) und Deo (35 Prozent), bei denen immer wieder die gleichen Marken gekauft werden. Auch beim Smartphone oder Handy greift mehr als ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) immer wieder zum gleichen Produkt oder Hersteller. Und Raucher bleiben sogar zu 53 Prozent einer Zigarettenmarke treu. Dabei scheinen besonders die Menschen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt (jeweils 63 Prozent) wenig kompromissbereit zu sein, wenn es um die Rauchware geht. Dagegen landet bei 38 Prozent der Thüringer immer wieder die gleiche Biersorte im Glas.

Top 3: Konsumgüterindustrie zeigt großen Nachholbedarf bei der Digitalisierung von Marketing und Vertrieb

In Zeiten zunehmender Digitalisierung schafft es die deutsche Konsumgüterindustrie immer noch nicht, das Potenzial der neuen Technologien auszuschöpfen. So liegen Wunschleistungen und tatsächliche Ergebnisse der Marketing- und Vertriebsabteilungen vieler Unternehmen immer noch stark auseinander. Das sind die Hauptergebnisse der neuen Roland Berger-Studie „Catch the waves in consumer goods„, für die rund 100 Entscheidungsträger in deutschen Firmen befragt wurden.

Trotz der Innovationsmöglichkeiten, die sich durch digitale Technologien ergeben, sind satte 83 Prozent der befragten Firmen der Meinung, dass ihre eigenen Marketing– und Vertriebsstrategien nicht in der Lage sind, den Mitbewerbern Paroli zu bieten. Für die Konsumgüterindustrie ein dramatisches Ergebnis: „Die Branche leidet unter massiven Disruptionen durch Digitalisierung und steigende Konzentration im Handel“, erläutert Tobias Göbbel, Partner von Roland Berger. „Umso wichtiger ist es, jetzt die Chance zu nutzen und sowohl Marketing als auch Vertrieb für eine stärkere Kundenorientierung neu zu gestalten. Denn an diesen beiden Funktionen wird sich die Zukunft vieler Unternehmen in den kommenden Jahren entscheiden.“

Besonders großen Handlungsbedarf identifizieren die Roland Berger-Experten vor allem den vier Bereichen Organisation, Strategie, Digitalisierung und Performance. Der erste wichtige Punkt sind die nicht deutlich definierten Zuständigkeiten im Unternehmen: „In der Hälfte der Fälle ergeben sich keine klar abgestimmten Verantwortungsprofile von Marketing und Vertrieb“, hält Göbbel fest. Schwach ausgeprägt sind vor allem die Sammlung und die Nutzung von Kundendaten: Nur 16 Prozent der Marketing-Verantwortlichen und gerade mal 8 Prozent der Vertriebsmanager wollen für die Entwicklung und Monetarisierung von datenbasierten Geschäftsmodellen zuständig sein.

Da wundert es nicht, dass die Studie auch einen großen Mangel in strategischen Fragen zeigt. So ist nicht einmal jeder zweite Marketing- und Vertriebsverantwortliche zufrieden mit der eigenen Strategie. Geht es aber um einen Marktvergleich, so nimmt die Lage dramatische Züge an: 83 Prozent der Umfrageteilnehmer halten die Marketing- und Vertriebsstrategie des Wettbewerbs für überlegen. Damit verbunden ist auch die effiziente Nutzung der entsprechenden Budgets: Ein Viertel der Firmen ist gar nicht in der Lage, die Auswirkungen ihrer Marketing- und Vertriebsmaßnahmen zu quantifizieren. Und rund 70 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Mitbewerber ihre Marketing- und Vertriebsbudgets deutlich effizienter einsetzen.

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