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Top-Studie: Frauen erobern den App-Engagement-Thron – sie abonnieren doppelt so wahrscheinlich wie Männer

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Woche.

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Top 1: Mobile App Engagement Index 2018: Frauen sind die neuen Premium-User

In Zusammenarbeit mit der Mobile-Marketing-Plattform Leanplum hat Liftoff, ein Anbieter von mobiler Benutzer-Akquisition, seinen jährlichen Mobile App Engagement Index veröffentlicht. Der Bericht beschreibt Trends im Consumer App Engagement. Daraus schlussfolgernd zeigt er Wege auf, wie mobile Marketer in der sich verändernden Mobile-Landschaft erfolgreich Kunden gewinnen und binden können. Erstmals beinhaltet er dank der Zusammenarbeit mit Leanplum auch Daten zum Thema Nutzerbindung und gibt Marketern aufgeschlüsselt nach Branchen konkrete Empfehlungen, wie sie Nutzer zur Rückkehr zur jeweiligen App bewegen können.

Vom 1. September 2017 bis zum 31. August 2018 wurden über 257 Milliarden Ad Impressions, mehr als 58,4 Millionen App-Installationen und 47,4 Millionen Post-Install-Events in sieben großen App-Kategorien (Dating, Finance, Gaming, Shopping, Travel, Dienstleistungen, Services und Medien) analysiert. Unter anderem zeigten sich folgende Ergebnisse:

Akzeptanz von Abonnement-Apps steigt: Die anhaltende Dominanz von Amazon Prime, Netflix und Spotify haben die Akzeptanz der Menschen gesteigert, regelmäßige für einen Service zu zahlen. Aus der aktuellen Untersuchung geht hervor, dass das Abonnement-Modell bei mobilen Nutzern immer beliebter wird. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Kosten für die Kundenakquise für abonnementbasierte Apps um fast die Hälfte. Sie lagen bei vergleichsweise niedrigen 86,99 US-Dollar gegenüber 162,22 US-Dollar im Vorjahr.

„Die Gewinnung neuer Abo-Kunden ist keineswegs billig. Dennoch zeigen die Daten, dass Abonnements eine große Dynamik entfalten. Das beweist auch ein Blick auf Apples aktuellen Bericht, dass der Umsatz mit abonnementbasierten Apps seit 2017 um 95 Prozent gestiegen ist“, erklärte Mark Ellis, Liftoff-Mitbegründer und CEO. „Ohne Frage lohnt es sich also, bei diesen Apps in Servicequalität und Marketing zu investieren. So sichert man sich treue User und stabilen Cashflow.“

Mobile Messaging unverzichtbar für die Nutzerbindung: Die Ergebnisse geben außerdem Hinweise darauf, wie App-Betreiber aus den Branchen Dating, Finance, Gaming, Shopping, Travel und Medien ihre Kunden zur Rückkehr in die App bewegen können. Die gute Nachricht vorweg: Die Region EMEA hat im Vergleich zu APAC, Lateinamerika und Nordamerika mit 15,5 Prozent aktiven Usern die höchsten Nutzungsraten. Wenn User einmal in der App angekommen sind, verbringen sie dort bis zu 5 Minuten und 38 Sekunden. Allerdings brauchen sie im Schnitt auch am längsten – nämlich ganze elf Tage – um zu einer App zurückzukehren.

Deshalb sind Marketer auf Mittel angewiesen, diese Rückkehrrate zu erhöhen. Hierzu sind Push-Notifications eines der wirksamsten Mittel. Dabei ist das Timing entscheidend: Wer seine Nutzer frühzeitig nach der Akquisition ab Tag 1 fortlaufend mit hilfreichen Informationen versorgt, darf sich über bis zu 37 Prozent Rückkehrrate in die App an Tag 3 und bis zu 62 Prozent an Tag 14 freuen. In Kombination mit E-Mails ist der Effekt noch höher: Dann verdreifacht sich die Anzahl der wöchentlichen In-App-Aktivitäten.

Darüber hinaus verdeutlicht der Report, dass E-Mail ein besonders starker Kanal für die Reaktivierung von Usern ist, die ihre App deinstalliert haben oder sich nie für den Erhalt von Push-Benachrichtigungen entschieden haben. Rund 50 Prozent der ruhenden Benutzer kehren zur App zurück, wenn sie per E-Mail kontaktiert werden. Außerdem zeigt eine Aufschlüsselung nach App-Kategorien, dass Apps für die Erledigung bestimmter Tätigkeiten (wie Finanzen) insgesamt aktivere User haben, die zudem schneller in die App zurückkehren.

Frauen sind die neuen Premium-User: Anders als im Vorjahr zeigen die diesjährigen Daten, dass Frauen das neue Premium-Nutzersegment in der App Economy sind. Sie abonnieren doppelt so wahrscheinlich wie Männer und sind insgesamt stärker in mobilen Apps aktiv – vor allem wenn es darum geht, via App Buchungen oder Reservierungen vorzunehmen: Mit einer Konversionsrate von 62 Prozent reservieren Frauen mit einer 40 Prozent höheren Rate als Männer. Für Marketingspezialisten lohnt es sich also, dieser Zielgruppe Aufmerksamkeit zu schenken.

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Gaming-Apps stoßen bei In-App-Käufen auf Widerstand: In allen Kategorien der mobilen Apps sanken die Anschaffungskosten, während das Engagement und damit die Konversionsraten signifikant gewachsen sind. Mit einer Ausnahme: die Kosten für die Anwerbung eines Benutzers, der einen In-App-Kauf durchführt – gerade im Mobile Gaming ist ein wichtiger Verkaufskanal – sind im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 101,58 US Dollar gestiegen, während die Kaufraten in der App um fast die Hälfte auf 2,9 Prozent sanken. Dies deutet darauf hin, dass der fieberhafte Wettbewerb um die Nutzer, angefacht durch das Free-to-Play-Modell (F2P), die Anschaffungskosten in die Höhe treibt.

Weitere Informationen und den vollständigen Report finden Sie hier.

Top 2: Video-Streaming in Deutschland

Medien und besonders Videoinhalte machen laut der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie einen beträchtlichen Teil der Internetnutzung in Deutschland aus. Demnach sehen sich 60 Prozent der Befragten mindestens einmal wöchentlich Bewegtbilder im Netz an. Die beliebtesten Kanäle sind Videoportale (z.B. YouTube) und Video-Streamingdienste wie Netflix. Fernsehen im Internet (live oder zeitversetzt) guckt etwa jeder Vierte.

Ein Videoportal, das Vielen vermutlich nicht sofort einfallen würde ist Facebook – 21 Prozent sehen sich Clips über das soziale Netzwerk an. Damit liegt es nur knapp hinter den Mediatheken deutscher TV-Sender, wie die Infografik von Statista zeigt. Die beliebtesten Angebote hier sind ARD, ZDF und RTL. Bei den Video-Streamingdiensten sind Netflix, Amazon Prime und iTunes vorne.

Video ist übrigens für den mit Abstand größten Teil des weltweiten Internet-Traffics verantwortlich: 58 Prozent werden laut Global Internet Phenomena Report von Sandvine durch das Streamen von Filmen, Serien oder anderen Bewegtbildern verursacht.

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Top 3: Drei von zehn Unternehmen lagern Cloud-Lösungen aus

Mögliche Kosteneinsparungen, die Entlastung der eigenen IT und mehr Sicherheit: Drei von zehn Unternehmen (29 Prozent) nutzen eine Cloud-Lösungen, die in ein zertifiziertes Rechenzentrum ausgelagert ist. Weitere zehn Prozent planen dies, 28 Prozent diskutieren darüber. Das zeigt der Digital Office Index 2018 – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom. Demnach ist das sogenannte Cloud-Hosting lediglich in weniger als drei von zehn Unternehmen (28 Prozent) überhaupt kein Thema. „Der Trend, IT-Infrastruktur wie Cloud-Lösungen in die Hand professioneller Dienstleister zu legen, hält an. Das zeugt vom zunehmenden Vertrauen der Unternehmen in Cloud Provider “, sagt Jürgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom. „Die Vorteile liegen für die Unternehmen oft auf der Hand: Sie können IT-Kosten senken und zugleich die Sicherheit erhöhen, da die Cloud – öffentlich wie privat – bei professionellen Dienstleistern meist wesentlich besser geschützt ist als bei internen IT-Lösungen.“


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Besonders oft lagern Großunternehmen ihre Cloud-Lösung aus. Mehr als die Hälfte aller Firmen mit 500 Mitarbeitern und mehr (54 Prozent) setzt auf Outsourcing. Bei kleinen Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern sind es lediglich 28 Prozent, bei Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern setzt jedes dritte Unternehmen (34 Prozent) auf externe Dienstleister.

Betrachtet man die unterschiedlichen Branchen, ist der Maschinen- und Anlagenbau Vorreiter. Bereits rund jedes zweite Unternehmen aus dieser Branche (46 Prozent) greift auf externe Cloud-Dienstleister zurück. Es folgt der Handel, Ver- und Entsorger sowie Telekommunikationsunternehmen. In diesen Branchen setzt jeweils jedes dritte Unternehmen (33 Prozent) auf die externe Lösung. Zurückhaltend sind Unternehmen aus dem Bereich Transport und Logistik. Lediglich 24 Prozent bevorzugen hier eine externe Lösung.

Der Ergebnisbericht zum zweiten Digital Office Index (DOI) kann hier heruntergeladen werden. 

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf dem Bitkom Digital Office Index 2018, einer repräsentativen telefonischen Unternehmensbefragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und IT-Leiter von 1.106 Unternehmen aller Branchen mit einer Größe ab 20 Mitarbeitern in Deutschland befragt. Die Fragestellung lautete: „Hat Ihr Unternehmen den Betrieb einer Cloud-Lösung in ein zertifiziertes Rechenzentrum ausgelagert?“ 

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