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Top 250 der Konsumgüterindustrie: Deutsche Anbieter behaupten sich

Das weltweit umsatzstärkste Unternehmen im Segment der Verbrauchsgüter war im Geschäftsjahr 2006 die US-amerikanische Altria Group. Als größtes europäisches Unternehmen kann sich Nestlè an vierter Stelle positionieren. Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte ermittelt die Top 250 der Konsumgüterindustrie.

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In Analyse „Global Powers of Products“ finden sich auch zahlreiche deutsche Unternehmen wie Henkel, adidas, Bosch, Siemens Hausgeräte (BSH), Miele oder Puma. Wie die Berater berichten, können die deutschen Unternehmen dabei ein gesundes Wachstum vorweisen und sich in ihren jeweiligen Sektoren sehr respektabel positionieren. adidas als die Nummer drei bei Fashion Goods und BSH als Vierter, Miele als Siebter bei den Hausgeräteherstellern. Sowohl adidas als auch Puma gehören überdies zu den weltweit am schnellsten wachsenden Unternehmen – adidas belegt hier Platz zwei, Puma Platz neun.

Obwohl die Konsumgüterindustrie mit Problemen wie Preisdruck, immer kritischeren Verbrauchern, mangelnder Produktdiversifikation sowie der Konsolidierung im Handel zu kämpfen hat, konnte sie 2006 weltweit ein erfreuliches Gesamtwachstum erreichen. „Insbesondere in Argentinien, Kanada und Deutschland, aber auch Indien und China waren
die Zuwächse signifikant. Die insgesamt positive Entwicklung spiegelt sich auch in der durchschnittlichen Wachstumsrate von 8,4 Prozent wider. Allerdings mussten 16 Prozent der Top-250-Unternehmen sinkende Umsätze hinnehmen. Der durchschnittliche Profit lag 2006 mit sechs Prozent etwas unter der 6,2-Prozentmarke vom Vorjahr“, erklärt Dr. Peter Thormann, Partner von Deloitte.

Generell waren die Profitzuwächse bei US-Firmen schwächer als bei den Europäern – japanische Firmen konnten trotz deutlicher Erholungstendenzen keine signifikanten Margen realisieren, während Deutschland bei der Profitabilität eine Spitzenposition einnimmt. In den Top Ten aller Unternehmen, die von der Altria Group (früher Philip Morris) angeführt wird, finden sich mit Nestlè und Nokia nur zwei europäische Hersteller. Der bestplatzierte deutsche Produzent ist Henkel auf Platz 38, gefolgt von adidas auf Platz 53 und Tchibo auf Platz 62. Doch bei den weltweit bedeutendsten Fashion-Anbietern steht adidas auf Platz drei, im Segment Einrichtung und Hausgeräte sind sowohl BSH (Platz vier) als auch Miele (Platz sieben) in den Top Ten vertreten.

Im Bereich Haushaltsprodukte findet sich Henkel auf Platz fünf. Besonders erfreulich sei die Positionierung bei den am schnellsten wachsenden Unternehmen der Konsumgüterbranche, berichten die Anakysten. Gleich hinter der japanischen Nintendo Ltd. liege adidas mit einem Umsatzwachstum von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch Puma könne sich hier mit 33 Prozent Steigerung unter den ersten Zehn platzieren.

Als Grund für das ausgesprochen gute Wachstum der „führenden Unternehmen“ nennen die Berater mehrerer Faktoren: Markenartikel wurden vom Handel bevorzugt, innovative Produkte sorgten für einen nachhaltigen Erfolg beim Verbraucher, strategische Übernahmen und Partnerschaften trugen positiv zum Unternehmensergebnis bei und mit der Durchdringung von Wachstumsmärkten konnten neue Potenziale erschlossen werden. Nicht zuletzt aber sorgten auch Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen sichtlich für eine verbesserte Profitabilität.

Insgesamt wiesen die Unternehmen aus dem Segment Food, Drink & Tobacco – der größten Gruppe innerhalb der Konsumgüterindustrie – das schwächste durchschnittliche Wachstum auf, während die Anbieter von Elektronikprodukten zwar ein gutes Wachstum, aber nur geringe Margen erreichten. Am stärksten wuchsen Unternehmen aus dem Freizeitsegment, gefolgt von der Modebranche.

„Die Zukunft hält jedoch noch weitere Herausforderungen bereit. Die Konsumgüterindustrie muss nicht nur dem Preis- und Kostendruck standhalten, sondern auch aktuellen Trends entsprechen. Darüber hinaus sollten neue Produkte für die aufstrebenden Märkte entwickelt werden, um auch diese Potenziale nutzen zu können. Insgesamt ist eine zunehmende Fragmentierung bei den Kunden zu beobachten – hier müssen die Anbieter entsprechend reagieren. Hinzu kommen Faktoren wie die Konsolidierung im Groß- und Einzelhandel, das Recruiting talentierter Nachwuchskräfte sowie die Erschließung neuer Marketingkanäle. Die wichtigste Aufgabe aber bleibt, mit starken Marken im Wettbewerb bestehen zu können“, rät Dr. Peter Thormann.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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