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Opel-Vorstand Tina Müller zu Klopp-Rücktritt: „Wir sind auf dieses Szenario vorbereitet“

Jürgen Klopp tritt als BVB-Trainer zurück, Sponsoren reagieren. Foto: dpa / Montage: MEEDIA

Ganz Fußball-Deutschland schaute am Mittwoch-Mittag ins Ruhrgebiet. Dort erklärte Jürgen Klopp seinen Rücktritt als Trainer des Bundesligisten Borussia Dortmund. Sein bis 2018 laufender Vertrag wird zum Ende dieser Saison gekündigt. Klopps Entscheidung hat auch Auswirkungen auf die Werbebranche, ist er doch einer der bekanntesten Markenbotschafter.

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Für die Opel-Chefs Karl-Thomas Neumann und Tina Müller stand schon vor der Pressekonferenz fest: Klopp bleibt. Am gestrigen Mittwoch gab der Trainer des Bundesligisten Borussia Dortmund bekannt, sein Engagement für den Verein vorzeitig zu beenden. Nach dieser Saison ist Schluss mit schwarz-gelb – zumindest am Spielfeldrand. Denn für den Automobilhersteller aus Rüsselsheim, der im Marketing in Vereinsfarben der Borussen auftritt, soll Kloppo weiter am Steuer sitzen. „Wir sind auf dieses Szenario vorbereitet“, erklärt Tina Müller gegenüber der absatzwirtschaft. Kurz vor Beginn der Pressekonferenz twitterte die Marketing-Chefin ein Bekenntnis zu ihrem Markenbotschafter.

Neumann erklärte, dass das Klopp-Engagement unabhängig von seiner Karriere als BVB-Trainer sei.

Klopp wird weiter für Opel Astra werben

Das gilt offenbar auch für die Zukunft. Auf Nachfrage der absatzwirtschaft, wann es den nächsten Werbedreh mit Klopp gebe, nennt Müller zwar keinen Zeitpunkt, versichert aber: „Er wird auf jeden Fall in der Astra Kampagne eingesetzt werden.“ Auch das machte Opel am Mittwochabend deutlich, ließ seine Leadagentur Scholz & Friends eine Werbeanzeige aufsetzen, die in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde.

Klopp erfolgreichstes und zuverlässiges Testimonial

„Auch in Zukunft gilt: Jürgen Klopp steht für Opel. Und wir stehen zu Jürgen Klopp“. Dazu haben die Rüsselsheimer allen Grund. Wie absatzwirtschaft nämlich errechnen ließ, ist Klopp in der Wahrnehmung das erfolgreichste Testimonial 2014 und blieb Rezipienten eher im Gedächtnis als ebenso präsente Gesichter wie Helene Fischer oder Thomas Gottschalk.

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Klopp und Opel verbindet eine besondere Beziehung: Seit 2012 wirbt der 47-Jährige für den Autohersteller, ist längst Teil der Markenidentität und gab der Marke auch in schwierigen Zeiten sein Gesicht. Nun steht Opel zu ihm. „Er verkörpert in hervorragender Weise unsere Markenwerte: deutsch, nahbar und begeisternd“, erklärt Müller. Doch wie lange hält diese Beziehung tatsächlich noch an? Klopp konnte sich 2014 zwar an die Spitze der Werbegesichter setzen, wurde im monatlichen Ranking aber zum Ende des Jahres gegen abgelöst (s. Grafik).

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Dennoch zählt Klopp zu einem der zuverlässigsten Testimonials. Während andere Spitzenreiter wie Thomas Gottschalk oder Helene Fischer laut aktuellen Zahlen, die absatzwirtschaft monatlich vom Marktforscher Innofact errechnen lässt, stark verlieren, bleiben Klopps Werte stabil. Im ersten Quartal reicht es für den Trainer für Platz vier. Ob das Aus beim BVB der Werbewahrnehmung schaden wird, will Müller nicht beurteilen, „denn es wird sehr auf die Nachfolge ankommen“. In der Markenwahrnehmung konnte Opel im Februar noch punkten, erkämpfte sich von Check24.de den zweiten Platz zurück (s. absatzwirtschaft 4/2015).

BVB-Hauptsponsor Evonik reagiert mit Zeitungsanzeige

Doch nicht nur Opel bekennt sich zu seinem Markenbotschafter. Auch Borussias Hauptsponsor, der Chemiekonzern Evonik, reagierte auf Klopps Rücktritts-PK und schaltete in Dortmunder Medien ganzseitige Werbeanzeigen. Darin heißt es: „Typisch Kloppo: Für ein gutes Spiel wechselt er jeden aus – sogar sich selbst“.

In einem Gastbeitrag für die Ruhr Nachrichten meldete sich auf Evonik-Chef Klaus Engel zu Wort. „Als Hauptsponsor sind wir Jürgen Klopp zu großem Dank verpflichtet. Es ist letztlich auch sein Verdienst, dass der BVB sich wieder auf einer wirtschaftlich gesunden Basis befindet. Auch in schwierigen Zeiten haben wir vertrauensvoll mit ihm zusammengearbeitet“, so Engel.

 

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Kommentare

  1. . . . und Klopp ist nicht nur Leidenschaft, sondern auch noch intelligent (woran ja niemand gezweifelt hat): er geht bevor seine Hütte abgebrannt ist. Andere wie Rehagel in Griechenland haben das verpasst. Dieter Groß / Berlin

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