Werbeanzeige

Teure Abmahnung nach „Weltuntergangs-Party“

Der Weltuntergang ereignete sich am 21. Dezember 2012 nicht, obwohl der Maya-Kalender zu jenem Termin endete. Einige Veranstalter nutzten den Hype aber, um eine „Weltuntergangs-Party“ zu feiern. Offenbar hat es nun Abmahnungen dagegen gegeben, nachdem sich jemand Anfang 2012 den Begriff Weltuntergang als Wortmarke im Zusammenhang mit „Dienstleistungen zur Verpflegung und Beherbergung von Gästen“ beim Deutschen Patent- und Markenamt hatte eintragen lassen.

Werbeanzeige

Wie der Jurist Thomas Waetke von der Kanzlei Schutt, Waetke Rechtsanwälte berichtet, erhielt ein Veranstalter eine Abmahnung, der zufolge er 1 000 Euro für die ungenehmigte Nutzung der Wortmarke „Weltuntergang“ in seinem Veranstaltungsnamen zahlen soll, außerdem 837,52 Euro Anwaltskosten. Offenbar sollen mehrere Veranstalter in ganz Deutschland solche Abmahnungen erhalten haben.

Rückwirkende Löschung einer Marke möglich

Vor einer Namensnutzung muss generell geprüft werden, ob der Name nicht bereits durch eine Markeneintragung geschützt ist. Waetke verweist als Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht jedoch darauf, dass nicht jede eingetragene Marke auch eingetragen bleibt: „Wenn sich in einem Gerichtsprozess herausstellt, dass die Marke gar nicht hätte eingetragen werden dürfen, dann wird sie rückwirkend wieder gelöscht.“

Berühmtes Beispiel sei die 3D-Marke „Lego”. Sie war jahrelang eingetragen, Lego konnte den Nachbau verhindern. Aber nur so lange, bis vor Gericht erwirkt wurde, dass die 3D-Marke wieder zu löschen sei. Nun dürften auch andere kleine Steinchen mit Nöppelchen bauen, allerdings sei die Wortmarke „Lego” weiterhin eingetragen und somit geschützt. Der Grund für die Löschung: Die Nöppelchen auf den Plastikbausteinen waren technisch erforderlich, damit andere Elemente darauf halten, sie hätten nicht zu einem Markenschutz führen dürfen.

Agenturen müssen Nutzbarkeit von Namen prüfen

Bei der Marke „Weltuntergang“ ist nach Ansicht Waetkes schon fraglich, ob dieser Begriff überhaupt hätte eingetragen werden dürfen. Außerdem sei immer zu prüfen, ob die Marke nicht nur etwa eingetragen wurde, um andere von der Namensnutzung auszuschließen, ohne dass der Markeninhaber selbst ein Interesse an der Nutzung haben würde. Übrigens müsse eine Agentur, die im Kundenauftrag einen Veranstaltungsnamen kreiert, grundsätzlich dafür sorgen, dass der präsentierte Name auch tatsächlich nutzbar ist.

Kommunikation

Ein Spot, ein Ohrwurm: Versandhändler Otto setzt auf Schlagerstar und Katzenlady und landet Viral-Hit

Ottos neue Social-Media-Kampagne löste einen Hype um "Schlagersänger" Ricardo aus. Auch die anderen Spots sind rundum lustig. Doch Ricardo wird zum Werbegesicht von Otto. Nun besitzt der kultige Schlagerstar schon eine große Fanbase. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Ein Spot, ein Ohrwurm: Versandhändler Otto setzt auf Schlagerstar und Katzenlady und landet Viral-Hit

Ottos neue Social-Media-Kampagne löste einen Hype um "Schlagersänger" Ricardo aus. Auch die anderen…

Consumer Index: Kleine Freuden zu Weihnachten hoch im Kurs

Am häufigsten werden zu Weinachten nach wie vor Bücher verschenkt; fast jeder zweite…

Die 20 populärsten sozialen Netzwerke in Deutschland: Facebook klar vorn, Instagram, Snapchat und musical.ly boomen

Der US-Wahlkampf hat wieder einmal gezeigt, welch starke Rolle soziale Netzwerke im Leben…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige