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Tesla-Chef Elon Musk versus Apple

Tesla-Macher Elon Musk als neuer Apple CEO? Vielleicht wünschenswert, aber wenig wahrscheinlich

Elon Musk spricht wieder mal Klartext: Auf der Code Conference in San Francisco diskutierte der Tesla-Gründer seine Vision von künstlicher Intelligenz, einer Zivilisation auf dem Mars und dem kommenden ganz irdischen Konkurrenzkampf mit Apple bei Elektroautos.

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Apple und Elon Musk – das dürfte noch ein interessantes Duell werden. Seit Jahren kommentiert der umtriebige Seriengründer die Autopläne des Techpioniers aus Cupertino: „Es ist ein offenes Geheimnis, dass Apple an einem Elektroauto arbeitet“, erklärte der Tesla-Chef der BBC im Januar. Apples Vorhaben wäre „ziemlich schwer zu verbergen, wenn man 1000 Ingenieure anheuert.“

Dass Apple beim Abwerben nicht vor dem Tesla haltmache, bestätigte Musk bereits ein Jahr zuvor gegenüber Bloomberg. „Apple versucht mit viel Aufwand, unsere Leute abzuwerben“, erklärte Musk mit Verweis auf eine 250.000 Dollar-Prämie bei Vertragsabschluss und einer sechzigprozentigen Gehaltserhöhung, „aber bislang haben sie wenig bekommen“.

Elon Musk: „Apple wäre  ein direkter Konkurrent“

Ein halbes Jahr später legte Musk noch mal nach. „Wichtige Ingenieure? Apple bekommt nur die Leute, die es bei uns nicht geschafft haben. Wir nennen Apple deswegen auch den Tesla-Friedhof“, frotzelte Musk.

Entsprechend vielversprechend erschien auch Tech-Reporterveteranen Kara Swisher und Walter Mossberg das Stichwort ‚Apple‘, das sie ihrem Stargast auf der jährlichen Code-Conference gestern in San Francisco hinwarfen.

Musks Reaktion spricht Bände: Die Mimik des Südafrikaners, der in Interviews stets recht zurückgenommen auftritt,  nimmt sofort andere Züge. Musk kann sich ein spöttisches Grinsen nicht verkneifen, bevor er auf Mossbergs Frage antwortet: „Ja, sie wären ein direkter Konkurrent“, gibt der Tesla-Chef zu und bestätigt auf Nachfrage, dass Apples Abwerbeversuche für sich sprächen.

Dann wird es lustig: „Ich finde es gut, dass sich Apple in die Autoindustrie vorgewagt hat und hoffe, sie haben Erfolg“, erklärt Musk allen Ernstes mit einem spitzbübischen Lächeln – und das Publikum lacht. Musk wünscht dem potenziell größten Rivalen den Erfolg? Charmanter kann man kaum flunkern.

Dann lässt Musk das Visier herunter und stichelt erneut gegen Apple. „Ich denke, sie hätten damit deutlich eher beginnen können“, erklärt Musk Mossberg und Swisher. „Sie haben mir nicht ihren direkten Produktionsplan mitgeteilt“, witzelt der Tesla-Chef, „aber ich glaube kaum, dass sie vor 2020 mit der Auslieferung beginnen werden. Das ist eine verpasste Chance.“

Gleichzeitig glaubt Musk nicht, dass der Markt für Elektroautos nur von einem Unternehmen bestimmt werde. „10 Prozent Marktanteil sind wohl das meiste, was ein Unternehmen erreichen kann“, mutmaßt der frühere Paypal-Gründer, der gleichzeitig das Raumfahrt-Unternehmen Space X und den Solarkonzern Solar City besitzt. „Der Automarkt ist sehr groß.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf meedia.de.

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Kommentare

  1. Ihr kapiert es einfach nicht. Musk wünscht Apple wirklich alles Gute. Seine Mission ist es, Technologien voranzutreiben. Natürlich wäre es äusserst schlecht, wenn just im Moment des grössten negativen Eigenkapitals eines seiner Unternehmen von Konkurrenz zerstört werden würde. Dies ist aber für Tesla überhaupt nicht zu befürchten, genauso wie für SpaceX. Im Gegenteil, je mehr Anbieter mitmachen, desto schneller sinkt der Preis für die benötigte Technologie seitens der Zulieferer.

    Idealismus ist für die meisten Menschen nur schwer zu begreifen.

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