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Switch: So versucht Apple in seiner neuen Werbekampagne Android-Nutzer zum Wechsel zu bewegen

Alle Jahre wieder stellt sich beim Smartphone-Kauf die Frage: Apple oder Android? Die Pro-Argumente für das iPhone liefert der Kultkonzern aus Cupertino in seiner neuen Werbekampagne "Switch" in fünf minimalistisch gestrickten Clips. Die Botschaft ist schon für einen Fünfjährigen erkennbar: Das Leben mit einem iPhone ist schöner, schneller und vor allem einfacher.

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Wenn man der Wall Street glauben darf, ist Apple nach einem Geschäftsjahr im Rückwärtsgang, das einige Fragen zur Innovationsfähigkeit des Techpioniers aufgeworfen hat, wieder in den Selbstläufer-Modus zurückgekehrt.

Bemerkenswerte 18 Mal konnte der iKonzern seit Jahresbeginn bereits seine Allzeithochs verbessern und dabei sogar die Bewertungsgrenze von 800 Milliarden Dollar überspringen, weil Anleger wie Apple-Fans ihren Blick längst fest in die Zukunft gerichtet haben – auf den nahenden iPhone 8-Launch.

Switch-Kampagne: Apple umgarnt Android-Nutzer

Obwohl Apple vier Monate vor dem mutmaßlich größten Produktlaunch in der mittlerweile 41-jährigen Unternehmenshistorie die Kaufargumente für das generalüberholten Jubiläums-iPhone mehr denn je auf seiner Seite haben dürfte, versucht Apples Marketingabteilung potenziell wechselwillige Android-Kunden schon mal vorab von den Vorzügen eines iPhones zu überzeugen.

„Switch“ heißt die gestern gestartete Werbekampagne (zu deutsch: „Wechsel“), die ohne Umschweife in Gut-und-Schlecht-Symbolik daherkommt. In gleich fünf nur 15-sekündigen Video-Clips zeichnet Apple so simpel wie nur möglich eine Zwei-Klassen-Smartphone-Welt.

Auf der linken Seite des Videos ist jeweils der Ist-Zustand von Android-Smartphone-Besitzern zu sehen. Die Welt ist grauer, die Musik ertönt unharmonischer, die Bilder sind ungeordneter, alles geht langsamer, und natürlich ist da noch die Sache mit der Privatsphäre.

Dann wechselt der Protagonist auf der rechten Bildhälfte in die bunte Apple-Welt, in der das digitale Leben plötzlich soviel besser ist: Der Wechsel vollzieht sich reibungslos, alles läuft schneller, die Fotos erscheinen plötzlich geordneter, die Musik klingt um einiges facettenreicher, und die Privatsphäre wird plötzlich großgeschrieben – simple Botschaften, die sich mal eben so in einem ultrakurzen Webclip für den Smartphone-Gebrauch transportieren lassen.

Nicht nur, dass Apple es sich mit seiner Switch-Kampagne, für die auch noch eigens eine Microsite gelauncht wurde, etwas sehr einfach macht (und dabei zumindest beim eingeforderten Vorsprung bei der Fotos-App und Apple Music auf heftigen Widerspruch stoßen dürfte)  – die neue Werbekampagne bleibt gegenüber früheren Meisterwerken erstaunlich blass.

In den Nullerjahren hat der iKonzern schließlich schon einmal eine Wechselkampagne inszeniert: Apple-Fans dürften nur allzu gerne an die werbliche Untermalung der alten Fehde zwischen PC- und Macintosh-Nutzern in Form der legendären „Get a Mac“-Kampagne („I’m a Mac – and I’m a PC“) zwischen 2006 und 2009 mit Justin Long und John Hodgman zurückdenken.

„Ich vermisse Apples witzige Werbung“, zeigt sich etwa Mashables Chef-Korrespondent Lance Ulanoff enttäuscht.

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