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„Süddeutsche“ im Vorwärtsgang

Die jüngst an die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) verkaufte „Süddeutsche Zeitung“ ist im Markt der überregionalen Tageszeitungen die Nummer eines – sowohl gedruckt als auch online. Die Investitionen ins Internet scheinen sich für die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) auszuzahlen. Gut ein Jahr, nachdem der ehemalige Medien-Ressortleiter Hans-Jürgen Jakobs die Chefredaktion von Sueddeutsche.de übernommen hat und das Personal deutlich aufgestockt wurde, lässt die Online-SZ die anderen überregionalen Zeitungen hinter sich.

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Laut IVW kam Sueddeutsche.de im Dezember 2007 auf rund 15,9 Millionen Visits, das sind 94 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die damals führende Online-„F.A.Z.“, die Ende 2007 kräftig überarbeitet ins Netz ging, konnte ihre Reichweite nur um knapp 17 Prozent auf 10,6 Millionen Besuche steigern. Das reicht nur noch für Platz 3 hinter Welt.de (11,3 Millionen).
Zugleich meldet die „Süddeutsche“ einen Verkaufsrekord: Die Auflage von 447 614 Exemplaren ist die höchste seit Gründung der Zeitung im Jahr 1945. Rund 83 Prozent davon zählen zur „harten Auflage“, werden also als Abos (310 751 Stück) und im Einzelverkauf (63 001 Stück) vertrieben.

Jetzt will die „SZ“ in der Zielgruppe der Entscheider noch stärker werden und möbelt ihren Wirtschaftsteil auf. Bereits im Oktober 2007 wurde der Kursteil reformiert, seit 22. Januar erscheinen zwei zusätzliche Geld-Seiten. Das Ressort wurde dazu um drei Redakteure ergänzt. Wie wichtig der „Süddeutschen Zeitung“ ein stärkeres Wirtschaftsprofil ist, zeigt sich an einer aktuellen Werbekampagne zum Thema. Sie läuft in etlichen Entscheidermedien, im Rundfunk und am Point of Sale. Zuständig für die Kreation der Kampagne ist die Agentur GBK Heye. max

www.sueddeutscher-verlag.de

Mehr über die Entwicklung bei den überregionalen Zeitungen lesen Sie in der absatzwirtschaft-Ausgabe 2/2008.

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