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Studien der Woche: Nachhaltigkeit in Unternehmen, Startup-Gehälter und Konsumklima

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Woche

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Top 1: Unternehmen und Nachhaltigkeit– ein schwieriges Paar?

Da geht noch was – so könnte man das Fazit des Nachhaltigkeitsreports der Ratingagentur Oekom zusammenfassen. Sie vergleicht die Nachhaltigkeitsbestrebungen börsennotierter Unternehmen weltweit mit den „Sustainable Development Goals“, den Entwicklungszielen der UN-Generalversammlung von 2015.

Basis der Untersuchung sind 3700 börsennotierte Unternehmen weltweit, die besonders groß und aus konventionellen Branchen oder mit einer besonderen Nähe zum Thema Nachhaltigkeit wie etwa aus den Bereichen der erneuerbaren Energien oder der Wasseraufbereitung. Auch nicht börsennotierte Emittenten von Anleihen gehören zur Untersuchungsgruppe sowie supranationale Organisationen (World Bank) und Eisenbahngesellschaften.

Insgesamt bescheinigen die Autoren den Unternehmen einen leichten Anstieg des Nachhaltigkeitsbewusstseins, allerdings gehe dieser nur sehr langsam vonstatten. In dem Report heißt es: „Zwar ist nach wie vor dem Großteil (47,85 Prozent) ein unzureichendes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zu bescheinigen, diese Zahl ist aber seit 2013 rückläufig. Der Trend zeigt sich auch im Positiven: Inzwischen gibt es bereits bei 35,87 Prozent der Unternehmen zumindest erste Ansätze von Nachhaltigkeitsbestrebungen – auch hier also eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.“ 2014 waren es nur 34,1 Prozent. Der Anteil von Unternehmen mit unzureichendem Engagement lag bei 47,85 Prozent. Lesen Sie hier mehr zu den Ergebnissen des Reports.

Top 2: Gehaltsstudie: Was Mitarbeiter deutscher Start-ups verdienen

ales Manager und ITler beziehen die höchsten Gehälter in Start-ups. Grafiker befinden sich am unteren Ende der Gehaltstabelle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergütungsanalyse des Hamburger Vergleichsportals Gehalt.de. Untersucht wurden 599 Vergütungsdaten aus jungen Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern.

Laut Studie erhalten leitende Angestellte in der IT mit durchschnittlich 51.185 Euro im Jahr das höchste Gehalt in der Gründerszene. Die Gehälter für Softwareentwickler ohne leitende Funktion schwanken je nach Anwendungsgebiet: Programmierer für den Bereich Mobile erzielen 36.930 Euro, im Frontend 37.535 Euro und im Backend 40.552 Euro im Jahr. Sales Manager zählen mit einem Jahresgehalt von rund 48.937 Euro zu den besser Verdienenden. „Vertriebsmitarbeiter erhalten zum Grundgehalt in der Regel eine Provision für erfolgreiche Verkaufsabschlüsse“, erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Was Grafiker im Schnitt verdienen und in welcher Stadt die Verdienste in der Gründerszene am höchsten sind, erfahren Sie hier.

Top 3: Globale Risiken schwächen das Konsumklima im März

Nachdem sich die Konjunkturerwartung für Deutschland im Vormonat kaum verändert hat, sinkt sie im März moderat. Der Indikator verliert 2,9 Zähler und liegt nun bei 0,5 Punkten. Er kann sich somit noch knapp im positiven Bereich halten, also über seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Offenbar scheinen weltwirtschaftliche Risiken, und hier in erster Linie die konjunkturelle Abschwächung in wichtigen Exportländern Deutschlands wie China und den USA, nicht ohne Wirkung auf die Verbraucher zu sein, heißt es in der aktuellen Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ im Auftrag der EU-Kommission. Denn dies dürfte sowohl die Exportaussichten als auch die Investitionsneigung der deutschen Unternehmen beeinträchtigen.

Trotz der leichten Einbußen ist die Konsumlaune bislang ungebrochen, heißt es weiter. Die anhaltend stabile Arbeitsmarktsituation sowie die niedrige Inflationsrate seien nach wie vor die entscheidenden Gründe dafür, dass die Konsumenten so ausgabefreudig sind. Ein hoher Beschäftigungsstand sorge für wenig Angst vor dem Jobverlust, was wiederum zu einer hohen Planungssicherheit bei größeren Anschaffungen führe. Hinzu komme, dass das Sparen als Alternative zum Konsum zuletzt aufgrund der aktuellen Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins auf 0 Prozent zu senken, noch weniger attraktiv ist.

Für die Studie werden monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews im Auftrag der EU-Kommission geführt. Das Konsumklima bezieht sich explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Mehr Infos dazu gibt es hier. 

Top 4: Online-Bucher nutzen nicht alle Sparpotentiale bei der Reiseplanung

Deutsche Verbraucher lassen sich einen erheblichen Teil der Sparpotentiale bei der Reisebuchung entgehen. Grund dafür: Sie nutzen Reisebuchungsportale, die ihnen nicht alle Verbindungsoptionen anzeigen und bezahlen teils verdeckte Provisionen, weil sie nicht direkt bei Ticketanbietern buchen. 88 Prozent der Deutschen suchen und buchen ihre Reisen bereits im Internet und liegen damit voll im Trend. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Reisesuchmaschine Dohop. Bereits jetzt bucht fast jeder dritte Deutsche (32 Prozent) seine Reise über ein Online-Reiseportal oder eine Reisesuchmaschine. Doch wenn Urlauber auf der Suche nach dem besten Preis sind, lassen sich 96 Prozent der deutschen Online-Bucher zusätzliche Sparmöglichkeiten entgehen, weil sie kein Self-Connect nutzen. „Preisvergleich und Schnäppchenangebote waren gestern, wer smarter buchen will, nutzt Self-Connect und schöpft damit bisher unentdeckte Sparpotentiale aus“, sagt Dohop-Geschäftsführer David Gunnarsson.

Die Formel, um mehr aus seiner Reisbuchung rauszuholen, ist, die Flüge einzeln, ohne Aufschlag bei den unterschiedlichen Ticketanbietern zu buchen. Bisher gehören nur vier Prozent der Deutschen zu den findigen Self-Connect-Buchern, die dieses Prinzip anwenden, wenn sie online einen Flug kaufen. Es ist also noch Luft nach oben. n Flughafen an und empfiehlt eine der 860.000 Unterkünfte in 224 Ländern. Der Urlaub kann so bereits Zuhause vor dem Rechner beginnen.

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