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Studie: Wann Adblock-Nutzer Werbung akzeptieren

Adblock Plus, einer der meist genutzten Anbieter von Werbeblocker-Software, hat eine neue Studie veröffentlicht, nach der Online-Nutzer Werbung lieber filtern als komplett blockieren würden. Die Ergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen, zeigen aber: Werbung muss nicht stören.

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Die Studie stammt vom Vertreiber von Adblock Plus, dem Kölner Unternehmen Eyeo, in Zusammenarbeit mit HubSpot Research. Die Befragten wurden sich aus 70 Prozent Adblocker­-Nutzer (jeglicher Werbeblocker, nicht ausschließlich Adblock Plus) und 30 Prozent Nicht-­Nutzer aus den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Laut Studie blocken Online-NutzerWerbung vor allem, weil sie ihr Surf-Erlebniss stört. Gleichwohl gaben immerhin 57 Prozent der Befragten an, beispielsweise Suchmaschinenwerbung sinnvoll und nützlich zu finden. Beinahe die Hälfte habe zudem bereits für Online-Inhalte gezahlt.page1 (1)

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • ­ 51 Prozent der Befragten rechtfertigten ihre Adblocker­-Nutzung damit, dass sie die Kontrolle über die eigene Internet-­Erfahrung behalten wollen
  • ­ 83 Prozent sagten sie wollen nur störende Werbung blockieren
  • ­ 77 Prozent wollen lieber Werbung filtern, anstatt alles zu blockieren
  • ­ 63 Prozent der Nutzer ohne Adblocker waren der Meinung, dass Adblocking das Surf­-Erlebnis positiv beeinflusst
  • ­ 57 Prozent sagten, dass Suchmaschinen Anzeigen nützlich und sinnvoll seien
  • ­ 45 Prozent der Befragten in den U.S.A. haben schon einmal für Online­Inhalte bezahlt

Gründe für das eigene Acceptable-Ads Programm

Die Ergebnisse decken sich bisweilen mit einer älteren Studie von Eyeo, in der ebenfalls die Wirkung und Nutzung von Adblockern untersucht wurde. Ziel der Statistiken dürfte unter anderem sein, das eigene „Acceptable Ads“-Programm zu bewerben. Werbung, die den darin festgelegten Kriterien entsprechen – also als nicht störend empfunden werden dürften – werden auch an Adblock Plus-Nutzer ausgespielt, sofern diese die so genannte Whitelisting-Option zulassen. page1

 

Eyeo musste dafür viel Kritik einstecken, insbesondere, weil das Unternehmen bis zu 30 Prozent der daraus entstehenden Werbeeinnahmen einbehalten soll. Die Kölner Firma musste sich deswegen bereits mehrfach vor Gericht verantworten, weil deutsche Verlage ihr unlauteren Wettbewerb vorwerfen.

Zuletzt erstritt sich Axel Springer eine kostenlose Aufnahme in das Programm – obwohl Eyeo behauptet, deutsche Verlage erfüllten die Kriterien gar nicht, um zur Kasse gebeten zu werden. Nach Ansicht der Richter hindert Eyeo Publisher mit seinem Geschäftsmodell des so genannten Whitelistings daran, ihre vertraglichen Rechte gegenüber den Werbepartnern auszuüben.

Medien wollen Adblocking gesetzlich verbieten

Studien, wie zuletzt vom Datenanalyse-Unternehmen eMarketer, prognostizierend laufend einen starken Anstieg der Adblock-Nutzung – vor allem in den USA, aber auch weltweit. Rund ein Viertel der Internetnutzer wenden bereits Adblocker an.

Einige Anbieter, wie Axel Springer mit Bild.de, sind daher mittlerweile dazu übergegangen, Nutzer ohne Bezahlzugang, die Ad-Blocker verwenden von ihrer Webseite auszusperren. Wie Netzpolitik.org berichtet, gibt es nun offenbar von Seiten der Medien verstärkt Bestrebungen, das Problem von der gesetzgeberischen Seite her anzugehen. Die Medienanbieter argumentieren dabei, dass die Digitalwerbung der Refinanzierung journalistischer Inhalte dient.

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