Suche

Werbeanzeige

Studie: Vertrauen in Lebensmittelwirtschaft sinkt weltweit

Verbraucher achten darauf, woher die Produkte kommen und was für Gütesiegel sie besitzen

Das Vertrauen in die Lebensmittelwirtschaft ist im vergangenen Jahr in 19 von 27 untersuchten Ländern gesunken, Deutschland eingeschlossen. Das geht aus dem globalen Edelman Trust Barometer 2015 für die Lebensmittelbranche hervor.

Werbeanzeige

Die Ergebnisse der Vertrauensstudie Edelman Trust Barometer zeigen in 19 der 27 beobachteten Märkte einen Vertrauensverlust in die Lebensmittelwirtschaft, mit den stärksten Einbrüchen in Singapur, Argentinien, Hong Kong, den Niederlanden und Südkorea. Auch in Deutschland ist das Vertrauen gesunken: Nur noch 55 Prozent der Deutschen vertrauen der Lebensmittelwirtschaft, 2014 waren es noch 59 Prozent.

Landwirtschaft genießt höchstes Vertrauen, Fast-Food-Betriebe weit abgeschlagen

Bildschirmfoto 2015-07-20 um 11.04.53

Für die Studie wurde das Vertrauen in fünf Sektoren der Lebensmittelwirtschaft entlang der Wertschöpfungskette untersucht: Landwirtschaft und Fischerei, Lebensmittelindustrie, Lebensmittelhandel, Fast-Food-Restaurants sowie dem Agrarbereich vorgelagerte Bereiche (Agribusiness). Mit immerhin 63 Prozent liegt die Zahl der Menschen, die dem Sektor Landwirtschaft und Fischerei vertrauen oder leicht vertrauen, deutlich über dem Ergebnis der Lebensmittelbranche insgesamt. Dieser schneidet von allen Sektoren der Lebensmittelwirtschaft am besten ab. Während Lebensmittelindustrie (56 Prozent), Lebensmittelhandel (57 Prozent) und Agribusiness (55 Prozent) im Durchschnitt liegen, bilden Fast-Food-Restaurants mit nur 33 Prozent das Schlusslicht.

Das Vertrauen unschlüssiger Verbraucher gewinnen

Bildschirmfoto 2015-07-20 um 11.05.16

 

Die gute Nachricht ist: Ein großer Anteil der Befragten konnte in der Studie als sogenannte „Swing Trusters“ identifiziert werden, also weitgehend neutral bis leicht positiv gestimmte Personen, die dem Wirtschaftszweig weder voll vertrauen noch ihn stark ablehnen. Im überwiegend negativ bewerteten Fast-Food-Sektor sind sich 62 Prozent bezüglich ihres Vertrauens noch unschlüssig, beim Lebensmittelhandel sogar 72 Prozent. „Swing Truster für sich zu gewinnen, ist eine große Chance für den gesamten Wirtschaftsbereich“, sagt Uta Behnke, Leiterin des Bereichs Lebensmittelkommunikation bei Edelman Deutschland.

Behnke weist die Lebensmittelwirtschaft auf die Gelegenheit hin, diese unschlüssigen „Swing Truster“ besser zu verstehen – wer sie sind und wie die Wirtschaft sie einbeziehen und ihr Vertrauen gewinnen kann. „In einem Umfeld, in dem der Verbraucher auch bei Lieferketten und Produktionsbedingungen immer mehr nach Transparenz verlangt, hat das Consumer Marketing die Chance, die Unternehmensreputation zu stärken – durch Einbindung des Verbrauchers und Verständnis für seine Bedürfnisse und Bedingungen“, sagt Behnke.

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • Vertrauen in die Lebensmittelwirtschaft ist nicht gleichzusetzen mit Vertrauen in Unternehmen des Lebensmittelbereichs. So bewerteten die Befragten ihr Vertrauen in einzelne Unternehmen des Wirtschaftszweigs oft deutlich niedriger als ihr Vertrauen in den Wirtschaftszweig selbst.
  • 56 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, dass die Industrie stärker in die Ernährungspolitik im eigenen Land miteinbezogen werden sollte – auch wenn gleichzeitig 54 Prozent finden, dass die Lebensmittelindustrie nicht ausreichend genug reguliert werde.

Über das Edelman Trust Barometer:
Das Edelman Trust Barometer ist eine jährliche Studie der Agentur Edelman zu Vertrauen in und Glaubwürdigkeit von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wirtschaft und Medien, die in diesem Jahr zum 15. Mal durchgeführt wurde. Für das Edelman Trust Barometer 2015 wurden in 27 Ländern jeweils 1.000 Personen aus der allgemeinen Bevölkerung sowie 200 weitere (USA und China: 500) Meinungsführer im Alter von 25 bis 64 Jahren befragt.

Kommunikation

Die Lufthansa verspottet den FC Bayern auf Twitter, nachdem der deutsche Rekordmeister künftig für Qatar Airways wirbt

Adidas, die Allianz, Audi, die Deutsche Telekom, Lufthansa, Siemens, SAP: Die Werbepartner des FC Bayern lesen sich wie ein Who-is-Who des DAX. Entsprechend war die Überraschung groß, als vor zwei Tagen bekannt wurde, dass die Kranich-Airline nach 14 Jahren als "Platin-Partner" von einem Rivalen aus dem arabischen Raum ersetzt wurde – Qatar Airways. Nachdem die Kölner das Aus zunächst sportlich kommentierten, folgte auf Twitter nun doch der augenzwinkernde Nachtritt. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Die Lufthansa verspottet den FC Bayern auf Twitter, nachdem der deutsche Rekordmeister künftig für Qatar Airways wirbt

Adidas, die Allianz, Audi, die Deutsche Telekom, Lufthansa, Siemens, SAP: Die Werbepartner des…

Editorial zur Jubiläumsausgabe der absatzwirtschaft 03/2018: Halten Sie durch!

Sich nicht ablenken zu lassen und eine Sache erfolgreich zu Ende zu führen,…

Von Philips über die FDP bis hin zur Elbphilharmonie: Das sind die Finalisten des Marken-Award 2018

Die Jury des Marken-Awards 2018 kam zusammen, um die Bewerber zu begutachten und…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

  1. Kein Wunder, ist ja einfach nichts mehr „echt“. Haben vor einigen Tagen von der Familie einen Rosenstrauß erhalten, wobei bei einigen Rosen die eine Hälfte der Blüte rot und die andere rosa war.

    Ist zwar ein toller Effekt, aber original und echt ist es einfach trotzdem nicht.
    Dasselbe gilt für Lebensmittel. Man möchte einfach nur noch Profit machen, um experimentiert an Allem rum.

    Ist es wahr, dass man mittlerweile schon vergammeltes Fleisch chemisch wieder aufleben lassen kann? Ist ja ekelhaft!

    Ich bleibe auf jeden Fall auf regional, bio ist leider auch nicht immer bio. Da sollte man genauestens wissen, woher man sein Futter holt.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige