Werbeanzeige

Studie: Käufer nutzen Apple Watch bis zu 80 Mal am Tag – vor allem wegen der Uhrzeit

Tim Cooks Apple Watch

Alle Augen auf die Apple Watch: Das neuste Schmuckstück aus Cupertino ist das prädestinierte Tech-Gadget unterm Weihnachtsbaum. Aber wie nutzen Käufer die Smartwatch aus Cupertino eigentlich? Der Marktforscher Wristly hat bei Kunden nachgefragt und Erstaunliches herausgefunden

Werbeanzeige

Von

Jetzt gilt’s: In der Weihnachtszeit muss sich das neuste Produkt aus Cupertino endgültig beweisen. Bislang ist der recht übersichtliche Erfolg der Apple Watch ein offenes Geheimnis: Die Smartwatch aus Cupertino dürfte in den ersten zwei Quartalen rund zwei Milliarden Dollar erlöst und damit schätzungsweise zwei Millionen Einheiten im Juni-Quartal und etwa drei Millionen Stück im September-Quartal abgesetzt haben. Glaubt man Analysten, steht der Durchbruch nun aber möglicherweise bevor: „Wir glauben, dass die Weihnachtssaison den Wendepunkt für die Apple Watch darstellt und sich die Verkäufe in 2016 beschleunigen“, skizzierte etwa Drexel Hamilton-Analyst Brian White Anfang der Woche ein positives Szenario für die Apple-Uhr.

Sein Argument für einen Verkaufserfolg im Weihnachtsgeschäft: IBMs Watson Trend App hat die Apple Watch als meistdiskutiertes und begehrtestes Tech-Produkt des Weihnachtsgeschäfts 2015 identifiziert – vor Samsung- und Sony-Fernsehern und Microsofts Surface-Tablet.

Apple Watch bleibt unter Tim Cooks Anspruch zurück

Bleibt allerdings die Frage, was Kunden bislang mit der Apple Watch eigentlich anstellen? Im Vorfeld des Launchs wurde CEO Tim Cook nicht müde, immer wieder anzupreisen, was man mit der Smartwatch alles anstellen kann könne. „Ich glaube, Sie werden nicht mehr ohne sie leben können“, verbreitete der Apple-Chef vor Investoren im Februar noch grenzenlosen Optimismus.

Dabei sind die Anwendungen bislang weiter arg beschränkt: Die Apple Watch ist ohne iPhone praktisch funktionsunfähig und zeigt nur die Uhrzeit, zählt die Schritte oder zeigt verbrannte Kalorien und die Herzfrequenz an. App-Anwendungen sind auf dem 42 Millimeter großen Display oft so mühsam, dass sie keinen Ersatz zur Smartphone -Nutzung darstellen, wie wir in unserem Praxistest im Mai festgestellt haben.

Wristly: 60 bis 80 Mal am Tag auf die Smartwatch aus Cupertino starren  

Wofür die bisherigen Apple Watch-Käufer die Smarwatch aus Cupertino nun eigentlich nutzen, hat der Marktforscher  Wristly.com untersucht. In einer Umfrage unter 2400 Nutzern in den USA hat Wristly ermittelt, dass Träger der Apple Watch zwischen 60 bis 80 Mal am Tag auf die smarte Uhr aus Cupertino starren.

38 Prozent – und damit der Löwenanteil – blicken auf die  Uhr mindestens zwei- bis dreimal pro Stunde, 28 Prozent vier- bis fünfmal pro Stunde und 13 Prozent sogar sechs- bis siebenmal.

Anwendungsszenarien: Uhrzeit, Benachrichtigungen, Workout Timer

Eine zweite Studie, die vom Mobile Life Centre der Universität Stockholm durchgeführt wurde, liefert unterdessen einen Einblick in die Anwendungsszenarien von Apple Watch-Nutzern. Ernüchterndes Ergebnis: Mit überwältigender Mehrheit nutzen die Smartwatch-Träger ihre Apple Watch wie eine Uhr – 50 Prozent blicken auf das Watchface, um die Uhrzeit (bzw. individualisierte Parameter wie die Temperatur) abzulesen.

Es folgen mit deutlichem Abstand von 17 Prozent eingehende Benachrichtigungen, die Nutzer durch Apps wie auf dem iPhone bekommen – etwa für den Like eines Fotos aus Instagram oder einen Retweet auf Twitter. Gerade sechs Prozent der Interaktionen gehen an eine Kernfunktion von Smartwatches – den Workout Timer. Siri brachte es gar nur auf zwei Prozent, währende Anrufe auf der Apple Watch nur ein Prozent der Nutzung ausmachen – genauso oft wie die Apples Karten-App aufgerufen wurde.

John Gruber legt die Apple Watch ab

Ob die bislang limitierte Funktionalität reicht, um die Apple Watch zu einem Kassenschlager in Dimensionen des iPads oder iPhones zu machen, wird zuletzt immer stärker auch von Branchenexperten bezweifelt.

Ausgerechnet einer der größten Fürsprecher Cupertinos legte zuletzt seine Apple Watch gar ab. John Gruber, Betreiber des Apple-Blogs „Daring Firewall“, bekannte vor wenigen Wochen, dass er nie „super begeistert“ von der Apple-Uhr war. Die Folge: Gruber trägt sie nicht mehr täglich. „Es ist einfach nicht ein Produkt, das für sich selbst spricht“, sprach Gruber aus, was wohl viele Anwender bislang dachten.

Derselben Meinung war vor wenigen Wochen bereits Wall Street Journal-Chefredakteur Gerd Baker, der Cook auf einer Podiumsdiskussion entgegenhielt, er finde die Apple Watch keinesfalls unverzichtbar. „Geben Sie ihr eine Chance“, entgegnete Tim Cook darauf fast kleinlaut. Welch einen Unterschied ein paar Monate machen können…

Kommunikation

Sichtbarkeit mit Weitsicht: Viewability und ihre Folgen

Der Ruf nach Standards hinsichtlich Viewability ist nach wie vor laut zu vernehmen. Denn selbst mit den Richtlinien, die der BVDW vergangenes Jahr herausgab, ist vertrauenswürdige Messung nicht notwendigerweise gegeben. Wem soll man also glauben, wenn Messwerte für die gleiche Anzeige je nach Messmethode bis zu 80 Prozentpunkte schwanken können? mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Sichtbarkeit mit Weitsicht: Viewability und ihre Folgen

Der Ruf nach Standards hinsichtlich Viewability ist nach wie vor laut zu vernehmen.…

Ein Spot, ein Ohrwurm: Versandhändler Otto setzt auf Schlagerstar und Katzenlady und landet Viral-Hit

Ottos neue Social-Media-Kampagne löste einen Hype um "Schlagersänger" Ricardo aus. Auch die anderen…

Consumer Index: Kleine Freuden zu Weihnachten hoch im Kurs

Am häufigsten werden zu Weinachten nach wie vor Bücher verschenkt; fast jeder zweite…

Werbeanzeige

Werbeanzeige