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Ströer strebt Übernahme des Digitalvermarkters OMS an

Der Außenwerbungs-Spezialist Ströer mausert sich zum Multi-Channel-Medienhaus © Ströer SE

Um sein Digitalgeschäft zu stärken, beabsichtigt der Werbevermarkter Ströer, die OMS Vermarktungs GmbH zu übernehmen. Gesellschafter der OMS sind aktuell 33 deutsche Tageszeitungsverlage und damit Unternehmen unter anderem der Rheinische Post Mediengruppe, der Ippen-Gruppe, der Madsack Mediengruppe, der SWMH, der Verlagsgruppe Pressedruck und der NWZ Mediengruppe

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In die Ströer Digital Group wird der Vermarkter OMS im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage eingebracht – vorausgesetzt, das Bundeskartellamt stimmt der Übernahme zu. Die Ströer Digital Group verantwortet als Schwestergesellschaft der Ströer Content Group innerhalb des Geschäftsbereichs Digital die nationale deutsche Onlinevermarktung der Ströer SE. Im Gegenzug erhalten die Gesellschafter der OMS eine zehnprozentige Beteiligung an der Ströer Digital Group.

Mit mehr als 28 Millionen Unique User nimmt die OMS Platz 7 der Digital Facts des nationalen Vermarkterrankings nach AGOF ein. Als Premiumvermarkter von redaktionellen Umfeldern regionaler Tageszeitungen bietet sie Werbekunden die Zielgruppen-Ansprache mit Display-, Mobile-, Bewegtbild- und Crossmedia-Kampagnen über alle Screens.

Besserer Zugang zu Kunden und Agenturen

Ströer rechnet mit einem jährlichen Umsatzbeitrag der OMS von rund 30 Millionen Euro. Nach den Akquisitionen von OMS, T-Online und InteractiveMedia wird der Digital-Umsatzanteil im Konzern auf annähernd 40 Prozent bei einem Gesamtumsatz von über einer Milliarde Euro in 2016 ansteigen. Mittelfristig soll der digitale Umsatzanteil auf 50 Prozent erhöht werden.

Sowohl Ströer als auch OMS versprechen sich durch den Zusammenschluss strategische Vorteile in einem sich immer stärker konsolidierenden Online-Werbemarkt, Synergien auf verschiedenen Ebenen und einen verbesserten Zugang zu Kunden und Agenturen. Insgesamt erwartet das Unternehmen im Geschäftsbereich Digital unverändert zweistellige Wachstumsraten.

„Datenqualität wird wichtiger“

Ströer SE

Udo Müller, CEO der Ströer SE

„Die Entscheidung der Verleger der regionalen Tageszeitungen – dem traditionsreichen Rückgrat der deutschen Medienlandschaft – für Ströer als strategischen Partner empfinden wir als Auszeichnung und Anerkennung für unsere erfolgreiche Arbeit in den vergangenen Jahren“, sagt Udo Müller, Vorstandsvorsitzender der Ströer SE. Gleichzeitig sei die Transaktion ein wichtiger Schritt, um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit eines deutschen Online-Vermarktungshauses im Wettbewerb mit global agierenden Konkurrenten sicherstellen zu können.

Das Produkt OMS als konsolidiertes, nationales Premium-Digitalangebot regionaler Tageszeitungen in Deutschland soll auch in Zukunft bestehen bleiben. Es bietet Werbekunden ein national flächendeckendes Digital-Angebot mit regionalen Marken und regionalen Aussteuerungsoptionen. „Gerade jetzt steht der Onlinewerbemarkt vor erheblichen Änderungen: Datenqualität wird für eine optimale Vermarktung immer wichtiger, wobei wir eine zukünftig, weites gehende Trennung von Daten und Inventar erwarten“, sagt Christian Schmalzl, COO der Ströer SE. Die globalen Anbieter verfügen seiner Ansicht nach über eine enorm hohe Datenbreite und -tiefe. Zur Aufrechterhaltung eines mittel- bis langfristig funktionierenden Wettbewerbs sei die weitere Konsolidierung der zersplitterten deutschen Publisher- und Vermarkterlandschaft zwingend notwendig.

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