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Ströbele in Moskau, Kontroverse um Sankt Martin und gestohlene Süßigkeiten

Edward Snowden bekam in dieser Woche Besuch aus Deutschland: Grünen-Politiker Ströbele war zu Besuch beim Whistleblower. Dafür gab es nicht nur reichlich Aufmerksamkeit, sondern auch noch eine kurzfristige Beförderung. Mit der Forderung nach einem Ende des St. Martin-Festes sorgt ein Linken-Politiker in dieser Woche für Aufsehen. Und in den USA klaut Jimmy Kimmel Kindern die Süßigkeiten.

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Von Johannes Steger

Der Besucher der Woche: Ströbele in Moskau

NSA, NSA und noch einmal NSA. Keine Woche vergeht, in der nicht neue Enthüllungen rund um die US-Behörde ans Licht kommen. Dass das Ausspähen nicht nur die Amerikaner beherrschen, können in dieser Woche auch die Briten unter Beweis stellen. Die Erben von James Bond sollen auf dem Dach der britischen Botschaft eine Abhörstation installiert haben. Das berichtet zumindest die Zeitung „The Independent“ und beruft sich auf die Unterlagen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden. Und genau der war es, der am vergangenen Wochenende Besuch aus Berlin erhielt. Das Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele war nach Moskau gereist, um mit dem weltbekannten Whistleblower zu sprechen. Über den Inhalt des Gesprächs schwieg sich Ströbele aus. Teilte aber mit, dass Snowden bereit wäre, in Deutschland bezüglich der Abhöraffäre auszusagen, wenn er politisches Asyl zugesichert bekäme. Aber auch nach Merkelgate will die Regierung das nicht ermöglichen. Snowden bleibt also erst einmal in Moskau.
Hans-Christian Ströbele konnte sich derweil nach seiner Rückkehr nicht nur über ein gewaltiges Medieninteresse freuen, sondern auch über eine Beförderung. Zumindest in der Bauchbinde. Der US-Sender CNN schien wohl etwas irritiert, warum ein Oppositionspolitiker den Whistleblower aufsuchte und machte aus Herrn Ströbele eben mal den deutschen Außenminister. Der Spott ließ da natürlich nicht lange auf sich warten. Ein simpler Fehler? Oder wissen die USA doch wieder mehr als wir?

Der Aufreger der Woche: Sankt Martin soll gehen

Es ist November und durch die Straßen allerorts ziehen Kinder mit selbstgebastelten Laternen und singen Lieder über den barmherzigen St. Martin. Geht es nach dem Landesvorsitzenden der NRW-Linken, Rüdiger Sagel, soll das bald ein Ende haben. Zumindest der Teil mit dem Christen. Denn die Tradition diskriminiere muslimische und nichtchristliche Kinder in Grundschulen und Kindertagesstätten. Stattdessen solle man doch ein „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ feiern. Das stößt auf wenig Zustimmung. Der Zentralrat der Muslime lehnt ab, ebenso wie evangelische und katholische Kirche. Auch im Netz hagelt es Kritik am Vorschlag des Linkenpolitikers.

Manch einer fühlt sich da an die Jahresendfigur der DDR erinnert. So soll im sozialistischen Staat das Christkind benannt worden sein. Auch der eigenen Partei scheint der Vorschlag etwas zu weit zu gehen. Der religionspolitische Sprecher wiegelt ab. Die Aufregung geht aber erst einmal weiter.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>„Digitale Avantgarde“ eine länderübergreifende Zielgruppe

>>>90 Prozent der Unternehmen mit einer Content Marketing-Strategie sehen messbare Wirkung

>>>Digitaler Musikvertrieb verdrängt physische Produkte


Die Gemeinheit der Woche: Mama und Papa haben deine Süßigkeiten gegessen

Was den Deutschen ihr Martins-Singen, ist den Amerikaner Halloween. Kostümiert ziehen dort die Kinder durch die Nachbarschaft und sammeln mit der Androhung „Süßes oder Saures“ Süßigkeiten ein. Das hat Tradition. US-Talkmaster Jimmy Kimmel hat da seine eigene: Seit mehreren Jahren ruft er Eltern zu einem gemeinen Streich auf. Sie sollen ihren Kindern erzählen, dass sie die erbeuteten Süßigkeiten verspeist hätten. Wer das gemein findet, sollte jetzt nicht weiterlesen. Denn zu allem Überfluss sollen die Eltern die Reaktion ihrer Kleinen dann auch noch filmen und an Kimmels Redaktion schicken. Die Aktion erfreut sich immenser Beliebtheit und gehört seit dem Wochenende zu den Topklicks auf Youtube.

Der Börsengang der Woche: Es zwitschert an der Wall Street

Facebook ist schon da, jetzt folgt Twitter. Auch der Kurznachrichtendienst hat sich an die Börse gewagt. Und wie könnte es bei sozialen Netzwerken anders sein: Der Hype war gigantisch. Kurz nach dem Debüt legte das Papier um über 75 Prozent zu. 70 Millionen Aktien standen bereit für einen Ausgabepreis von je 26 Dollar. Zu den Gewinner zählen dabei nicht nur die Gründer, sondern vermutlich auch viele Mitarbeiter. Die dürften sich über einige Millionen auf dem Konto freuen. Doch wie so oft: Es gibt auch Verlierer, wie Handelsblatt Online berichtet.

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