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Strategie entwickeln für Beacon-Einsatz am Point-of-Sale

Mobile Marketing im Handel: Beacons ermöglichen ganz neue Wege der Kundenansprache. © intelliAd Media GmbH

Die Einsatzmöglichkeiten von Beacons sind vielfältig, auch sind die Funksender für den Handel kein großer Kostenpunkt. Beacon-Aktivitäten sollten aber immer in eine übergreifende Marketing-Strategie eingebettet sein, sagt Mischa Rürup, Geschäftsführer von intelliAd Media. Er zeigt zehn Schritte auf, wie Beacons am POS erfolgreich integriert werden können.

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Unternehmen können mit den kleinen Funksendern den stationären Handel mit der digitalen Welt verknüpfen, beispielweise um Kundenströme in ihren Läden zu messen und Produktplatzierungen zu optimieren. Oder die Händler zeigen ihren Kunden via Beacons zielgerichtete und ortsbasierte Werbung sowie Informationen in Echtzeit an, wenn diese den Laden passieren oder betreten – beispielsweise individuelle Angebote oder Rabatte.

intelliAd Media GmbH

Mischa Rürup

Auch Cross-Retargeting wird durch Beacons möglich – also die gezielte Online-Ansprache von Shop-Besuchern und umgekehrt.

Die wichtigste Entscheidung fällt noch vor Projektstart: die Partnerwahl. Wer kann das Projekt betreuen und umsetzen? Erstens müssen die Daten aus dem Beacon-Einsatz ganzheitlich mit den anderen Performance-Marketing-Aktivitäten zusammengeführt werden. Zweitens muss eine nahtlose Implementierung frei von Kinderkrankheit sichergestellt werden.

Beacons in zehn Schritten am POS integrieren

  1. Kick-Off: In einem Workshop werden die Strategie, die Rahmenbedingungen, konkrete Ziele und die wichtigsten Kennzahlen (KPIs) sowie die Verantwortlichkeiten auf Seiten des Kunden und des Dienstleisters festgelegt. Schon in diesem Schritt wird genau definiert, welchen konkreten Mehrwert der Beacon-Einsatz dem Endkonsumenten bieten wird – denn sonst fehlt es in der Umsetzung an Akzeptanz.
  2. Pflichtenheft: Als Ergebnis des Workshops entsteht ein technisches Pflichtenheft, das exakt regelt, wie die Mobile-App des Händlers und die Pushnachrichten auf- und umgesetzt werden.
  3. App-Design: Die bestehende Mobile-App des Kunden wird weiterentwickelt oder eine neue aufgesetzt. In der Regel umfasst die App in der individuellen Corporate Identity die Anmelde-Möglichkeit für Nutzer mittels Nutzername und Passwort und eine direkte Schnittstelle zu Facebook. Als Pushnachrichten können beispielsweise Angebote für ein Incentive oder ein Produkt dienen, Gutscheine, Einladungen und vieles mehr.
  4. POS-Installation: Bei der technischen Inbetriebnahme der Beacons am Point-of-Sale (POS) werden die Sender automatisch mit einer Plattform verbunden, die die Daten zentral erfasst und für den Händler zur Verfügung stellt. Die technische Lösung sollte eine 360-Grad-Betrachtung der Customer Journey über alle Online und Offline Kanäle hinweg ermöglichen.
  5. Funktionalitäten-Test: Mobile-App, Pushnachrichten und Beacon-Sendefähigkeit werden einem Praxistest unterzogen und anhand diesem optimiert.
  6. Software-Update: Als laufender Prozess wird die neue beziehungsweise angepasste Mobile-App im iTunes- und Google Play-Store stetig upgedatet.
  7. Projekt-Start: Beginn des laufenden Versands von Pushnachrichten an die App-Nutzer. Wichtig: Das Unternehmen beziehungsweise der Händler oder Shop muss sich frühzeitig überlegen, wie er den Kunden das neue Angebot kommuniziert, um ausreichend Download-Zahlen und damit Reichweite für die App zu generieren.
  8. Datenerfassung und -auswertung: Wichtig für den erfolgreichen Einsatz der Beacons ist die zentrale Datenerfassung und -auswertung innerhalb einer Plattform. Und die Vernetzung der POS-Daten auch mit anderen Daten aus Online- und Mobile-Kampagnen. Dazu sollte ein umfassendes Multichannel-Tracking aufgesetzt sein, das Online- und Offline-Daten verschmilzt und Customer Journey-Auswertungen liefert.
  9. Prozessoptimierung: Dies beinhaltet die laufende Beratung und Ableitung von Handlungsempfehlungen auf Basis der erfassten Daten inklusive der Erstellung regelmäßiger KPI-Reports. Diese sollten beispielweise Umsätze und Erträge, Top/Flop-Produkte, angenommene Angebote, Besucherzahlen sowie Käufe und Stornierungen umfassen.
  10. Wartung und Austausch: Die Beacons am Point-of-Sale sollten regelmäßig gewartet und – falls notwendig – ausgetauscht werden. Auch der von Beacons ausgespielte Content sollte regelmäßig „gewartet“ werden, um Kunden kommunikativ zu begeistern.

Über den Autor: Mischa Rürup ist Geschäftsführer und COO der intelliAd Media GmbH. Er ist verantwortlich für die Produktentwicklung mit dem Fokus auf Multichannel-Optimierung und Customer-Journey-Tracking. IntelliAd bietet Agenturen und Werbekunden eine Performance Marketing Plattform für crossmediales Tracking und 360-Grad-Optimierung aller Online-Marketingaktivitäten.

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Kommentare

  1. If I remember it correctly, this kind of tech was already existed in China 6 or 7 years ago. Of course, at that time, it was not this well developed yet.

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