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Stopp in Singapur: Reichtum ist der Megatrend

Mathias Haas stellt für Singapur fest: Das Land ist enorm wettbewerbsorientiert. Es geht um Geld, es geht um Effizienz, es geht um Ego. Und es geht um das Überleben in einer Stadt, die zu teuer wird. Die Oberklasse will bedient werden – die Oberklasse will oben bleiben. Der Platz ist begrenzt, und insbesondere die Immobilienpreise -bei Kauf wie bei der Miete – steigen. Die einen kaufen davon Rennpferde, die anderen raten Ihren Kindern auszuwandern.

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Und da kommt der zentrale Megatrend für und von Singapur: Boston Consulting untersucht jährlich unter dem Namen „Global Wealth“ das Privatvermögen von Menschen weltweit. Deutschland hat beispielsweise 650 Superreiche mit mehr als 100 Millionen Euro. Hongkong und Singapur sind Gewinner der aktuellen Entwicklungen mit einer extrem hohen Millionärsdichte (nach Quatar, Schweiz und Kuweit). Treiber der Steigerung von 7,8 Prozent auf 135,5 Billionen Dollar weltweit ist die Region Asien-Pazifik – und genau das ist hier mehr als sichtbar. Alleine vier Dior-, sechs Gucci-, sechs Bottega Veneta-Shops und mehr als 90 Shopping-Malls hat Singapur zu bieten! Fünfmal Louis Vuitton, sechsmal Handys der Extraklasse von Vertu, The Rolex Centre ist fast so groß wie ein Hotel. Da sieht der neue Rimowa-Store fast klein und nett aus.

Mathias Haas konnte sich von der Kaufkraft selbst ein Bild machen, denn die Eröffnungen der neuen PANERAI-Boutique war genauso auf dem Programm wie die Party beim ersten Perrier-Jouet Salon in Singapur. Dazu passt dann auch die Aussage des Verkäufer bei einem italienischen Top-Label, wonach chinesische Männer es durchaus fertig bringen, in 30 Minuten etwa 18.000 Euro auszugeben.

Strategisch ausgearbeitet und ein starker Treiber der Wirtschaft ist Singapur als Destination. Die Mobilität der Oberschicht ist signifikant. Egal ob die Formel 1 mal wieder per Flugzeug ins Land kommt und über sieben Tage beispielsweise tageslichtähnliche Beleuchtung auf- beziehungsweise abbaut. Oder ob Singapur ein Riesenrad mit 165 Meter Höhe realisiert: Es geht um die Etablierung von Entertainment für Touristen. Diese füllen dann auch hochpreisige Hotels, damit die beiden Casinos glücklich werden.

Und das werden sie: Laut der International Congress and Convention Association hat die Megacity in 2012 etwa 23 Milliarden Tourismus-Dollar realisiert. 2010 waren es noch 18,9 Milliarden. Die Zahl der Ankünfte lag bei 14,4 Millionen – das sind knapp 40.000 Menschen pro Tag! Allein der Zuwachs an deutschen Besuchern lag im dritten Quartal 2012 bei 20 Prozent im Vergleich zu 2011.

Haas Fazit aus Singapur

„Super-Rich“ ist sichtbar, beweisbar, fühlbar: Diese Menschen scheinen relaxed, höflich, die Codes natürlich besonders. Und selbst die „Highheels“ sind Standard. Selbstredend, dass ein Paar davon so viel wie das Dienstmädchen im Monat kostet. Übrigens kommen die günstigsten Damen heutzutage aus Burma.

In Singapur scheint die „soziale Mobilität“ sehr begrenzt zu sein: Vom Tellerwäscher zum Millionär, dafür sollte die Reise dann eher in die Schweiz gehen. Dort sind, nach einer neuen Studie der Credit Suisse, tatsächlich Migranten erfolgreicher als die Schweizer selbst.

Das Land ist jung aber funktioniert: Es steht erst der 48. Geburtstag an, doch die Metro fährt seit Jahren automatisiert, die Parkgebühren sind in Sekunden vom Konto abgebucht und die Straßenmaut wird an neuralgischen Punkten dokumentiert. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,1 Prozent.

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