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Stimmungs-Barometer: Zurückhaltende Beurteilungen der Geschäftslage in der Marketingbranche

Um einen Indikator für das Geschäftsklima in der Marketingbranche zu generieren, ist der Deutsche Marketing Verband eine Kooperation mit dem ifo-Institut eingegangen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Skiera, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt am Main, berichtet der DMV ab sofort mit dem DMV-ifo Marketing Barometer monatlich über die Entwicklung der Stimmungslage im Marketing.

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Trotz des Rekordoptimismus in der deutschen Wirtschaft blieb die Beurteilung der Marketingchefs weiterhin von Skepsis geprägt. Der Geschäftsklimaindex ist im Juni aufgrund einer ungünstigeren Beurteilung der Geschäftslage den zweiten Monat in Folge gesunken und rutschte von 106,8 (saisonbereinigt korrigiert) auf 104,4 Punkte. Die Geschäftserwartungen haben sich hingegen leicht aufgehellt und lagen mit 99,3 Punkten über dem Durchschnitt der letzten zwölf Monate.

Befragte rechnen mit weniger Spielräumen für Preiserhöhungen

Die Befragten zeigten sich unzufriedener mit dem aktuellen Auftragsbestand: Der Saldowert sank noch tiefer in den negativen Bereich auf -19,40 und erreichte damit das niedrigste Niveau seit Dezember 2013. Nach zwei Monaten mit überwiegend optimistischen Stimmen rechneten die Befragungsteilnehmer vermehrt mit weniger Spielräumen für Preiserhöhungen in den kommenden Monaten. Der Indikator ist um 51,5 Punkte gesunken und erreichte den niedrigsten Saldowert im Juni seit 2009. Dies könnte zu der Verschlechterung der Umsatzerwartungen beigetragen haben, die per Saldo bei 7,5 lagen. Angesichts einer insgesamt kritischeren Beurteilung des aktuellen und zukünftigen Geschäftsverlaufs schien eine Expansion des Personals in den nächsten Monaten für viele Befragte nicht mehr in Sicht. Der Saldowert der Beschäftigtenerwartungen ging um 17,7 Punkte zurück und lag bei 19,1.

Zur Studie: Das ifo Geschäftsklima basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit „gut“, „befriedigend“ oder „schlecht“ und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate als „günstiger“, „gleich bleibend“ oder „ungünstiger“ kennzeichnen. Die Antworten werden nach der Bedeutung der Branchen gewichtet und aggregiert. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „gut“ und „schlecht“, der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „günstiger“ und „ungünstiger“. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2005 normiert. Gewerbliche Wirtschaft: Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Groß- und Einzelhandel. Quelle: ifo Konjunkturtest

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