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Stationäres Geschäft und Logiken des E-Commerce müssen verschmelzen

Der Einzelhandel steht nach Überzeugung von Trendforschern vor einem tiefgreifenden Wandel. Schritt für Schritt verschwinden werde der herkömmliche Standardshop. Stattdessen gewinnen Ladenflächen im Premiumbereich an Bedeutung. „Händler müssen selbst ihr bisheriges Geschäftsmodell angreifen, sonst verlieren sie die Macht über ihr eigenes Geschäft. Der stationäre Handel hat eine Zukunft – wenngleich sie anders aussieht als die Vergangenheit“, betonen die Forscher des Instituts „2b Ahead ThinkTank“.

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Das Trendforschungsinstitut „2b Ahead ThinkTank“ hat eine neue Trendstudie zur Zukunft des stationären Handels veröffentlicht. Sie benennt die wesentlichen strategischen Treiber für die Zukunft des Handels. Sie zeigt zugleich an konkreten Beispielen, wie zukunftsorientierte stationäre Händler bereits heute in Pilotprojekten die Strategien der Zukunft testen. Sie bewertet die aktuellen Strategien der First-Mover aus Sicht der Angreifer, der Verteidiger und unabhängiger Branchenexperten.

In Erweiterung der bereits im Vorjahr veröffentlichten Trendstudie „Zukunft des Verkaufens“ untersuchten die Forscher die wichtigsten Trends für Retail und Einzelhandel. Die Basis bilden qualitative Experteninterviews, wobei die Experten mit 25 internationalen Pilotprojekten konfrontiert wurden. Daraus entstanden sind 15 wesentliche Strategieempfehlungen. Diese wiederum benennen konkrete Schritte, die etablierte stationäre Händler in den kommenden Jahren gehen, um ihre Geschäftsmodelle der Zukunft aufzubauen. Doch die Forscher rufen nicht nach Revolution. „Seien Sie skeptisch bei Trendstudien, die prognostizieren, dass sich Ihre Branche von heute auf morgen vollständig verändert“, schreiben sie. Die meisten stationären Händler könnten ihre Geschäfte noch jahrelang fortführen. Zwar mit ständig sinkenden Umsätzen, aber immerhin!

Überschaubare Pilotprojekte starten

Ihre neue Trendstudie verstehen die Verfasser als eine Einladung an die stationären Händler, parallel zum langsam niedergehenden klassischen Geschäft in überschaubaren Pilotprojekten neue Zukunftsansätze zu entwickeln. Schritt für Schritt könne auf diese Weise mehr Umsatz erzielt werden, als im etablierten Geschäft wegbricht.

Zwei Hauptstrategien werden in der Studie benannt: Im Economysegment empfehlen die Trendforscher die weitgehende Verschmelzung des stationären Ladens mit digitalen Geräten und den Logiken des E-Commerce. Die zentrale Rolle dabei spielt das mit eigenen intelligenten Angeboten zu besetzende Handydisplay der Kunden. Zudem könne der stationäre Handel mit digitaler Technologie neue lukrative, aber bislang unbesetzte Verkaufsorte erschließen.

„Identitätsmanagement“ im Premiumsegment

Nach Aussage der Forscher unterscheidet sich das Premiumsegment hingegen signifikant. Hier wollen Kunden nicht das schnellste, kostengünstigste und rationalste Kaufergebnis. Stattdessen wollen sie durch den Verkaufsort und die gekauften Produkte ihre Identität ausdrücken. Dafür schalten sie auch bewusst die „Intelligenz der Algorithmen“ aus. Entsprechend empfehlen die Forscher für das Premiumsegment eine Strategie des „Identitätsmanagements“. Filialen sollten konsequent zu Ereignis-Orten werden. Dies bedeute nicht permanente Partys und Konzerte, sondern das Schaffen eines Ortes, mit dem die Kunden ihrem eigenen Ego sowie ihren Communitys beweisen könnten, dass sie einer bestimmten Identität zugehörig seien. Handelsmarken sollten in dieser Strategie zu Coaches werden und Verkäufer zu Identitätsmanagern.

Die vollständige Trendstudie „Zukunft des stationären Handels“ ist hier downloadbar.

Die Vorgängerstudie „Zukunft des Verkaufens“ (2013) finden Sie unter www.2bahead.com/studien

(2b Ahead ThinkTank / asc)

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