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Stärken unterschiedlicher Sourcing-Modelle für den Onlinehandel untersucht

E-Commerce entwickelt sich zum strategisch wichtigen Feld des Handels. Für Unternehmen zeichnen sich prinzipiell zwei Ansätze für den Aufbau oder die Entwicklung eines Online-Geschäftsmodells ab: Ein Full-Service-Modell, bei dem ein Dienstleister die Generalunternehmerschaft für das gesamte E-Commerce-Geschäft eines Unternehmens übernimmt. Dem gegenüber steht ein Best-of-Breed-Ansatz, demzufolge für jeden Abschnitt der E-Commerce-Wertschöpfungskette der beste Lösungsanbieter ausgewählt wird.

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Das Unternehmen dmc digital media center stellt die beiden Sourcing-Strategien nun in einer zusammenfassenden Analyse gegenüber. Gemeinsam mit den Management-Beratern der unternehmenszugehörigen dmc commerce consultants prüften die Stuttgarter E-Commerce-Experten die Leistungsversprechen beider Ansätze auf ihre Gültigkeit.

Flexibilität wichtig bei dynamischer Marktentwicklung

„Full-Service verheißt schnelle Time-to-Market auf Kosten von Individualität und möglicher Profite bei langen Vertragslaufzeiten“, schlussfolgert Andreas Schwend, Managing Partner von dmc, aus der Untersuchung. Best-of-Breed-Ansätze benötigten mehr Aufmerksamkeit, würden aber deutlich mehr Zugriff bieten. Aufgrund der systemeigenen Flexibilität halten sie laut Schwend auch besser mit der dynamischen Marktentwicklung mit.

Zur Gegenüberstellung der beiden Ansätze wurden drei Dimensionen auf Ihre Vor- und Nachteile hin untersucht:

1. Geschwindigkeit des Marktzutritts
Ein Full-Service-Dienstleister erstellt eine standardisierte Online-Lösung in den meisten Fällen schneller, als dies mit einer Best-of-Breed-Strategie möglich ist. Diese Maßgabe gilt der Untersuchung zur Folge jedoch nur, solange eine komplette E-Commerce-Standardlösung verwendet wird. Unternehmensspezifische Individualisierungen beim Onlineshop und den nachgelagerten Prozessen würden dieses Verhältnis verändern. Die Studie stellt fest, dass man in der Regel zu einem nahezu ähnlichen Zeitbedarf bei beiden Ansätzen kommt.

2. Komplettabwicklung durch einen Generalunternehmer
„Die gesamte Wertschöpfungskette in einer Hand“ ist eines der Leistungsversprechen des Full-Service-Modells. So sollen alle einzelnen Leistungen optimal aufeinander abgestimmt sein. Die Autoren der Studie halten dabei fest, dass man als Unternehmen wenig bis kaum Einblicke in sein Online-Geschäft erhalte. Problematisch sei dabei die geringere Wissenstiefe. Wettbewerbskritische Daten und Prozesse verblieben schließlich beim Dienstleister.

3. Risiko durch erfolgsabhängige Abrechnungsmodelle
Die größten Bedenken bei Unternehmen bestehen, weil sie den Umfang der benötigten E-Commerce-Investitionen schwer einschätzen können. Die Unsicherheit wird von den erfolgsabhängigen Abrechnungsmodellen der Full-Service-Dienstleister aufgefangen. Fazit der Studie: Mit dem Wachstum des Online-Geschäfts erhöhen sich anteilig auch die Kosten für den Dienstleister. Zusammen mit eventuellen Aufschlägen für Abweichungen von Anbieterstandards müssten Unternehmen genau prüfen, ob man als Händler seine Gesamtkosten für den Online-Verkauf im Griff habe.

Sebastian Wohlrapp, Managing Director der dmc commerce consultants, fasst die zentralen Punkte der Gegenüberstellung zusammen: „Best-of-Breed-Ansätze können deutlich mehr leisten und sind für den Erfahrungsgewinn von Händlern, Herstellern und Marken wichtig. Wer mit Full-Service-Modellen nicht mehr weiterkommt oder das Wachstumsfeld Onlinehandel zukünftig gerne in eigene Hände nehmen will, findet eine sinnvolle Alternative im Best-of-Breed-Modell.“ Dieser Ansatz sollte genau geprüft werden, denn die Vorteile einer eigenständigen Integration seien gegenüber der Fremdvergabe an einen Full-Service-Dienstleister groß.

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