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Staatsministerin Dorothee Bär warnt Facebook: „Fehler in Europa vermeiden“

Dorothee Bär spricht eine Warnung in Richtung Facebook und Mark Zuckerberg aus

Im Datenskandal um die britische Analysefirma Cambridge Analytica hat Dorothee Bär (CSU) das US-Unternehmen Facebook gewarnt. "Ich kann den Verantwortlichen nur raten, in Europa nicht einen weiteren Konflikt zu schüren", sagte die Staatsministerin für Digitales der Tageszeitung Die Welt am Mittwoch.

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Von dpa

Die britische Firma, die nach Angaben ihres inzwischen suspendierten Chefs Alexander Nix einen Großteil des Wahlkampfs für US-Präsident Donald Trump bestritten hat, soll Facebook-Daten von bis zu 50 Millionen Menschen missbraucht haben. Nix hatte einem vermeintlichem Kunden gegenüber Angaben zu den Verbindungen seines Unternehmens zu Trump gemacht.

„Europa hat künftig einen längeren Hebel“

„Auch ein Unternehmen wie Facebook unterliegt Recht und Gesetz“, stellte Bär klar. Die CSU-Politikerin hofft dabei hierzulande auf die europäische Datenschutz-Grundverordnung, die in zwei Monaten in Kraft treten soll. „Europa hat künftig einen längeren Hebel. Das wird auch unseren deutschen Kontrollbehörden helfen“, erklärte Bär. Facebook fordert sie auf, „zu realisieren, dass sein wichtigstes Kapital nicht die Werbeeinnahmen sind, sondern das Vertrauen seiner Nutzerinnen und Nutzer“.

Auch SPD-Datenschutzexperte Kelber meldet sich zu Wort

Der SPD-Datenschutzexperte Ulrich Kelber forderte unterdessen, dass die rechtlichen Regelungen für die Bildung von personalisierten Profilen überprüft werden müssten. Er sehe in diesem Punkt Nachbesserungsbedarf. „Die EU muss darauf pochen, dass die neue Datenschutz-Grundverordnung konsequent umgesetzt wird“, sagte Kelber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die SPD hatte Kelber erst vergangene Woche als Nachfolger der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff (CDU) vorgeschlagen.

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Kommentare

  1. Wenn man die Umsetzung der GSDVO ansieht und dann sich fragt, warum ich und nicht Facebook, Google und Co, dann wird es spannend:
    * In Deutschland braucht man nun in JEDEM Unternehmen mit mehr als 9 email-schreibenden Mitarbeitern verbindlich einen Datenschutzbeauftragten. Denn Kommunikation ist natürlich ganz kritisch und die Emailadresse unbedingt schützenswert (das Thema Newsletter Optin ist doch wirklich [für deutsche Unternehmen] selbstverständlich).
    * Gestern war ich in einem Shop und habe mir 2 Fahrräder angesehen… Wie Wunder erhielt ich anschl. auf Ebay-Kleinanzeigen genau 2 Produkte vorgeschlagen…. genau diese beiden Bikes.

    Aber wenn man dann liest, Google, Facebook und andere Datenschutzbestimmungen, dann sind alle diese Vorschläge natürlich nicht personenbezogene Daten. Wie kann das sein? Würde jemand anderes dieses Angebot erhalten? Mit Sicherheit nicht. Wird mein Verhalten getrackt?! Mit Sicherheit!

    Cookie
    An die schwachsinnige Cookie-Consent – EInbindung haben wir uns ja schon gewöhnt. Ändert das irgendwas, wenn man nun in jeder Seite den störenden Button wegclicken muss? Wohl nicht.

    Aber wenn Facebook oder Doubleclick – Javascript – Dateien (schön verschlüsselt) eingebunden werden, was dann?
    Zunächst wird meine IP und meine komplette Browser-Konfig schon mal übertragen. Ohne Zustimmung. Und ein Clown, der Böses denkt, wenn man diese Daten nicht dazu nutzt, nachzuhalten, welche Websites ich denn wohl alles besucht habe. Und diese Konzerne brauchen alle kein Cookie, um daraus eine Person sicher zu verfolgen. Das geht besser.

    Aber solche Verhalten werden ja erlaubt, denn Facebook und Google haben ja gesagt, dass man diese Daten anonymisiert. Greifen Sie mal mehrfach in schneller Folge auf Google zu. Was passiert? SIE werden ausgesperrt, weil man Ihren Rechner / IP als Ursache von automatischen Abfragen ermittelt hat. Wie hat man das wohl ermittelt? So anonym.

    Und was macht unsere Politik?
    Spricht von Bürokratie-Abbau. Macht sich ja so gut im Wahlkampf.
    Und raus kommt ein Monster an Datenschutzverordnung, dass jedem die Haare zu Berge stehen lässt.
    Was lobe ich doch den §248 aus früheren Zeiten (Treu und Glauben). Sie werden es nicht glauben, aber für mich gilt er immer noch und mir ist wichtig sagen zu können: Pacta sunt servanda. Und benehme dich so, wie du auch behandelt werden möchtest.

    Muss man da für das simple Schreiben von Briefen / Emails (automatisierte Prozesse!) nun vorher Datenschutzrecht studiert haben?
    Warum darf man keinen Handwerker mehr anrufen, um eine Festplatte oder das elektroniche Schloß zu tauschen, ohne vorher einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung geschlossen zu haben?

    Mit meinen 58 Jahren wird es mir allmählich echt zu viel und ich wünsche mir eine Insel, statt ein Arbeitsleben mit immer neuen schwachsinnigen Verordnungen für Alltagsgeschäfte.

    In diesem Sinne, wird es weiter in RIchtung Großkonzerne gehen und die Kleinunternehmen und Handwerker hören besser alle auf. Die zahlen zwar redlich in Deutschland Steuern, aber das interessiert ja zunächst mal nicht.

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