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Spotify: Video-Offensive und Wachstumsbeschleunigung seit Apple Music-Start

Apple-CEO Tim Cook und Spotify-Chef Daniel Ek: Stramingdienste beflügeln die Musik-Industrie

Streaming-Pionier Spotify wurde mit dem Markteintritt von Apple eine problematische Zukunft vorausgesagt. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein, wenn man dem schwedischen Unternehmen Glauben schenken darf: "Seit dem Launch von Apple Music wachsen wir schneller und gewinnen mehr Nutzer als je zuvor", erklärte Vizepräsident Jonathan Forster gegenüber Reuters. Gleichzeitig hat Spotify eine Video-Offensive mit eigenen Shows angekündigt

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So will Spotify zwölf eigenproduzierte Video-Shows starten, die sich um Musik und Pop-Kultur drehen, wie Bloomberg berichtet. Die Video-Shows werden Abonnenten und Gratis-Nutzern in den USA, Großbritannien, Schweden und auch Deutschland noch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt. Jede Folge soll dabei nicht länger als 15 Minuten lang sein. Weitere Video-Formate seien in Planung, etwa Comedy-, Animation oder Co-Produktionen mit Künstlern.

Der erste Geburtstag von Apple Music rückt näher: Am 30. Juni vergangenen Jahres nahm Cupertinos hochgehypter Streaming-Dienst den Betrieb auf – fast neun Jahre nach dem Launch des schwedischen Pioniers Spotify. Es schien so werden wie so oft: Wenn das Branchenschwergewicht einen Markt betrat, würde der bisherige Platzhirsch das Nachsehen haben – so der Tenor.

Knapp ein Jahr später kann davon indes kaum die Rede sein: Apple Music bringt es trotz eines generösen Testzeitraums von drei Monaten und maximalem Marketingeinsatz mit Superstars wie Taylor Swift nur auf 13 Millionen Abonnenten, Spotify konnte Ende März dagegen den dreißig millionsten zahlenden Kunden verkünden.

„Es ist fantastisch, dass Apple dabei ist“

Tatsächlich haben die Schweden sogar vom Apple Music-Launch profitiert, behauptet zumindest Vizepräsident Jonathan Forster: „Es ist fantastisch, dass Apple dabei ist. Sie verschaffen Streaming mehr Aufmerksamkeit. Es ist nämlich ziemlich schwierig, eine neue Industrie allein aufzubauen“, erklärte Forster gegenüber Reuters.

„Seit dem Launch von Apple Music wachsen wir schneller und gewinnen mehr Nutzer als je zuvor“, stellt Forster fest. Tatsächlich hat Spotify die Zahl der zahlenden Mitglieder in nur 14 Monaten auf nunmehr 30 Millionen verdoppelt.

Apple will Apple Music kräftig renovieren

Einen Verdrängungswettbewerb mit Apple Music scheint es so (noch) nicht zu geben: „Es wäre schrecklich, wenn wir uns gegenseitig die Nutzer wegnehmen würden oder es eine Mitgliedergrenze von 100 Millionen gäbe. Danach sieht es aber nicht aus“, erklärte Spotifys Vizepräsident.

Der Herausforderer aus Cupertino dürfte mit seinem Start auf dem Streaming-Markt bestenfalls halb zufrieden sein. Die verwirrende Benutzerführung von Apple Music und Probleme bei der Synchronisation mit der bestehenden iTunes-Bibliothek hatte von Apple-Fans zum Teil harte Kritik provoziert.

Bloomberg: Culture Clash bei Apple zwischen Jimmy Iovine und Eddy Cue

Nach Informationen des Apple-Blogs 9to5Mac steht Apple Music vor einem kräftigen Relaunch, der auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni angekündigt werden und mit Rollout von iOS 10 im Herbst vollzogen werden dürfte.

Hinter den Kulissen soll es unterdessen zwischen Musikmogul Jimmy Iovine, der im Zuge der Beats-Übernahme 2014 zu Apple stieß und verantwortlich für die exklusiven Partnerschaften mit Taylor Swift und Drake sein soll, und Apples Internet-Chef Eddy Cue gekracht haben, wie Bloomberg berichtet.

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