Suche

Anzeige

Spotify debütiert an der New Yorker Börse mit zweistelligen Kurszuwächsen

© dpa

Es war der mit Abstand ungewöhnlichste Börsengang der jüngeren Wirtschaftsgeschichte: Spotify glänzte im gestrigen Handelsverlauf an der New Yorker Börse NYSE: In der Spitze wurde der schwedische Musik-Streaming-Pionier mit bei Notierungen von knapp 170 Dollar je Aktie mit über 30 Milliarden Dollar bewertet, am Ende blieb das Kursbarometer bei 149 Dollar stehen. Nach einem Kurszuwachs wird Spotify mit 26,5 Milliarden Dollar bewertet.

Anzeige

Von Nils Jacobsen

Gestern um 18.45 Uhr deutscher Zeit war es endlich so weit: Spotify nahm sein Börsenlisting auf – und das mit Überraschungseffekt. Weil der Streaming-Pionier ein Direktlisting einer Neuemission vorgezogen hatte, um mutmaßlich mehrere Hundert Millionen Dollar an Gebühren an konsortialführende Banken zu sparen, wussten Anleger im Vorfeld nicht, was sie von Spotify-Aktien erwarten konnten.

Fest stand, dass der schwedische Musik-Streaming-Pionier am Sekundärmarkt zum Schluss mit über 20 Milliarden Dollar bewertet wurde. Treiber der jüngsten Fantasie war zuletzt die Ende 2017  bekannt gegebene Überkreuz-Beteiligung mit dem wertvollsten Internetkonzern Chinas, Tencent. Spotify, das bislang nicht im Reich der Mitte präsent ist, sicherte sich durch die Beteiligung an Tencent Music Entertainment Zugang zum potenziell größten Musik-Streaming-Dienst der Welt.

Bewertung von bis 30 Milliarden Dollar am ersten Handelstag

Entsprechend selbstbewusst legte Spotify zum Börsenstart selber zur Bewertung einen Referenzkurs von 132 Dollar fest, auf dessen Basis der wertvollste Internetkonzern Europas mit 23,5 Milliarden Dollar bewertet wurde.

Nach monatelangen Spekulationen, wie viel Spotify nun wert sein würde, fiel das Börsendebüt dann fast weniger volatil als erwartet aus. Bei 165,90 Dollar leuchtete die erste Notierung auf, wenig später schossen die Aktien bis auf den bisherigen Höchstkurs von 169 Dollar. Zu diesem Zeitpunkt wurde Spotify mit 30 Milliarden Dollar bewertet.

Kursplus von 17 Prozent

Dann jedoch nahmen Anleger ihre Gewinne mit: Spotify-Aktien gaben im Handelsverlauf sukzessive nach und beendeten den ersten Handelstag nach einem Kursplus von 17 Prozent schließlich bei 149 Dollar. Auf Schlusskursbasis wird Spotify nunmehr mit 26,5 Milliarden Dollar bewertet.

Anleger dürfte wieder beschäftigen, dass der bereits 2006 gegründete Streaming-Pionier weiter chronisch defizitär operiert. Im vergangenen Geschäftsjahr häuften die Schweden bei Umsätzen von 4,1 Milliarden Euro einen satten Verlust von 1,24 Milliarden Euro an. Die Verluste hatten sich binnen Jahresfrist damit erneut mehr als verdoppelt.

NYSE vermasselt Börsenlisting mit Schweizer Flagge

Spotifys Gründer Daniel Ek und Martin Lorentzon machte das Börsenlisting unterdessen zu Multimilliardären. Eks 9,2-Prozent-Anteil ist 2,5 Milliarden Dollar wert,  Lorentzons 12,25-Prozent-Anteil entsprechend 3,26 Milliarden Dollar.

Einen Faux Pas der besonderen Art leistete sich unterdessen die New York Stock Exchange, an der Spotify gelistet wurde: Statt einer schwedischen Flagge hisste die NYSE eine Schweizer Fahne.

Die NYSE nahm das Missgeschick unterdessen sportlich.

Kommunikation

Einkaufspsychologie: Wie verlasse ich das Möbelhaus ohne Kerzen?

Man will das eine, kommt aber mit einigen Produkten zusätzlich aus dem Kaufhaus - wer kennt das nicht? Mit klarem Kopf durch die Wohlfühlwelt mancher Möbelhäuser zu kommen, ist gar nicht so einfach. Denn diese arbeiten mit Verführungstricks. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Start-up-Landkarte: Berlin bleibt die Hauptstadt der künstlichen Intelligenz

1,2 Milliarden Euro wurden in Deutschland seit 2009 in deutsche Start-ups investiert, die…

Outdoormarke vs. Wall Street: Patagonia lehnt Kunden der Finanzwelt ab

Die sogenannte „Power Vest” ist zur Uniform der Finanzbranche geworden. Doch einer der…

Einkaufspsychologie: Wie verlasse ich das Möbelhaus ohne Kerzen?

Man will das eine, kommt aber mit einigen Produkten zusätzlich aus dem Kaufhaus -…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige