Spiegel Online rückt Bild.de auf die Pelle

News Die beiden Printableger bieten sich im Netz einen spannenden Zweikampf um die Nachrichtenhoheit, wie aus der aktuellen Internet Facts hervorgeht. Die höchste Reichweite aller Einzelanbieter erzielt erstmals Ebay, führender Vermarkter ist Tomorrow Focus Media.Die AGOF-Studie weist ab sofort neue Ausweisungszeiträume aus, was Werbungtreibenden und ihren Mediadienstleistern eine differenziertere und detailliertere Planung ermöglicht.

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Von Roland Karle

Das Internet bestätigt seine Rolle als Massenmedium: Nahezu drei Viertel (73,7 Prozent) der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahre sind Onliner. 98 Prozent dieser knapp 52 Millionen Menschen waren in den letzten drei Monaten mindestens einmal im Netz, wobei fast jeder das World Wide Web private nutzt (Anteil: 97,1 Prozent). Aus beruflichen Gründen geht mehr als die Hälfte (54,4 Prozent) online. Diese Ergebnisse liefert die heute veröffentlichte Markt-Media-Studie Internet Facts 2012-11, die von der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) herausgegeben wird.

Werbungtreibende und ihre Mediadienstleister können künftig noch differenzierter und detaillierter planen. Ab sofort weist die AGOF nämlich neue Ausweisungszeiträume aus, so dass neben dem Einzelmonat, dem durchschnittlichen Monat und der durchschnittlichen Woche nun auch der durchschnittliche Tag, der durchschnittliche Montag bis Freitag und der durchschnittliche Samstag bis Sonntag als Zeitraum für Medien gewählt werden. „Damit können auch für kurz terminierte Kampagnen Werbeträger transparent verglichen und die Leistungsfähigkeit des digitalen Mediums optimal ausgespielt werden“, teilt die AGOF mit. Die aktuelle Internet Facts enthält Reichweiten- und Strukturdaten für 674 Online-Werbeträger und 3.425 Belegungseinheiten, die Daten können über das Auswertungs- und Planungsprogramm TOP genutzt werden (www.agof.de/internetfacts).

Spiegel Online holt auf

Im Wettbewerb der aktuellen Nachrichtenseiten hat Spiegel Online mit 11,13 Millionen Unique Usern den Abstand auf das führende Bild.de (11,93 Mio.) verkürzt. Focus Online (9,14 Mio.) folgt auf Rang drei vor Welt.de (8,37). Reichweitenstärkster TV-Ableger ist RTL.de mit 8,22 Millionen Nutzern vor N24.de, das im Netz im Betrachtungszeitraum 7,26 Millionen Menschen erreichte. Die höchsten Werte klassischer Medienmarken erzielen Chip Online (14,26 Mio.) und Computerbild.de (13,73 Mio.), deren Abstand nur rund eine halbe Million Nutzer beträgt.

Klassische Medien* mit größter Internet-Reichweite

Die beiden Zeitschriftenableger behaupten sich auf im Gesamtranking auf vorderen Plätzen. Nur vier Einzelangebote erreichen noch mehr Publikum. Allen voran Ebay, das zum ersten Mal den Spitzenplatz erobert hat: Mit 25,49 Millionen wird die Plattform von jedem zweiten deutschen Internetnutzer angesteuert. Dahinter folgt T-Online (24,52 Mio.), danach vergrößert sich der Abstand auf den Dritten Gutefrage.net (18,23 Mio.) und Web.de (14,95 Mio.).

Die zehn reichweitenstärksten Online-Angebote

Tomorrow Focus bester Vermarkter

Die führenden Vermarkter im November waren Tomorrow Focus Media mit 31,56 Millionen Unique Usern, was einem Anteil von 62 Prozent entspricht, vor InteractiveMedia (29,42 Mio.) mit einer Quote von 58 Prozent und United Internet Media (27,81 Mio.) mit 55 Prozent. Nur knapp dahinter folgen Axel Springer Media Impact (27,66 Mio.) und die eBay Advertising Group (26,54 Mio.).

Die zehn größten Online-Vermarkter

Bereits vor einer Woche hatte die AGOF eine aktuelle Erhebung zur mobilen Nutzung des Internets vorgelegt. Danach gehen bereits 21,3 Millionen Deutsche unterwegs online, was einem Anteil von 30 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Im Vergleich zur ersten Untersuchung hat sich der Wert nahezu verdoppelt. Laut Studie nutzt fast jeder Sechste das mobile Netz schon eher als das klassisch-stationäre Internet. Das Smartphone dient vor allem zum Telefonieren (87,8 Prozent), SMS schreiben (77,7 Prozent), E-Mails schicken und empfangen (71,5 Prozent), Nachrichten lesen (71,5 Prozent) und zum Mittun in Sozialen Netzwerken (62,6 Prozent).

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