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Sony Music-CEO bestätigt: Apples Streaming-Dienst wird heute auf WWDC vorgestellt

Tim Cook will Spotify mit seinem eigenen Streaming-Dienst angreifen

Die Katze ist aus dem Sack: Sony Music CEO Doug Morris hat gestern auf einer Branchenkonferenz in Cannes Apples Launch eines Musik-Streaming-Dienstes bestätigt. Apple stellt heute auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC neue Services vor. Der tatsächliche Start von Apple Music dürfte indes erst Ende des Monats erfolgen.

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Von Nils Jacobsen

Immerhin etwas. Nachdem in der vergangenen Woche Gerüchte die Runde machten, dass Apple auf seiner heute beginnenden Entwicklerkonferenz WWDC weder einen Streaming Service für Apple TV noch überhaupt eine neue Generation seiner Set-Top präsentieren wird, scheint zumindest die Vorstellung seines neuen Musik-Streaming-Dienstes gesichert.

Vorweg nahm die Verkündung ein Mann, der es es wissen muss, weil er maßgeblich an den Verhandlungen beteiligt war: Doug Morris, CEO von Sony Music. “Es passiert morgen”, wurde Morris auf einer Podiumsdiskussion des Midem Music Industry Festivals in Cannes vom Techblog Venturebeat zitiert.

Morris verspricht sich viel von Apples neuem Streaming-Dienst. “Es ist der Anfang eines großen Moments für unsere Industrie”, gibt sich der Sony Music-CEO optimistisch, da Apple den neuen Dienst offensiv bewerben werbe.

iTunes-Generalüberholung wurde seit Langem erwartet 

Tatsächlich ist der Launch eines Streaming-Angebots nach dem Vorbild von Spotify lange erwartet worden. Eineinhalb Dekaden nach dem Start kurz nach der Jahrtausendwende erscheint Apples Musik-Plattform iTunes heute wie ein alternder Koloss, der in der Share-Economy wie ein Auslaufmodell wirkt.

Nutzer wollen immer seltener, wie Steve Jobs einst mantraartig behauptete, Musik besitzen, sondern sie einfach hören. Entsprechend boomen Streaming-Dienste wie Spotify, während sich die Download-Zahlen von iTunes seit zwei Jahren rückläufig entwickeln.

Dass Apple die Botschaft verstanden hat, bewies im vergangenen Jahr der überraschende Zukauf des Kopfhörerherstellers Beats samt seinem Streaming-Angebot Beats Music. “Der Dienst ist so gut, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte, als ich ihn getestet habe”, erläuterte Apple-CEO Tim Cook im vergangenen September gegenüber Charlie Rose den eigentlichen Grund für die Milliarden-Übernahme.

Apple Music dürfte ebenfalls 10 Dollar im Monat kosten

Eine Integration in iTunes erschien erscheint daher wie eine Frage der Zeit. Auf der WWDC dürften die Bemühungen nun vorgestellt werden. Wie durch das WSJ kolportiert wurde, soll zunächst auch Beats Music neben Apples neuem Streaming-Service, der vermutlich Apple Music heißen dürfte und wie Spotify 10 Dollar im Monat kosten soll,  noch eine Weile fortbestehen.

Ebenfalls beibehalten will Apple nach WSJ-Angaben iTunes Radio. Der bislang nur in den USA angebotene Service, der für Nutzer von iTunes Match kostenlos ist und sonst durch Werbeeinblendungen unterbrochen wird, soll durch DJ-Auftritte von Popstars aufgewertet werden. Wie das WSJ ferner berichtet, will Apple dafür die Rapper Drake und Pharrell Williams sowie Elektro-DJ David Guetta unter Vertrag nehmen.  Ob das Angebot von iTunes Radio künftig auch auf Europa ausgeweitet wird, ist weiter unklar.

Als weitere Neuerungen werden heute Abend vor allem eine Vorschau auf die neuen Betriebssystem iOS 9 und OS X 10.11 erwartet. Auch die Apple Watch könnte ein Software-Update bekommen. Erwartet wird zudem, dass Apple Entwicklern künftig die Möglichkeit bieten wird, native Apps für die Apple Watch anzubieten – bislang ist die Existenz einer iPhone-App Voraussetzung. Die Keynote beginnt heute um 19 Uhr deutscher Zeit.

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