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Sony beugt sich, Williams findet Job und Facebook prüft Promille

© Screenshot Volkswagen (Facebook)

Der Druck war zu groß: Nachdem Hacker Anschläge androhten, verbannt Sony die Komödie "The Interview" in den Giftschrank. Robbie Williams findet einen neuen Job und Facebook macht den Alkoholgenuss sicherer - zumindest für die digitale Existenz. Der absatzwirtschaft Wochenrückblick.

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Die Meldung der Woche: Hacker fordern Zensur

„Lächeln ist die eleganteste Art, seinen Gegnern die Zähne zu zeigen“ –  soll  der deutsche Kabarettist Werner Finck einmal gesagt haben.  Auf die Filmbranche übertragen könnte es heißen: Lachen ist die effektiviste Art, seinen Gegnern die Zähne zu zeigen. Spott war schon immer die beste Waffe der Filmbranche gegen feindliche Regimes. So dachten es sich wohl auch die Macher von „The Interview„. In der Komödie werden  zwei Journalisten damit beauftragt, den nordkoreanischen Diktator zu töten. Das alles mit ziemlich viel Klamauk. Angekündigt war der Kinostart für Dezember in den USA. Doch dann kam dem Verleiher Sony eine Hackergruppe dazwischen, die sich in die Datenbanken des Konzerns einschlich und massiv Daten entwendete. Die anschließende Drohung: Wer „The Interview“ aufführt, muss um sein Leben fürchten. Und tatsächlich: Viele Kinobetreiber wollten den Film nicht zeigen. Sony entschied sich für einen noch nie dagewesenen Schritt: Der Film landete im Giftschrank. Doch wo das Netz und seine Hacker auf der einen Seite Zensur erpressen, sorgt es auch für Gegensätzliches: Als Protest gegen die Selbstzensur von Sony wurden Szenen des Films im Netz geleaked. Und auch außerhalb der digitalen Welt ist nicht jeder mit Sonys Entscheidung einverstanden: Starautor Paul Coelho sprach von einem „furchtbaren Präzedenzfall“ und will die Filmrechte erwerben, wie „Stern.de“ berichtet. Und auch in Deutschland wird die Maßnahme kommentiert. So schreibt Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart: „Die Entscheidung ist humanitär richtig und politisch an Trostlosigkeit schwer zu überbieten. Einen schwereren Fall von Selbstzensur hat es im Kulturbetrieb der Neuzeit nicht gegeben.“ Man darf wohl froh sein, dass es in Zeiten von Charlie Chaplins „Der große Diktator“ noch keine Hacker gegeben hat.

Die Neuerungen der Woche: Facebook macht den Alkoholtest

Der eine Margherita hätte nicht sein müssen, denn plötzlich wird die Zunge schwer, der Gang unkoordiniert und der Blick irgendwie ein wenig schief. Wer den Kater am nächsten Tag halbwegs überstanden hat, darf das betrunkene Selbst häufig dann noch auf seiner Facebook-Seite begutachten. Denn – klickklick – die Freunde haben den Abend natürlich ausgiebig per Smartphone dokumentiert und die Bilder hochgeladen. Das kann dann schon mal peinlich werden, wenn die Arbeitskollegen am Montag die Schnappschüsse in großer Runde kommentieren. Facebook  will da schon bald Abbhife schaffen. Eine Software soll erkennen, ob der Fotografierte nüchtern oder betrunken ist und eine Warnung vor Veröffentlichung schalten, meldet „Sueddeutsche.de„. Manch einen mag das freuen, ein anderer sieht da Orwell´sche Zustände auf uns zukommen.

Das Testimonial der Woche: Robbie Williams Jobsuche

Wer hatte sich nicht alles beworben: Mercedes Benz, Ikea und Borussia Dortmund. Als Popstar Robbie Williams ein Video im Netz hochlud, in dem er eine Jobsuche ankündigte, konnte er sich vor Angeboten kaum retten. Den Zuschlag machte dann aber Volkswagen, wie ein Video auf der Facebook-Seite des Konzerns zeigt und damit Williams Bewerbungsvideo als Marketingtrick erscheinen lässt. Damit sind die anderen Anbieter natürlich raus – der Kampf um begehrte Fachkräfte macht eben auch vor Popstars nicht halt.

Der Falschfahrer der Woche: Marco Reuss

540.000 Euro Strafe für Fahren ohne Fahrerlaubnis sind wahrlich kein Pappenstiel für den Durchschnittsmenschen. Doch da es sich bei dem Bestraften um BVB-Spieler Marco Reuss und damit um einen der begehrtesten Jungstars der Bundesliga handelt, dürfte die Summe nicht existenzgefährdent werden. Neben dem Fußball ist Reuss auch Testimonial für Opel und hier wird es dann etwas ärgerlich – zumindest für die Marke. Denn Reuss fuhr jahrelang Auto ohne Führerschein, wie „Handelsblatt Online“ berichtet und schreibt von einer „Werbepanne“. Aber iwo, Karl Lagerfelds Katze Choupette kann schließlich auch kein Auto fahren und ist dennoch Opels Testimonial für den neuen Corsa.

Kommunikation

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